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KASTORIA - Byzantinisches Museum

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2020-07-09 2020-07-09 09.07.2020

Das Byzantinische Museum von Kastoria ist 1989 eingeweiht worden und befindet sich auf dem Dexamenis-Platz auf der Kuppe des Hügels, auf dem sich die Akropolis der byzantinischen Stadt erhoben hat.
Aus den zahlreichen alten Kirchen der Stadt sind Ikonen aus dem 12. - 17. Jh. ins Museum gebracht worden. Die Ausstellung ist in sechs Einheiten gegliedert, die auf einen gut beleuchteten, durch Trennwände gegliederten Saal verteilt sind.
Der Rundgang beginnt rechts mit der ersten Einheit, die vier künstlerisch wertvollen Ikonen (Nr. 1-4) aus dem 12. und 13. Jh. enthält. Besonders bemerkenswert ist diejenige des Propheten Elias. Der stehende Prophet segnet mit der Rechten und hält eine Schriftrolle in der Linken. Außerdem sieht man hier eine Ikone des Agios Nikolaos und zwei der Agii Anargyri Kosmas und Damian.
In der zweiten Abteilung sieht man zehn Ikonen aus dem 14. Jh. (Nr. 5-11, 34, 35, 37). Aufgrund ihres Stils können sie großen künstlerischen Zenten (Veria oder Thessaloniki) bzw. einer qualitätvollen lokalen Werkstatt zugeschrieben werden. Christus als Pantokrator ist vor einem dunklen Hintergrund dargestellt, segnet mit der Rechten und hält das geschlossene Evangelium in der Linken. Die ausgezeichnete Qualität, und der vornehme Charakter der Erscheinung in Verbindung mit der strengen Geistigkeit des Gesichtsausdrucks bezeugen den Kontakt des Malers mit einem der großen künstlerischen Zentren des Reichs.
Die nächste Abteilung enthält acht Ikonen aus dem 15. Jh. (Nr. 12-16, 29, 36, 38). Sicher eine der schönsten Ikonen der Sammlung ist die doppelseitig bemalte Ikone Nr. 12. Auf der einen Seite ist die Panagia Odigitria dargestellt, die von neun Feldern mit Szenen aus ihrem Leben flankiert wird, und auf der anderen die Kreuzabnahme. Maria Magdalena und Johannes halten die Arme Christi; der kniende Nikodemus versucht, mit einer Zange den Nagel aus den Füßen des Gekreuzigten zu ziehen. Besonders eindrucksvoll sind die Dramatik und der Ausdruck des menschlichen Schmerzes.
Links sieht man in einer Rundung die vier Ikonen (Nr. 17-20) der vierten Abteilung, die zwischen 1480 und 1510 in einer lokalen Werkstatt gemalt worden sind. Auf der Bematüre Nr. 19, die ebenfalls aus einer lokalen Werkstatt stammt, ist die Verkündigung dargestellt. Der Erzengel Gabriel links segnet die Muttergottes mit seinem Heroldsstab. Auf dem rechten Flügel hat sich die Muttergottes von ihrem Thron erhoben und neigt ihren Kopf demütig dem Boten zu; in der Hand hält sie eine Spindel.
Den Abschluss der Ausstellung bilden die Ikonen aus dem 16. und 17. Jh, die in den beiden repräsentativsten Malerschulen dieser Zeit entstanden sind: der Schule Nordwest-Griechenlands, aus der die Ikone mit der Verkündigung stammt und der Kretischen Schule, der die Ikone mit Christus als Pantokrator vor vergoldetem Hintergrund angehört.

Byzantinisches Museum
Dexamenis-Platz, 52100 Kastoria

Copyright: Museen Griechenlands
Erevnites Edition
GR.OK.F.B.
M. Str.

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