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ATHEN - Museum für Griechische Volksinstrumente

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2020-07-03 2020-07-03 03.07.2020

Die Sammlung, das Lebenswerk des Phivos Anogiannakis, ist in dem schönen und einfachen, 1842 errichteten Herrenhaus des Ministers Lassanis im Herzen der Plaka untergebracht. Die Sammlung, die mit etwa 1.200 Musikinstrumenten die größte Griechenlands und eine der bedeutendsten Europas darstellt, ist das Ergebnis einer fünfzigjährigen Sammlertätigkeit.
Etwa die Hälfte der Sammlung ist in den drei Stockwerken des Museums nach Gruppen geordnet ausgestellt. Da man Musikinstrumente nicht nur betrachten, sondern auch hören sollte, sind abgesehen von den schriftlichen Erläuterungen an jeder Vitrine Kopfhörer installiert, mit denen man die Musik der jeweils ausgestellten Instrumente hören kann.
In den vier Vitrinen mit Membraninstrumenten sieht man das schon in byzantinischer Zeit belegte Daouli (νταούλι), eine Weiterentwicklung der antiken griechischen Trommel, sowie das Toumpeleki (τουμπελέκι) und das kleinere Toumpi (τουμπί) von den griechischen Inseln.
Die Blasinstrumente sind ebenfalls in vier Vitrinen ausgestellt; hier sieht man das volkstümliche Klarino, das zwar westlichen Ursprungs ist, aber erst um die Mitte des 19. Jhs. über die Türkei nach Griechenland gelangt ist, und Hirteninstrumente, wie Flöten, Souravlia, die aus Rohr gemachten kretischen Mantoures, die aus Ziegenhaut gefertigte Tsampounes und den hell klingenden Zournas, der vom antiken Aulos abstammt.
Die in der Überzahl befindlichen Saiteninstrumente füllen insgesamt 19 Vitrinen. Man sieht und hört die bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten und Mesopotamien bekannten Tampourades, das volkstümliche Laouto, das eine Kombination der antiken griechischen Pandoura mit dem arabischen Outi darstellt, die byzantinische Mandoline, die birnenförmige Lyra, die Viola, den Kementzes – die kolbenförmige Lyra der Pontosgriechen -, das Kanonaki und das Santouri.
Den Abschluss bildet eine große Gruppe von Instrumenten, die als „idiophon“ bezeichnet werden und zu denen die verschieden großen Glocken unterschiedlichen Materials gehören. Außerdem sieht man kleine metallene Schallbecken (Zilia), Kinderpfeifen, Schnarren und eine Vielzahl anderer merkwürdiger Instrumente, die das einfache Volk zum Musizieren benutzt.
In den umgebauten Stallungen des Herrenhauses arbeitet das Forschungszentrum für Volksmusik, das über eine umfangreiche Spezialbibliothek verfügt und pädagogische Programme für Kinder organisiert; für die Erwachsenen wird Unterricht zum Erlernen der Instrumente und des festländischen Chorgesangs angeboten. Darüber hinaus werden Vorträge, Konzerte und Wechselausstellungen organisiert.
Im Museumsladen kann man ausgewählte Literatur, Schallplatten und Musikinstrumente erwerben.

Museum für Griechische Volksinstrumente
Diogenous-Straße 1-3, Aeridon-Platz, Plaka, 10556 Athen

Copyright: Museen Griechenlands
Erevnites Edition
GR.OK.F.B.
M. Str.

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