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FALASSARNA - Das antike Piratenparadies

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2017-07-05 2017-07-05 05.07.2017 233 × gelesen

Falassarna liegt an der westlichen Küste Kretas, ca. 58 km von Chania entfernt, an der Gramvoussa-Halbinsel. Der Name der Ortschaft stammt aus der prähellenischen Zeit und wurde nach der Nymphe „Falassarni“ benannt.

Die Ortschaft Falassarna war erst während der mittelminoischen Ära bis Mitte des 1. Jh. v. Chr. besiedelt. Die Stadt hatte ihren Höhepunkt im 4.Jh. erreicht; dies beweisen die Ausgrabungen, die schweren Festungen, ein geschlossener Hafen, eine Münze, eine Reihe von Tempeln (wahrscheinlich Apollo und Artemis gewidmet) und ein Verkehrsnetz, welche dies ans Licht gebracht hatten. Eine vermutliche Quelle für diesen Reichtum war die damalige blühende Piraterie im Mittelmeer, welche die Stadt später in Konflikt mit dem römischen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Netz brachte. Mit der Entscheidung des Römischen Reichs zur Bekämpfung der Piraterie kam 69 v. Chr. der endgültige Untergang der Stadt. Ein beeindruckendes Zeugnis für das politische System ist ein in den Felsen gemeißelter Sitz, der vermutlich als Podium für die Sprecher während der Stadtversammlungen gedient hatte.

Die zweite große Überraschung, die den Besucher an der Südwestspitze erwartet, ist die kleine tropische Insel Elafonissos (zu Deutsch „Hirschinsel“) mit dem weißen und teilweise rosafarbenen Sand, aufgrund der kleinen Bruchstücke von Purpurmuscheln. Elafonisi ist eine kleine niedrig liegende Insel (20 m über dem Meeresspiegel), die von der Küste aus in seichtem Gewässer (0,60 – 0,90 m) in einer Entfernung von ca. 800 m in einer Art „Hindurchwaten“ zu erreichen ist.

Im benachbarten Grambusa (Belos) kann man das Baden in einem exotischen Binnensee mit feinem, weißen Sand und seichtem, türkisblauen Wasser mit einem Besuch der venezianischen Festung, die auf der Zahmen Grambusa-Insel liegt, verbinden.

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