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KASTELORIZO - Klein, fein und vielfältig

  293 Wörter 1 Minute
2017-07-05 2017-07-05 05.07.2017 357 × gelesen

Im äußersten Südosten Griechenlands liegt Kastelorizo – eine kleine griechische Insel der Ägäis von nur 9,11 km2. Die Insel war bereits in antiker Zeit besiedelt, wie die Ruinen in Paleokastro, viele neolithische Werkzeuge sowie andere Funde bezeugen. 1306 wurde die Insel durch Ritter des Johanniterordens aus Rhodos erobert, und 1522 fiel sie an das Osmanische Reich. Nach einer kurzen französischen Besatzung wurde Kastelloriso 1922 in die Südostägäis (Dodekanes) integriert, die damals unter italienischer Verwaltung war. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1947 wurde die Insel endgültig mit Griechenland vereint.

Am Hafen liegt die Burg der Johanniter, die im 14. Jahrhundert auf den Ruinen der antiken Festung errichtet wurde. Die rötlichen Felsen, auf denen die Burg gebaut wurde, gaben der Insel den Namen Kastelorizo (Castello Rosso). Unterhalb der Burganlage liegt das Archäologische Museum der Insel mit einer sehr gut sortierten Kunstsammlung. Hinter dem Museum führen Stufen zu einer lykischen Grabanlage aus dem 4. Jh. v.Chr. mit dorischer Fassade.

Paläokastro ist die antike Akropolis der Insel mit einer sehr gut erhaltenen Burg aus der alten hellenistischen Zeit. Innerhalb der Burg gibt es Ruinen antiker Gebäude, eine byzantinische Kirche, eine Katakombe und Zisternen für die Sammlung des Regenwassers. In zentraler Lage des Hafens liegt die Metropolis, eine 1835 errichtete Kirche, deren Dach mit Bauelementen aus dem Apollotempel einer benachbarten Festlandregion in Lykia erbaut wurde.

Der Oscar prämierte italienische Film „Mediterraneo“, der auf Kastelloriso gedreht wurde, hat zur Zunahme des Tourismus auf der Insel beigetragen, während die rund 10.000 Nachkommen der damals nach Australien ausgewanderten Inselbewohner jeden Sommer den Tourismus der Insel verstärken. Eine unvergessliche Erfahrung bietet der Ausflug zur spektakulären Blauen Grotte (Parasta oder Fokiali), eine der schönsten Höhlen des Mittelmeerraumes mit leuchtend blauen Wasser. Wegen ihrer einzigartigen Naturschönheit gehört Kastelorizo zum „Natura 2000“ Netzwerk.