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LOUSIOS-SCHLUCHT - Ein zweiter Athos in Arkadien

  237 Wörter 1 Minute
2017-04-30 2017-04-30 30.04.2017 905 × gelesen

Einer der am besten gehüteten Geheimtipps liegt im Herzen der Peloponnes. Die Lousios-Schlucht in Arkadien, zwischen den Kleinstädten Dimitsana und Karytaina, gilt als ein Gebiet mit besonderer natürlicher, historischer und religiöser Bedeutung.

Die Etymologie des Flussnamens „Lousios“ weist darauf hin, dass dieser aus dem griechischen Wort „louso“ (baden) stammt, weil Zeus als Kind einst darin gebadet wurde.

Der steile Zugang zu dem Gebiet sowie die dichte Vegetation dienten grundsätzlich zur Erhaltung der historischen und religiösen Denkmäler. Um den Flusslauf hatte sich seit mittelbyzantinischer Zeit eine klösterliche Gemeinschaft entwickelt, die aus insgesamt 24 Klöstern der erweiterten Region bestand. Es wird vermutet, dass zunächst Einsiedler in den Höhlen lebten und anschließend darin Klöster errichteten. Die große Mehrheit der Höhlen bleibt bis heute menschenleer, und nur die Ruinen zeugen vom damaligen geistigen Erbe der griechisch-orthodoxen Kirche.

Es lohnt sich, vor allem die folgenden vier Klöster zu besichtigen: die zwei „Philosophen-Klöster“ (Moni Philosophou), das Kloster „Johannes des Täufers“ (Moni Timiou Prodromou) und nicht zuletzt das „Emyalon-Kloster“ (Moni Emyalon).

Die Gegend lädt zu weiteren kleinen Ausflügen ein; in Dimitsana haben Besucher die Möglichkeit das Freilandmuseum für Wasserkraft zu besuchen, ein thematisches Museum über die Bedeutung des Wassers für die traditionelle Arbeitsweise. Stemnitsa hat bis heute eine lange Tradition der traditionellen Juwelenanfertigung, und Karytaina (oder Toledo Griechenlands) ist in der Region berühmt für seine mittelalterliche Burg. Unweit des Gebirges Lykaion liegen die baulichen Überreste des antiken Gortys, einer Stadt, die dem Zeuskult huldigte.

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