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LIGOURIO - Naturhistorisches Museum

  327 Wörter 1 Minute
2017-04-16 2017-04-16 16.04.2017 222 × gelesen

Das Naturhistorische Museum von Ligourio hat ein neues Domizil. Die ursprünglich vom Ehepaar Anastassia Sarri-Kotsiomiti und Wassilis Kotsiomitis angelegte private Sammlung wurde 1995 in eine Stiftung übergeführt. Im neuen Haus sind nunmehr etwa 4500 Exponate aus aller Welt zu sehen, darunter sehr seltene Mineralien.

Das Museum befindet sich an der Straße von Nafplio, gleich am Ortseingang von Ligourio auf der linken Seite. Die Sammlung ist nicht nur mit viel Fleiß und Liebe von der Familie Kotsiomiti zusammengetragen worden, sondern ist auch sehr professionell gestaltet.

Ein Schwerpunkt der Sammlung sind wunderschöne Ammoniten, die zum großen Teil aus der direkten Umgebung stammen. Die Region um Epidavros ist international als einmaliges paläontologisches Denkmal für die Fauna der Ammoniten anerkannt. Ammoniten waren Seetiere, die etwa 2000 Arten umfassten. Vor 65 Millionen Jahren - zeitgleich übrigens mit den Dinosaurieren und anderen Tieren - verschwanden sie. Kleine schön geschliffene Exemplare kann man im Museumsshop kaufen.

Eindrucksvoll ist die Sammlung von farbigen Kristallen aller Art. Zu sehen sind auch fünf Millionen Jahre alte Muscheln von der Insel Kythira und von Methoni. Die steinernen Blumen sind etwa 410 Millionen Jahre alt.

Zwei sehr schöne Exemplare von Ammoniten stammen aus der Gegend von Epidavros. Der Ankerit stammt aus Lavrio in Attika, einer ganz bekannten Fundstätte für viele Mineralien.

Für wenig Geld gibt es im Museumsshop schöne geschliffene Kristalle zu kaufen. Der Besuch des Museums lässt sich übrigens sehr gut mit einem Abstecher zur alten Wassermühle bei Nea Epidavros kombinieren. Es sind nur 15 Minuten Autofahrt.
Sehenswert sind in Ligourio auch die zahlreichen byzantinischen Kirchen.

Für ihre jahrzentelange ehrenamtliche Arbeit erhielten Anastassia Sarri-Kotsiomiti und ihr Mann Wassilis Kotsiomitis vom Weltzentrum für den Hellenismus eine Auszeichnung. Das Diplom wurde vom Präsidenten der Organisation Prof. Karagiannis persönlich überreicht. Die Museumsmacher bedankten sich mit einem 400 Millionen Jahre alten Ammoniten. In ihren Dankesworten lobte Anastassia vor allem die Geduld und Hilfsbereitschaft ihrer vier Kinder, ohne die das Museum nicht zustande gekommen wäre. Der Jüngste studiert übrigens Geologie!

www.museum-kotsiomitis.gr
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www.argolis.de

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