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MONODENDRI - Das Agia Paraskevi-Kloster

  258 Wörter 1 Minute
2017-04-16 2017-04-16 16.04.2017 913 × gelesen

Von der Platia in Monodendri geht man auf der Hauptstrasse ein kurzes Stück bergab, biegt dann links ab und erreicht in wenigen Minuten das Klösterchen, das wie ein Vogelnest direkt am Steilabhang der Schlucht zu kleben scheint.
Frei zugänglich sind Hof, Vorraum mit kleinem Andenkenladen und der Aussichtsbalkon mit einem atemberaubenden Blick tief in die Schlucht hinunter. Den Schlüssel zur Kirche erhält man von Papas Dimitrios Papakostas, der sich übrigens sehr für den Erhalt des Klosters einsetzt.
Wie die meisten Kirchen des Zagoria-Typs ist auch Agia Paraskevi einschiffig. Die Südwand zeigt oben das Leben Christi von der Verkündigung bis zum Einzug in Jerusalem, unten sind Heilige zu sehen. Auf der Nordwand oben sind die Szenen von der Kreuztragung bis zur Auferstehung zu sehen, unten weitere Heilige. Die Apsis zeigt die Maria Platytera und die Himmelfahrt Christi und, seitlich davon die Verkündigung mit Maria auf der linken und dem Erzengel Gabriel auf der rechten Seite. Auf der Westwand sind die Erzengel Michael und Gabriel abgebildet, oben die Heimholung Mariae.
Die Fresken sind sehr ausdrucksvoll und werden in das Jahr 1412, also in die spätbyzantinische Zeit datiert. Kenner vermuten aber aus ikonographischen und stilistischen Gründen, dass ein Teil der Festbilder erst im 16. oder 17. Jh. entstanden sind.In der unteren Zone sind die Gesichter der Heiligen und Engel mit kräftigen weißen Linien herausmoduliert, was auf einen kretischen Stil hinweist, dessen Künstlern es darum ging, in den Gesichtern das in der Meditation geschaute himmlische Licht zu zeigen. Dagagen wirken die Festbilder vorwiegend durch ihre volkstümliche Lebendigkeit, die dem kretischen Stil fehlt.

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