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MEGALOPOLIS - Die Aghia Theodora Kirche und das Wunder von Vasta

  761 Wörter 3 Minuten
2017-01-15 2017-01-18 15.01.2017 1.582 × gelesen

Rund 500 000 Besucher kommen alljährlich staunend in die Berge südöstlich von Megalopolis, um in der Nähe des Dorfes Vasta ein Wunder zu bestaunen: Aus dem Dach, aus den Wänden, am Giebel der kleinen Kirche der Heiligen Theodora wachsen 17 große Bäume. Unter der Kirche sprudelt eine Quelle. An einem bescheidenen Kiosk kann man Souvenirs und kleine Broschüren mit der Geschichte der Theodora kaufen, deren Schicksal in etwa folgendermaßen beschrieben wird:

„Theodora lebte vermutlich im 12. Jahrhundert, zumindest die Kirche wird so datiert. Theodora war die zweite von drei Töchtern einer armen Familie. Im byzantinischen Reich – so schreibt der Metropolit von Gortynos, Theofilos Kanavos, in seiner Broschüre – musste jede Familie einen männlichen Nachkommen zum Militärdienst schicken. Gab es keine Söhne, konnten die Familien dies durch einen finanziellen Tribut begleichen. Theodoras Familie jedoch war so arm, dass sie dies nicht konnte. Um die Familie vom finanziellen Druck zu erlösen, kam Theodora auf die Idee, sich als Mann zu verkleiden und zum Militärdienst zu verdingen. Die Familie war zunächst dagegen, aber Theodora setzte sich durch und wurde der Soldat „Theodoris“. Sie nahm viele Entbehrungen auf sich, musste schwer trainieren, um unter den Männern nicht aufzufallen. „Theodoris“ schaffte es, das Vertrauen der Kameraden zu gewinnen, war überall beliebt. Eine andere junge Frau, die den Soldaten die Wäsche wusch und auch sonst recht gefällig war, verliebte sich in „Theodoris“, der jedoch begreiflicherweise die Liebe nicht erwiderte. Die andere Frau behauptete dann, als sie schwanger wurde, „Theodoris“ habe sie entehrt und geschwängert. Der Kommandeur der Truppe verfügte, dass „Theodoris“ die Frau zu heiraten habe. Dies lehnte Theodora natürlich ab. Sie beteuerte erneut ihre Unschuld, ohne ihre wahre Identität preiszugeben. Am Abend vor dem Gericht soll sie im Gebet geäußert haben, ihr Grab möge zu einer Kirche werden, ihr Blut zu einer Quelle und ihre Haare zu Bäumen. Das Militärgericht verurteilte sie zum Tode, sie wurde hingerichtet. Als man die wahre Identität der Toten entdeckte, war der Kummer groß. Theodora wurde heilig gesprochen, und rund um ihre Geschichte webten sich fortan die Geschichten. So wurde die kleine Kirche der Heiligen Theodora zum großen Wallfahrtsort. Ist das ganze Ensemble an sich schon eindrucksvoll, so entpuppt es sich beim näheren Hinsehen tatsächlich als ein Naturwunder, das der Wissenschaft durchaus einige harte Nüsse zum Knacken aufgibt.
Eleftherios Belijannis, ein Bauingenieur aus Athen, hat die wissenschaftlichen Fakten zusammengetragen und versucht, das Geheimnis zu lüften. Weder innen noch außen an der Kirche sind Wurzeln der Bäume zu sehen, die hinunter bis zu der Wasser spendenden Quelle reichen würden. Wäre das nämlich der Fall, hätten diese die Mauern der Kirche längst gesprengt. Das zweite Mysterium ist das Gewicht der Bäume. Vor etwa 20 Jahren berechnete Belijannis das Durchschnittsgewicht der 17 Bäume mit jeweils 540 Kilogramm, was vermutlich schon damals stark untertrieben war. Das heißt, die 17 Bäume erreichten ein Gesamtgewicht von 9,18 Tonnen, was 460 Kilogramm pro Quadratmeter Kirchendach entspricht, das insgesamt ca. 20 Quadratmeter groß ist. Das heißt, das Dach ist einer 4,6fach höheren Belastung ausgesetzt, als es eigentlich tragen dürfte und die Belastung ist immer noch 2,3fach höher, als man heute bei statischen Berechnungen für Wohnbauten ansetzt. Vielleicht findet ja jemand eine fundierte wissenschaftliche Erklärung für das Ganze. Mindestens bis dahin, vermutlich jedoch noch weit länger werden wohl mystische und religiöse Deutungen die Oberhand behalten, und viele Pilger auch weiterhin diesen Ort aufsuchen.“

Bis auf einen kleinen Markt und eine Taverne gibt es hier leider bisher keinen schönen Rast- oder Picknickplatz. Das soll sich spätestens 2010 ändern. Dann werden die Besucher hier einen neuen wunderschönen Rastplatz vorfinden, der im Moment noch im Bau ist. Sakis Diplas aus Olympia, ein in touristischen Dingen erfahrener und weitgereister Mann, hat hier Land erworben und baut eine Taverne mit Backofen, Grill usw. Alles überaus liebevoll mit Holz und Naturstein in die Umgebung eingepasst. Dass dieses Vorhaben nun schon ins 15. Jahr geht, hat wohl weniger mit dem Wunder der Aghia Theodora, als viel mehr mit den Mühlen griechischer (und orthodoxer) Bürokratie zu tun.

Eine kleine Taverne mit traditionellem Backofen, viele schattige Plätze am Fluss. Überall sprudelnde Wasserspender. Das wird der neue Rastplatz an der Aghia Theodora. Sakis hat gut Lachen. Er hat die Ärmel aufgekrempelt und nicht vor verkrusteten bürokratischen Strukturen kapituliert. Auch nicht vor dem Neid einfallsloser Nachbarn...

Anreise:
Von Nafplio etwa 120 km. Zunächst Richtung Tripoli, Megalopoli, danach Richtung Kalamata fahren. Einige Kilometer hinter Megalopolis kommt ein Hinweisschild nach rechts zur Aghia Theodora. Das Dorf Issari durchqueren. Danach ist die Beschilderung recht gut, auch die Straße ist ordentlich ausgebaut. Achtung an Wochenenden sehr viel Ausflugsverkehr, auch zahlreiche Busse!

www.argolis.de

12 Bilder für das Keyword Vasta gefunden.

Aus der kleinen Kirche Aghia Theodora in der Nähe des Dorfes Vasta südöstlich von Megalopolis, Peloponnes, wachsen 17 große Platanen aus den Wänden und dem Dach, und unter der Kirche sprudelt eine Quelle (Kircheninneres). In the small church of Saint Theodora near the village of Vastas southeast of Megalopoli, Peloponnese, 17 big plane trees grow through the walls and the roof, and a source flows beneath the church (interior view). Στο εκκλησάκι της Αγίας Θεοδώρας Βάστα, κοντά στην Μεγαλόπολη, δεκαεφτά μεγάλα πλατάνια περνούν από την στέγη και τους τοίχους του μικρού πέτρινου ναού, ενώ από τα θεμέλιά της αναβλύζουν τα νερά ενός κεφαλαριού. Wilfried Jakisch
Aus der kleinen Kirche Aghia Theodora in der Nähe des Dorfes Vasta südöstlich von Megalopolis, Peloponnes, wachsen 17 große Platanen aus den Wänden und dem Dach, und unter der Kirche sprudelt eine Quelle. In the small church of Saint Theodora near the village of Vastas southeast of Megalopoli, Peloponnese, 17 big plane trees grow through the walls and the roof, and a source flows beneath the church. Στο εκκλησάκι της Αγίας Θεοδώρας Βάστα, κοντά στην Μεγαλόπολη, δεκαεφτά μεγάλα πλατάνια περνούν από την στέγη και τους τοίχους του μικρού πέτρινου ναού, ενώ από τα θεμέλιά της αναβλύζουν τα νερά ενός κεφαλαριού. Wilfried Jakisch
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