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E4 Agrafa-Gebirge und Plastiras-See

  330 Wörter 1 Minute
2017-01-15 2017-02-05 15.01.2017 564 × gelesen

Agrafa ist ein historisches Gebiet in Zentralgriechenland und befindet sich zwischen den Präfekturen Karditsa und Evritania in der Region Thessalien, 325 km von Athen und 250 km von Thessaloniki entfernt. Seine Landschaft ist einzigartig und fängt die Aufmerksamkeit jedes Besuchers ein. Hohe Gebirge im südlichen Teil der Pindos-Bergkette, tiefe Schluchten und Flüsse mit traditionellen Brücken aus Stein, dichte Wälder und Pfade, die in entfernte Bauerhäuser und Klöster führen, stellen ein typisches Bild dar. Die Anwesenheit vieler Flüsse, u.a. Megdovas, Agrafiotis, Granitsiotis und Acheloos, formen eine Flusslandschaft mit einer reichen Fauna und Flora von besonderer natürlicher Schönheit.

Die nahe gelegenen Bergdörfer bieten einen sanften Tourismus an, der darauf achtet, die natürliche Umgebung zu bewahren: Dazu zählen viele organisierte sportliche Aktivitäten im Freien sowie die Schule für Bergführer und das Bildungszentrum für Umwelt im Dorf Neochori. Die wenigen Einwohner sind besonders stolz auf das „Dryades“-Projekt im Dorf Neraida der Gemeinde Dolopon. Es handelt sich um eines der schönsten Walddörfer, das zugleich ein gutes Beispiel für die Integration menschlicher Aktivitäten in der Natur darstellt. Dennoch ist der Plastiras-See die wichtigste Sehenswürdigkeit dieses Gebietes. Sein ursprünglicher Zweck war die Bewässerung der wenigen Felder. Heute ist er rund ums Jahr ein Reiseziel für Touristen.

Die geographische Lage von Agrafa kann Wanderer und Naturliebhaber nicht unberührt lassen. Ab hier beginnt der mittlere Teil des europäischen Wanderpfades E4 (Meteora – Vragianná), der die 14 malerischen Dörfer von Argithea durchquert. Dank der steigenden touristischen Entwicklung stehen den Besuchern kleine Gasthäuser und Tavernen zur Verfügung. Aufgrund der Zugangsschwierigkeiten wird empfohlen, neben Wandern auch die lokalen Verkehrsmittel zu benutzen.

Der griechische Teil des europäischen Wanderpfads E4, der unter der Aufsicht der Europäischen Wandervereinigung (E.W.V.) und des Griechischen Verbands für Bergwandern und Bergsteigen steht, geht von Norden nach Süden, und zwar von Makedonien (nördlicher Teil) und Zentralgriechenland (zentraler Teil) bis zur Peloponnes und Kreta (südlicher Teil). Dadurch kann der Wanderer und Bergsteiger die Vielfältigkeit und Schönheit ganz Griechenlands kennenlernen. Die beste Zeit, den Pfad zu begehen, ist von Mai bis Oktober.