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STYMFALIA - Museum für traditionelle Berufe und Umwelt

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2021-01-18 2021-01-18 18.01.2021

Das Umweltmuseum von Stymphalia befindet sich in den Bergen im Regionalbezirk von Korinth in einer Region mit einem reichen kulturellen und natürlichen Erbe. Es wurde 2010 eingeweiht und ist das siebte Mitglied des PIOP Museum Network. Seine Schaffung spiegelt die Betonung wider, die die Kulturstiftung der Piräus-Bankgruppe auf die Verbindung von Kultur mit der Umwelt legt.

Stymphalia liegt an der Südseite der Präfektur Korinth und ist ein Plateau, das von den Bergmassen Zireia, Oligyrtos, Mavrovounio und Gravias umgeben ist. Das Einzugsgebiet von Stymphalia gilt als das größte Einzugsgebiet des Berges auf dem Peloponnes und ist gleichzeitig das südlichste Feuchtgebiet des Balkans. Sein Hauptinteresse liegt in der reichen organischen Welt des Sees sowie in den unterirdischen und sichtbaren Wegen, auf denen das Wasser zirkuliert. Der ökologische Wert der Region, der sich auf das Einzugsgebiet und seine reichen Wälder konzentriert, wird durch die Aufnahme in das Europäische Netzwerk der Schutzgebiete NATURA 2000 bestätigt.

Die Region wird in der Mythologie erwähnt. Der Legende nach konfrontierte Herkules hier die Stymphalian-Vögel und tötete sie. Dies ist einer der unzähligen Fälle menschlicher Eingriffe, die die Landschaft der Region geprägt haben. In historischer Zeit wurde am Ufer des Sees eine mittelgroße Stadt von strategischer Bedeutung errichtet: das antike Stymphalos. Jahrhunderte später wurde für kurze Zeit ein mittelalterlicher Klosterkomplex errichtet. In der Neuzeit erblickten kleine Dörfer das Licht der Welt und sind bis heute bewohnt. Dieses jahrhundertealte interaktive und nachhaltige Zusammenleben von Mensch und Natur ist das Hauptmerkmal, das die Region Stymphalia zu einer Kulturlandschaft macht.
Das Umweltmuseum von Stymphalia möchte die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur sowie deren harmonisches Zusammenleben im Stymphalia-Becken veranschaulichen. Das Hauptziel der museologischen Gestaltung besteht darin, das ökologische Bewusstsein der Öffentlichkeit zu schärfen und unser Wissen über die traditionelle Technologie der Region zu bewahren. Diese Absicht spiegelt sich museologisch in der Entwicklung der Ausstellung in zwei Modulen wider: Das erste betrifft die Umwelt der Region, während das zweite die Art und Weise aufzeichnet, in der es die Entwicklung menschlicher Aktivitäten und insbesondere der traditionellen Berufe beeinflusst hat. Das erste Modul, das der Umwelt gewidmet ist und die Linearität des Ausstellungsbereichs und den ungehinderten Blick auf den See nutzt, bietet die Möglichkeit, den natürlichen Lebensraum, der auch Gegenstand der einzelnen Unterabschnitte ist, direkt kennenzulernen. So werden die besonderen geologischen Merkmale der Region, das Land und das Wasser, sowie ihre Ausbeutung durch die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte dargestellt. Danach hat der Besucher die Möglichkeit, die besonderen Merkmale der Lacustrine- und Bergbiotope zu sehen, wobei der Schwerpunkt auf deren Flora und Fauna liegt. Das Modul schließt mit einer Darstellung der menschlichen Behausung in der Region von der Antike bis zur Gegenwart und führt so das menschliche Element in die Museumserzählung ein. Die Ausarbeitung dieses Unterabschnitts profitierte stark von den Beiträgen des Ephorate of Antiquities of Corinth und des Canadian Archaeological Institute in Athen.

Das zweite Modul konzentriert sich auf die traditionellen Berufe, die in der Region in direktem Zusammenhang mit der Umwelt blühten. Drei Unterabschnitte definieren indirekt den Aktionsbereich der Menschen: den See, die Ebene und den Berg. Eine zentrale Ausstellung, der Querschnitt des Sees, bringt die Flora und Fauna des Sees in das Museum und betont die Rolle des Sees als treibende Kraft aller menschlichen Aktivitäten in der Region. Der erste Unterabschnitt befasst sich mit Jagd und Fischerei, der zweite mit Landwirtschaft und Weinbau, während der dritte die Tierhaltung, Bienenzucht und den Transport mit Zugtieren betrifft. Das Museum beleuchtet Themen wie die Notwendigkeit eines ökologischen Gleichgewichts und den Respekt vor der Umwelt.
Verschiedene Ausdrucksmittel und audiovisuelle Medien werden verwendet, um ein besseres Verständnis des Ausstellungsinhalts zu gewährleisten. Bildpräsentationen beziehen sich auf die Verwendung der Objekte und werden von entsprechendem audiovisuellem Material pädagogischer Natur begleitet. Die Ziele der Ausstellung werden durch Modelle und Anwendungen, digitale Reproduktionen und Dokumentarfilme unterstützt. Der zugängliche Querschnitt des Sees im Inneren des Museums bietet dem Besucher die Möglichkeit, die Pflanzen und Fische der Region aus erster Hand zu beobachten.

Das Umweltmuseum von Stymphalia umfasst auch eine Cafeteria und einen Geschenkeladen, während die Mehrzweckhalle die Entwicklung kultureller Aktionen in der Region durch temporäre Ausstellungen und eine Vielzahl von Veranstaltungen unterstützt.
Das Gebäude des Museums fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und ist aus Beton, Stein und Holz gefertigt. Die Glasfront des vorderen Abschnitts bietet einen Panoramablick auf den See sowie auf einige der umliegenden Siedlungen. Vom Balkon des Museums aus können Besucher den See und die Tannenwälder an den umliegenden Berghängen bewundern.
Die ökologische Bedeutung des Stymphalia-Sees, die Notwendigkeit, die besonderen Elemente der Natur zu schützen und die Finanzierung des Seemanagements sicherzustellen, bildeten die Grundlage des europäischen kofinanzierten Programms „LIFE-Stymfalia: Nachhaltiges Management und Finanzierung der Biodiversität von Feuchtgebieten. Der Fall des Stymfalia-Sees “. Das Programm setzt Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung des Erhaltungszustands von Tierarten und Lebensraumtypen um. Parallel dazu werden wirtschaftliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Erhaltung der biologischen Vielfalt untersucht, mit denen die Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen gemäß den aktuellen Richtlinien der europäischen Politik in Bezug auf die Standorte des NATURA 2000-Netzwerks finanziert werden. Im Rahmen dieses Programms „Mensch und Natur auf den Spuren der Zeit“ wurde eine Interpretationsroute für die Umwelt des Stymphalia-Sees erstellt, um die Kulturlandschaft von Stymphalia zu präsentieren.

Der Stymphalia-See ist ein wichtiges Beispiel für die Wechselbeziehung zwischen Natur und Mensch. Das Biotop, die Ruinen der antiken Stadt und die traditionellen Besetzungen, die in der Region blühten, beweisen, dass die Menschheit auf diesem Land in Harmonie mit der Umwelt leben konnte.
Das Umweltmuseum der Stymphalia (MPEST) wurde von PIOP gegründet, das auch für dessen Betrieb verantwortlich ist. Es befindet sich in einem eigens für diesen Zweck entworfenen Gebäude auf einem Grundstück, das von der Gemeinde Stymphalia und dem Forstamt abgetreten wurde. Das Projekt wurde in das regionale operationelle Programm des Peloponnes 2000–2006 aufgenommen und mit Hilfe der Piraeus Bank Group vom Third Community Support Framework finanziert.

Adresse
GR-20016 Stymphalia Korinthias
Telefon: (+30) 27470 22296

13 Bilder für das Keyword Umweltmuseum von Stymphalia gefunden.

Das Umweltmuseum von Stymphalia, die Fassade mit Blick von dem Stymphalia-See. The Environment Museum of Stymphalia, the facade overlooking from Lake Stymphalia. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, η πρόσοψη από την πλευρά της λίμνης Στυμφαλίας. PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Blick auf die Dauerausstellung, Unterabschnitt „Landwirtschaftliche Aufgaben“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, subsection on “Agricultural tasks”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, υποενότητα «Γεωργικές ασχολίες». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Ansicht der Dauerausstellung, Unterabschnitt „Transport mit Zugtieren“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, subsection on “Transporting with draught animals”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, υποενότητα «Μεταφορές με υποζύγια». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Dauerausstellung. Panoramablick. The Environment Museum of Stymphalia, permanent exhibition, panoramic view. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, μόνιμη έκθεση, πανοραμική άποψη. PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Ansicht der Dauerausstellung, Unterabschnitt „Antike Stymphalos“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, subsection on “Ancient Stymphalos”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, υποενότητα «Αρχαία Στύμφαλος». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Blick auf die Dauerausstellung, Unterabschnitt „Das Biotop des Sees“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, subsection on “The lake’s biotope”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, υποενότητα «Βιότοπος της λίμνης». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Blick auf die Dauerausstellung, Abschnitt „Seebezogene Berufe“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, module on “Lake-related occupations”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, ενότητα «Ασχολίες στη λίμνη». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Blick auf die Dauerausstellung, Abschnitt „Landwirtschaftliche Aufgaben“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, module on “Agricultural tasks”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, ενότητα «Γεωργικές ασχολίες». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Blick auf die Dauerausstellung, Abschnitt „Tierhaltung und Imkerei“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, module on “Animal husbandry and beekeeping”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, ενότητα «Κτηνοτροφία και μελισσοκομία». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Blick auf die Dauerausstellung, Abschnitt „Die Umwelt“. The Environment Museum of Stymphalia, view of the permanent exhibition, module on “The environment”. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, άποψη της μόνιμης έκθεσης, ενότητα «Περιβάλλον». PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, der Eingang. The Environment Museum of Stymphalia; the entrance. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, είσοδος. PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Stymphalia-See, Luftaufnahme. The Environment Museum of Stymphalia, Lake Stymphalia; aerial view. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, Λίμνη Στυμφαλία, εναέρια λήψη. PIOP, N. Daniilidis
Das Umweltmuseum von Stymphalia, Stymphalia-See, Luftaufnahme. The Environment Museum of Stymphalia, Lake Stymphalia; aerial view. Μουσείο Περιβάλλοντος Στυμφαλίας, Λίμνη Στυμφαλία, εναέρια λήψη. PIOP, N. Daniilidis