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HYDRA - Historisches Archivmuseum

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2020-07-05 2020-07-05 05.07.2020

Das Historische und Archivmuseum von Hydra ist seit 1996 in einem perfekt an die Umgebung angepassten Neubau untergebracht, der an der Stelle eines älteren Gebäudes errichtet worden ist, dass bis 1972 das Museum und das historische Archiv der Insel beherbergt hat. Es untersteht dem Ministerium für Erziehung und Religion.
Das Museum ist das Ergebnis der Bemühungen von zwei bekannten Hydräern: des Arztes und Historikers Antonios Lignos (1871-1956), der aufgrund seiner wissenschaftlichen und herausgeberischen Leistungen in die Athener Akademie aufgenommen worden ist, und des Reeders und Abgeordneten Gikas Koulouras (1879-1958), der diese Bemühungen finanziert hat.
Die umfangreiche Sammlung des Museums wird vorerst im Erdgeschoss, im Treppenhaus sowie im Eingangsraum und zwei Sälen des Obergeschosses gezeigt.
Im Erdgeschoss sind Objekte aus der neueren Geschichte Griechenlands zu sehen, wie Fotografien, Porträts von Freiheitskämpfern und Philhellenen, volkstümliche Bilder, Karten und Waffen der Balkankriege und der beiden Weltkriege, ein Modell der hydräischen Fregatte „Timoleon“ und die Kanone des Torpedoboots, mit dem der Hydräer Nikolaos Votsis im Jahre 1912 im Hafen von Thessaloniki den türkischen Panzerkreuzer „Fetih Bülent“ versenkt hat.
An den Wänden des Treppenhauses hängen 38 Porträts hydräischer Brandschiffführer und von Seeschlachten während des Freiheitskampfs von 1821. Die Bilder sind auf feuerfestes Material gemalt und stammen von bekannten griechischen Malern wie Panagiotis Tetsis, Dimothenis Kokkinidis und Pavlos Pantelakis.
Im Eingangsraum des Obergeschosses sieht man eine Sammlung schöner Gallionsfiguren sowie zwei männliche und drei weibliche Volkstrachten der Insel aus dem 19. Jh.
Im großen Saal erwartet den Besucher eine reiche Porträtsammlung, unter denen besonders auf das Bildnis von Eleni Kriezi, das von Nikolaos Vokos stammt, und auf dasjenige des Ioannis Tetzis hinzuweisen ist, das von der Hand des Österreichers Franz Pitsche stammt, der um die Mitte des 19. Jhs. auf Hydra gearbeitet hat. In diesem Saal befindet sich auch die silberne Leythos mit dem einbalsamierten Herz des Andreas Miaoulis, der größten Gestalt der hydräischen Seeschlachten.
Im letzten Ausstellungssaal sieht man nautische Karten, deren älteste aus dem Jahr 1743 stammt, Lithographien mit historischen Motiven aus dem 19. Jh., zahlreiche Aquarelle mit Segel- und Dampfschiffen, darunter solche des Franzosen Antoine Roux und des Italieners Giovanni Luzzo, Medaillen und Orden, eine kleine Sammlung antiker Vasen und einige nautische Instrumente.
Außerdem ist hier eine Waffensammlung ausgestellt, die aus zahlreichen unterschiedlichen Pistolen, Gewehren, Säbeln und Schwertern besteht, wobei besonders auf den großen Säbel von Alexandros Kriezis hinzuweisen ist.
Dasselbe Gebäude beherbergt das umfangreiche Archiv der Insel, das aus rund 17.000 handschriftlichen Dokumenten sowie 177 Verordnungen und Gemeinderegistern aus der Zeit vom frühen 18. Jh. bis zur Mitte des 19. Jhs. besteht.

Historisches Archivmuseum Hydra
Auf der linken Seite des Hafens, 18040 Hydra

Copyright: Museen Griechenlands
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M. Str.

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