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LESBOS – Filoxenia und Findigkeit

  2.209 Wörter 8 Minuten
2018-08-20 2018-08-20 20.08.2018 92 × gelesen

Schon seit längerer Zeit stand die Insel Lesbos – oder Mytilini, wie sie von den Griechen liebevoll genannt wird – auf meiner „inneren Liste“ der Wunschreiseziele. Zum einen, weil meine griechischen Freunde jedes Mal, wenn Mytilini erwähnt wird, vor Begeisterung glänzende Augen bekommen. Zum anderen, weil nicht nur der berühmte „Versteinerte Wald“ sondern die gesamte Insel ein geschütztes Gebiet ist und von der UNESCO zum Geopark erklärt wurde. Also muss es da ja einiges an Naturschönheiten zu entdecken geben, dachte ich mir. Vor allem interessierten mich jedoch die Thermalquellen vulkanischen Ursprungs, von denen es auf Lesbos gleich mehrere gibt. Dass dies trotzdem kein „normaler“ Reisebericht wird, liegt daran, dass der ausschlaggebende Anlass, im Mai 2016 meinen Reisewunschtraum zu verwirklichen, ein ganz anderer war. Und das ist eine längere Geschichte, die mit den aktuellen Ereignissen zusammenhängt, die sich dort vor kurzem abgespielt haben.

Denn im Sommer und Herbst 2015 stand Lesbos nicht wegen ihrer Naturschönheiten, sondern aus ganz anderen Gründen plötzlich im Mittelpunkt des Medieninteresses: Die Flüchtlingskrise hatte ihren Höhepunkt erreicht und Tag für Tag, Nacht für Nacht, landeten Tausende Flüchtlinge auf ihrem Weg von der Türkei nach Europa auf den ostägäischen Inseln, die nur wenige Kilometer vom türkischen Festland entfernt sind. Über 12.000 an einem Tag – das war der „Rekord“, den Lesbos verzeichnete. Am Ende des Jahres sollten es mehr als 880.000 Flüchtlinge sein, die über die ostägäischen Inseln Kos, Samos, Chios und Lesbos nach Griechenland gekommen waren. Die überwiegende Mehrheit davon, etwa 650.000, landete an den Küsten von Lesbos. Bezogen auf die ca. 87.000 Einwohner der Insel war das in etwa so, als seien 600 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Sehr bewegende Bilder waren es, die man da im Fernsehen und in anderen Medien zu sehen bekam. Männer, die mitten in der Nacht eine Menschenkette ins Meer bildeten, um  Flüchtlingskinder vor dem Ertrinken zu retten; alte Frauen, die von dem wenigen Essen, das sie selbst hatten, an junge syrische Mütter abgaben. Ärztinnen und Ärzte, die pausenlos arbeiteten, um die Neuankömmlinge wenigstens provisorisch medizinisch zu versorgen – trotz der Engpässe, die es seit der Wirtschaftskrise im griechischen Gesundheitssystem gibt. Fischer, die statt nach Fischen nun nach Menschen „angelten“, Hotelbesitzer, die gemeinsam mit ihren Gästen die oft kaum seetüchtigen und völlig überfüllten Schlauchboote aus dem Wasser zogen. Auch die Angestellten des in Sichtweite zur Türkei liegenden Thermalbads Eftalou halfen unzähligen erschöpften  Flüchtlingen ans Land. „Was hätten wir denn machen sollen, wir konnten doch nicht zusehen, wie die Menschen vor unseren Augen ertrinken!“, sagte mir die Masseurin, während sie mich im Mai 2016 mit einem wunderbaren, selbstgemachten Wildrosenöl einrieb. 

In der ersten Zeit waren die Menschen von Lesbos völlig alleingelassen, bis verschiedene NGOs aus verschiedenen Ländern den Inselbewohnern bei der Rettung und Versorgung der Flüchtlinge zu Hilfe kamen und die griechische Regierung Fähren organisiert hatte, mit denen die Geflüchteten auf das griechische Festland gebracht werden konnten. Viele Menschen aus ganz Europa nahmen sogar ganz spontan Urlaub, um mit anzupacken.

Das sollte so weitergehen, bis am 20. März 2016 das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei in Kraft trat.

Seitdem ist es auf Lesbos wieder ruhiger geworden. Die Flüchtlinge, die derzeit noch auf den ostägäischen Inseln sind oder noch dort ankommen, sind in den sogenannten „Hot Spots“ untergebracht und treten kaum in Erscheinung. Vor der Küste patrouillieren regelmäßig Schiffe von Frontex und der Küstenwache und bringen die wenigen, die noch kommen, zur Registrierung in den Hot Spot beim Bergdorf Moria. 

Für die vielen Menschen auf Lesbos, für die der Tourismus die Lebensgrundlage bildet, ist es allerdings ZU ruhig geworden. Denn nach der Flüchtlingstragödie bahnte sich für die Inselbewohner gleich die nächste Tragödie an: Zahlreiche Reisen wurden storniert, einige der großen Touristik-Unternehmen strichen Lesbos ganz aus ihrem Programm. Von den sonst üblichen 35 Charterflügen nach Lesbos blieben in der Vorsaison nur noch 8, in der Hauptreisezeit 12 Flüge pro Woche übrig. Die Folge zeigt die Bilanz vom September: Im Juli und August 2016 war der Tourismus auf der Insel um ca. 60 % zurückgegangen. Und so mussten ausgerechnet die Menschen, die im Sommer und Herbst 2015 so viele Leben gerettet und so vielen Menschen geholfen hatten, plötzlich um ihre eigene Existenz fürchten.

Als ich von dieser sich bereits im Frühling abzeichnenden Entwicklung hörte, war mein Entschluss schnell gefasst. „Jetzt erst recht!“, dachte ich, und buchte einen Flug über Athen nach Lesbos. Als Unterkunft wählte ich ein Hotel in Molyvos, im Norden der Insel, der am meisten betroffen war, sowohl vom Flüchtlingsstrom als auch von den Stornierungen.

Molyvos oder Mithimna, wie es offiziell heißt, gilt als die „Touristenhochburg“ von Lesbos.

Eine allerdings ziemlich missverständliche Bezeichnung, da sie den Eindruck von Massentourismus erweckt, den es aber weder in Molyvos noch sonst irgendwo auf Lesbos gibt. Das gesamte malerische Dorf mit seinen schmalen, steilen Gassen und der imposanten mittelalterlichen Burg (siehe neaFoni Ausgabe 11) steht schon seit Jahrzehnten unter strengstem Denkmalschutz, deshalb gibt es im Ort keinerlei störende Neubauten. Die Hotels liegen außerhalb oder am Strand unterhalb von Molyvos und stören weder das Orts- noch das Landschaftsbild.

In meinem direkt am Strand gelegenen Hotel war ich der einzige Gast, was mir trotz der Vorsaison etwas ungewöhnlich erschien. Der Hotelbesitzer meinte, er verstehe auch nicht, weshalb keine Touristen mehr kommen, die Strände seien doch alle wieder „sauber“. Zunächst war ich etwas befremdet, weil ihm bei diesen Worten das blanke Entsetzen in den Augen stand. Doch dann begriff ich, dass er nicht von irgendwelchen normalen Abfällen oder Verschmutzungen gesprochen hatte. Und auch nicht von den von den Flüchtlingen zurückgelassenen zigtausenden Rettungswesten oder den Schlauchbootteilen. Nein, er hatte an die vielen Opfer gedacht, die auf der zwar kurzen aber gefährlichen Überfahrt von der Türkei nach Lesbos ums Leben gekommen und an Land geschwemmt worden waren. Es waren so viele, dass auf dem Friedhof der Inselhauptstadt Mytilini gar nicht alle untergebracht werden konnten. Da erst wurde mir wirklich bewusst, was die Menschen von Lesbos in diesen chaotischen Monaten an Schrecklichem erleben mussten. Doch inzwischen ist der Alltag auf der Insel wieder eingekehrt. Man hat nach dem Abflauen des Flüchtlingsstroms die Ärmel hochgekrempelt, aufgeräumt und dann wieder die ursprünglichen Tätigkeiten aufgenommen. Ich hatte den Eindruck, dass die Menschen von Lesbos ohnehin von eher praktisch zupackender Natur sind und nicht zum Jammern oder zur Resignation neigen. Angesichts von Krisen lassen sie den Kopf nicht hängen, sondern suchen nach Lösungen und finden sie auch. So haben sich bereits vor Jahren, als durch die Wirtschaftskrise in Griechenland bedingt, die griechischen Urlauber auf der Insel weniger wurden, Initiativen gebildet, die mit ausgezeichneten Projekten und interessanten Ideen versuchen, den individuellen Fremdenverkehr zu fördern. Besonders rührig ist die Molyvos Tourism Association (theotheraegean.com). Diese von einigen Unternehmern aus Molyvos gegründete Vereinigung kümmert sich um Belange des Fremdenverkehrs. So hat sie zum Beispiel – unterstützt mit Mitteln der EU – Ausgrabungsstätten beschildern lassen, für eine Verbesserung der Straßenreinigung gesorgt, Wanderwege markieren und freischneiden lassen und eine Wander- und Radwegekarte auflegen lassen. Außerdem veranstaltet die Gruppe eine ganze Reihe von sportlichen Events wie das Mountainbike-Rennen, den Berglauf und eine Segelregatta. Die Initiative lässt sich aber auch von der uralten und reichen kulturellen Vergangenheit der Insel anregen, immerhin wurden dem Mythos nach die Lyra und das Haupt des ermordeten Orpheus in Lesbos an Land gespült. Außerdem stammen ja die erste und bedeutendste Dichterin der Antike, Sappho, und der geniale Sänger und Dichter Arion aus Lesbos.  So initiiert und veranstaltet die Molyvos Tourism Association auch seit einigen Jahren in jedem Sommer die Gitarrenakademie „Arion“, ein griechisches Tanzfestival und ein Festival mit griechischen Tänzen speziell für Kinder.  

Dann sind da noch die Schwestern Kiveli und Danae Dörken, die zusammen mit Dimitris Tryfon im letzten August bereits zum zweiten Mal das Internationale Musikfestival in Molyvos initiierten. Die beiden in Deutschland aufgewachsenen Musikerinnen versuchen, über die Möglichkeiten der klassischen Musik neue Perspektiven für ihre Heimatinsel zu entwickeln. Mit dem Festival verbunden ist neben den Konzerten auch ein Bildungsprogramm, das zum Ziel hat, den Kindern in den Schulen von Lesbos die klassische Musik näherzubringen. 

Abgesehen von diesen hochinteressanten Aktivitäten kann der Besucher von Lesbos

aber auch einfach von den direkt am malerischen Hafen von Molyvos gelegenen Tavernen und Cafés den Fischern beim Zusammenlegen der Netze oder bei Arbeiten an ihren Booten zuschauen und dabei leckere Gerichte genießen. Oder man kann in einer der am Strand liegenden Tavernen die unglaublich schönen Sonnenuntergänge bewundern ...

Gleich am zweiten Tag meines viel zu kurzen Aufenthalts auf Lesbos besuchte ich das nahe bei Molyvos direkt am schönen Kieselstrand an der Nordküste liegende Thermalbad Eftalou. Am Berghang oberhalb des Bades lagen wie als Mahnmal noch einige der grell orangenen Rettungswesten, aber der Badebetrieb lief normal. Nach der sehr freundlichen Begrüßung wurde mir das Bad gezeigt und der Ablauf erklärt: Zuerst nimmt man ein kurzes Bad im Meer, danach legt man sich für nicht mehr als ein paar Minuten in das 39 Grad heiße Wasser des Thermalbeckens in dem pittoresken kleinen Badehaus. Das Ganze wird einige Male wiederholt. Und wer möchte, kann danach das bereits eingetretene Gefühl der Entspannung noch durch eine Massage steigern. Wellness pur!

Nun war ich „auf den Geschmack gekommen“ und unternahm am folgenden Tag einen Ausflug zu den Thermalquellen von Polichnitos im Süden der Insel. Auf der Fahrt dorthin konnte ich am Golf von Kalloni die dort lebenden Flamingos bewundern – eine von den etwa 250 Vogelarten, die in dieser abwechslungsreichen Wasserwelt aus Sümpfen, Salinen, Bachläufen und Teichen heimisch sind. Von eigens eingerichteten Unterständen aus kann man die Vögel beobachten. In Polichnitos angekommen, folgte ich der Beschilderung zu den außerhalb des Ortes liegenden Thermalquellen. Sie zählen mit Temperaturen von über 90 Grad zu den heißesten Thermalquellen Europas. Der außerhalb des Bades liegende Quelltopf ist also aus gutem Grund mit einem Gitter umzäunt, denn eine Berührung mit dem brodelnden Wasser würde zu schweren Verbrühungen führen! In den kleinen Badehäusern aus der Zeit der Osmanen ist das Thermalwasser auf 41 Grad heruntergekühlt und es gibt separate Badebecken für Männer und Frauen. Auch hier im Bad gibt es die Möglichkeit, sich massieren zu lassen. Im angeschlossenen Bistro kann man vor oder nach dem Baden eine Kleinigkeit essen oder einen Kaffee trinken. Es ist empfehlenswert, einen kleinen Spaziergang um das Thermalbad zu machen, denn die Thermalquellen fließen hier in einen kleinen Fluss und die Mischung der Wässer sowie die Algenbildung führen zu einem faszinierenden Spiel von rötlichen, gelben, braunen, grünen und blauen Farbtönen. Ein etwas abseits vom Badehaus gelegenes größeres Gebäude war wohl ursprünglich als Kurhaus geplant, ist inzwischen aber leer und rottet vor sich hin.

Einige Kilometer von Polichnitos entfernt weist ein großes und auffälliges Schild am Straßenrand auf die „Hot Springs“ bei Lisvori hin. Einige Kilometer nach Lisvori, am Ende einer ziemlich verbesserungsfähigen Straße, fand ich dann die traurigen Reste davon: Die Quelle fließt inzwischen unter einer Betonbrücke in einen kleinen Fluss, das ehemalige Badehaus ist unter dem wuchernden Gestrüpp kaum noch auszumachen, und das „Kurhotel“ ist leer und verlassen. Wahrscheinlich liegen die Quellen von Lisvori leider doch zu weit abseits, um für Besucher attraktiv zu sein …

Einen ganz anderen Eindruck macht das wenige Kilometer von der Inselhauptstadt Mytilini direkt am Golf von Geras gelegene Thermalbad. Das „Kurhaus“ mit seinem Café und das Bad wurden behutsam saniert und sind – wohl durch die Nähe zur Inselhauptstadt – gut besucht. Auch hier gibt es für Männer und Frauen separate Badebecken. Und wer möchte, kann sich nach dem Bad im ca. 40° heißen Thermalwasser im Meer abkühlen. Oben am Parkplatz hängen neben einer Kapelle allerlei Kleidungsstücke an einem Baum – vermutlich eine moderne Form von „Weihegaben“ als Dank für die durch das Thermalwasser erzielten Heilwirkungen.

Ein absolutes „Muss“ für jeden naturinteressierten Besucher auf Lesbos ist natürlich der „Versteinerte Wald“ bei Sigri, im Südwesten der Insel. Schon die Fahrt nach Sigri ist ein Erlebnis, denn hier ist die Landschaft im Gegensatz zum grünen, bewaldeten Rest der Insel äußerst karg. Dort stehen keine Bäume, die Hügel vulkanischen Ursprungs sind nur spärlich bewachsen und ähneln fast einer Mondlandschaft. Wie direkt aus dem Felsen gewachsen thront das Kloster Ipsilou auf der Spitze eines Vulkankegels. In und um Sigri und auch auf der vorgelagerten Insel Nisiopi (Megalonisi) kann man in mehreren Naturparks in der Nähe Millionen Jahre alte Bäume bewundern. Der große Wald, der hier vor etwa 20 Millionen Jahren stand, wurde durch Vulkanausbrüche völlig mit Asche und Gesteinsmassen zugedeckt. Das in den Vulkanablagerungen fließende, kieselsäurehaltige Grundwasser verwandelte die Pflanzen nach und nach in Stein, der aber bis in die anatomische Feinstruktur die Form der Pflanzen, Blätter, Zweige und Bäume behalten hat. Faszinierend ist auch der Farbenreichtum, der durch diesen Versteinerungsprozess entstanden ist. In einem eigens eingerichteten Museum in Sigri kann man mehrere dieser versteinerten Bäume bewundern und wird sehr anschaulich über die geohistorische Entwicklung der Ägäis informiert.

Lesbos hat noch sehr viel mehr zu bieten, das einen Besuch lohnt: sehenswerte alte Klöster, idyllische Bergdörfer, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, archäologische Ausgrabungsstätten, verschiedene Museen wie z. B. das Ouzo-Museum in Plomari und ein Olivenöl-Museum, um nur einige zu nennen. Manche der Sehenswürdigkeiten von Lesbos wurden bereits in neaFoni, Ausgabe 04 beschrieben. Und auch weitere Thermalquellen gibt es, die ich leider während meines viel zu kurzen Aufenthalts auf Lesbos nicht mehr besuchen konnte. Aber ich sage lieber „Ich konnte all diese interessanten Plätze NOCH nicht besuchen. Denn eines wusste ich beim Abschied von dieser faszinierenden Insel ganz sicher: Ich werde bald wieder kommen!

9 Bilder für das Keyword Lesbos Bauer gefunden.

Der Versteinerte Wald von Sigri auf Lesbos ist ein Unesco-Geopark und Weltkulturerbe, vor etwa 20 Mio. Jahren bedeckte ein Vulkanausbruch die Bäume, wodurch sie gut erhalten blieben. The Petrified Forest of Lesvos is a Unesco Geopark and World Heritage Site, where a large area of trees was covered by volcanic ash some 20 million years ago and was thereby preserved. Σε μία προστατευόμενη περιοχή 150. 000 τ. μ. στο Σίγρι της Λέσβου βρίσκεται το Απολιθωμένο Δάσος με απολιθωμένοι κορμούς από πεύκη, σεκόια, πλατάνια, δρυς, οξιές, φοίνικες, κυπαρίσσια, και άλλα. Christa Bauer
Flamingos, Golf von Kalloni, Lesbos Christa Bauer
Flamingos, Golf von Kalloni, Lesbos Christa Bauer
Die autofreie Kleinstadt Mithymna, auch Molyvos genannt, an der Nordküste der Insel Lesbos, hat viele kleine Treppengassen am Berg und das Zentrum wirkt fast mittelalterlich (Stadt und Burg). The car-free town of Mithymna, also known as Molyvos, in the north of the island of Lesvos has many small lanes with stairs on the mountain and its centre appears almost medieval (town and castle). Η Μήθυμνα ή ο Μόλυβος είναι ένας παραδοσιακός οικισμός της Λέσβου, βρίσκεται στη βορειοδυτική ακτή του νησιού, χτισμένος κάτω από επιβλητικό κάστρο, με μικρό λιμάνι για ψαροκάικα και ιστιοπλοϊκά. Christa Bauer
Die autofreie Kleinstadt Mithymna, auch Molyvos genannt, an der Nordküste der Insel Lesbos, hat viele kleine Treppengassen am Berg und das Zentrum wirkt fast mittelalterlich (Stadt und Burg). The car-free town of Mithymna, also known as Molyvos, in the north of the island of Lesvos has many small lanes with stairs on the mountain and its centre appears almost medieval (town and castle). Η Μήθυμνα ή ο Μόλυβος είναι ένας παραδοσιακός οικισμός της Λέσβου, βρίσκεται στη βορειοδυτική ακτή του νησιού, χτισμένος κάτω από επιβλητικό κάστρο, με μικρό λιμάνι για ψαροκάικα και ιστιοπλοϊκά. Christa Bauer
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