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Tierschutzverein - Förderverein APAL Kreta e.V.

  725 Wörter 3 Minuten
2017-08-26 2017-08-26 26.08.2017 251 × gelesen

Ein sehr beeindruckendes Projekt hatte in diesem Sommer Geburtstag: der Förderverein APAL Kreta e.V. Kaiserslautern [ENA] durfte am 06.07.13 sein einjähriges Jubiläum feiern. Seit dem 24.06.2012 besteht jetzt der Förderverein APAL Kreta e.V. mit Sitz in Kaiserslautern. Die Mitglieder sind jedoch bundesweit vertreten. Ziel des Vereins ist die praktische und finanzielle Unterstützung der Tierschützer von APAL (Animal Protection and Lifeline) in Plakias (Finikas, Kreta). APAL («a pal», im englischen «guter Freund») Animal-Protection-And-Lifeline-Finikas ist eine kleine Gruppe, im Kern vornehmlich deutscher, in Kreta ansässiger Tierschützer und sprüht förmlich voller guter Ideen und Tatendrang.

Aktiv seit 2005, in dieser Form organisiert seit 2009, hat die Gruppe es geschafft, ein beeindruckendes Netzwerk aus aktiven Helfern, Mitgliedern, Flugpaten, Pflegestellen, Tierärzten und Spendern aufzubauen, um den Hunden und Katzen vor Ort zu helfen.

Was macht der Verein genau? Der Förderverein unterstützt die in Kreta ansässigen Tierschützer bei ihrer Arbeit. So werden unter anderem Spenden für die diversen Tierschutzprojekte von APAL auf Kreta gesammelt. Hervorheben möchten wir hierbei das sogenannte Hundehüttenprojekt: Auf Kreta leben viele Kettenhunde, die lediglich an einer Stange befestigt, Grundstücke bewachen müssen. Ohne Sonnenschutz fristen sie ihr Dasein. APAL baut für diese Hunde Hundehütten und stellt diese auf. Regelmäßig fahren Mitglieder von APAL diese Stellen ab und geben den Hunden Trinkwasser und Futter. Außerdem werden die Tiere medizinisch versorgt mit Flohhalsbändern, Wurmkur und Ohrenreinigung. 

Die Tierschützer vermitteln auch Hunde nach Deutschland. Deshalb werden für den Transport von Hunden von Kreta nach Deutschland ständig sogenannte Flugpaten gesucht. Die Leute von APAL treffen sich mit den Flugpaten auf Kreta am Flughafen, helfen den Flugpaten beim Einchecken der Tiere und übergeben den Flugpaten danach die Papiere. In Deutschland angekommen, müssen die Flugpaten lediglich die Tiere von der Fluggesellschaft in Empfang nehmen. Auf dem Flughafen nehmen dann deutsche Helfer die Tiere und die Papiere sofort in Empfang. Für die Flugpaten also fast keine Arbeit. Der Verein fliegt auch Tiere aus, denen auf Kreta tiermedizinisch nicht adäquat geholfen werden kann. 

Auch in der Schweiz gibt es seit ein paar Wochen einen Verein zur Unterstützung von APAL. Passend zum einjährigen Jubiläum trafen sich die Mitglieder und Freunde des Fördervereins APAL Kreta e.V. am 06.07.2013 in Gerlingen (bei Stuttgart) zu ihrem ersten Sommerfest. Aus der gesamten Bundesrepublik und aus der Schweiz sind hierzu die Leute angereist. 

Etwas Einblick nehmen in die Arbeit von APAL Kreta e.V. durften wir am 28.07.13, als wir zwei ehrenamtliche Helfer des Fördervereins APAL Kreta e.V. zum Stuttgarter Flughafen begleiteten. Dort nahmen sie drei Hunde in Empfang, die von sogenannten Flugpaten von Kreta nach Deutschland gebracht wurden. 

Sehr von Interesse war natürlich, in welch einem Zustand die Tiere hier ankommen. Die Maschine aus Heraklion landete 20 Minuten früher als geplant in Stuttgart. Nach weiteren 20 Minuten kamen die Flugpaten mit den drei Transportboxen aus dem Ankunftsbereich heraus. Alle drei Hunde machten einen fitten Eindruck. Sie hatten genügend zum Trinken in den Transportkisten. Die Transportkisten waren auch ausreichend mit Decken ausgepolstert. Nach Übergabe aller Papiere für die Hunde, waren die Flugpaten auch schon wieder entlassen. Deren einzige Arbeit in Stuttgart war es, die drei Transportkisten in Empfang zu nehmen und aus dem Ankunftsbereich des Flughafens zu bringen. 

Für die Leute von APAL beginnt jetzt die Arbeit. Transport der Hunde zur Übernachtungsstelle. Weitertransport der Hunde zu ihren Pflegestellen. Und dann die wichtigste Arbeit, das Vermitteln der Tiere an ihre sogenannten Endstellen. Bei einem Zwischenstopp haben wir uns über den Zustand der Hunde nochmals einen guten Eindruck verschaffen können. Alle drei tollten (zwar angeleint) munter im Garten herum.

Für die Fortsetzung dieser wichtigen Aufgaben ist APAL jede Unterstützung willkommen. Denn durch die desolate wirtschaftliche Situation Griechenlands und die dreimalige Erhöhung der Mehrwertsteuer auf inzwischen 23%, ist alles teurer geworden: Die Preise für Benzin und die Fluggebühren für das Ausfliegen der Tiere haben sich seit diesem Jahr verdoppelt. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Tiere ins Ausland zu vermitteln. Für die Tiere bedeutet dies jedoch einen erheblich längeren Aufenthalt auf Kreta und in Folge höhere Kosten für Unterbringung und Pflege. Täglich wird APAL überhäuft mit Anfragen zur Aufnahme, Pflege und Vermittlung von verletzten, ausgesetzten und kranken Tieren.

APAL hat sich daher zum Ziel gesetzt, auch in Deutschland um Unterstützung und Mithilfe zu bitten, damit ein großartiger Traum in Erfüllung gehen kann: eine funktionierende, flächendeckende Tierschutzarbeit mit dem Schwerpunkt der Kastration und die Hilfe für den Überlebenskampf der bestehenden Streunertiere!

Mehr Informationen erhalten Sie unter:
www.apal-kreta.de
www.finikas.de

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