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Ein Land in Not

  2.677 Wörter 10 Minuten
2017-03-25 2017-03-25 25.03.2017 483 × gelesen

Vor etwa einem Monat befand ich mich mit Besuch aus Deutschland auf Tour in Nordwestgriechenland, eine der schönsten Regionen des Landes. In den dort meist dicht bewaldeten Berglandschaften sind immer noch Braunbären anzutreffen und die Prespa-Seen am Dreiländereck mit Albanien und der Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien dienen unzähligen Pelikanen und anderen Vögeln als Heimstatt. Auf dem Weg von Kastoria nach Ioannina führt einen die Straße durch Berge, Schluchten und fruchtbare Täler. Einen gesonderten Besuch statteten wir der imposanten Vikosschlucht nordöstlich von Ioannina, ab. Es handelt sich um eine der tiefsten Schluchten Europas, durch die sich, wenn es genug geregnet und geschneit hat, reißend der Voidomatis-Fluss schlängelt. Klingt wunderbar, nicht wahr? So wunderbar, dass die Sache bestimmt einen Haken hat, und zwar in der Form einer Kippenschachtel und einer Plastikflasche.

Wer schon einmal in Griechenland war, der weiß, dass dort selbst in den schönsten Landschaften eine Menge Müll zu finden ist. Darum war ich erstaunt, z.B. in der von vielen Wanderern frequentierten Vikosschlucht und anderen Gegenden so wenig Abfall herumliegen zu sehen. Sogar die sonst überall herumliegenden Zigarettenstummel waren vergleichsweise wenig. Der Grund für diese erstaunliche Sauberkeit war vielleicht, dass so manche Felsspalte am Wegesrand zur Sammelstelle für Zigarettenschachteln, Plastikflaschen, Tüten umfunktioniert worden war. Wer sich nun fragt, wie man in einer solch wunderbaren Landschaft seinen Unrat einfach wild entsorgen kann, dem hilft vielleicht folgende Geschichte. Am Ausgang des Aoos-Flusstals hörte ich den Fahrer eines Geländewagens, der mit seiner Familie einen Ausflug dorthin gemacht hatte. Als er keinen Müllcontainer fand - auch dies übrigens ein bekanntes Problem in so manch ländlicher Gegend - beschwerte der Mann sich lautstark, dass man zwar gesagt bekomme, man solle seinen Abfall nicht wahllos in die Gegend werfen, doch gebe es keine Mülleimer, um es den Menschen einfacher zu machen. Der Gedanke, seinen Abfall eben bis zum nächsten Ort zu fahren, wo bestimmt eine Mülltonne steht, ist ihm hoffentlich gekommen, bevor sein Instinkt „aus dem Fenster werfen!“ rufen konnte.

Umweltschutz und die damit verbundenen Dinge befinden sich in Griechenland leider immer noch in den Kinderschuhen. Nicht, dass es an Organisationen und Vereinen zum Schutz von Flora und Fauna fehlt. Bis vor nicht allzu langer Zeit fehlte es einfach an politischem Willen. Dazu kommt die Mentalität der Menschen, die sich der Wichtigkeit des Umweltschutzes nicht bewusst sind. Leider sind dies noch sehr viele. Jede Straße mit etwas größerem Verkehrsaufkommen wird von Abfall gesäumt; viele Abhänge werden als wilde Müllhalden benutzt; Strände verkommen in der Nebensaison zu Sammelplätzen für Abfall, den Schiffscrews ins Meer werfen und die jeweilige Gemeinden erst wieder entfernen, wenn das Wetter im Frühjahr wieder zum Baden ist und Touristen erwartet werden. Interessant fand ich in dieser Hinsicht das Gespräch mit einem deutschen Rentnerpärchen, das wir an den Prespa-Seen getroffen haben. Die beiden waren seit Wochen mit ihrem Campervan in Griechenland unterwegs und erzählten frustriert davon, wie sie bei jedem Campingplatz erst einmal mit einer großen Mülltüte bewaffnet den herumliegenden Unrat einsammelten, um etwas Sauberkeit zu schaffen.

Derweil hat das Thema der wilden Müllhalden in den letzten Jahren nicht nur griechische und ausländische Umweltfreunde sondern auch die Europäische Union auf den Plan gerufen. Die Anzahl der wilden Deponien ging vor einigen Jahren in die Tausende, etwa 1.500 waren letztes Jahr noch übrig. Bis Ende dieses Jahres ist Griechenland verpflichtet, die illegalen Halden zu schließen, um die von der EU vorgesehenen Geldstrafen nicht zahlen zu müssen. Schon jetzt löhnt Griechenland täglich mehrere tausend Euro für die Kouroupitos-Halde auf Kreta, die schon seit vielen Jahren geschlossen worden sein sollte. Eins der größten Probleme stellt die Mülldeponie von Athen bei Ano Liossia dar. Schon seit Jahren wird vor ihrer Überlastung gewarnt, denn anstatt der ursprünglich geplanten 500 Tonnen werden dort pro Tag etwa 6.000 Tonnen Abfall abgeladen. Auch die vorläufige Sekundärhalde bei Fyli reicht nicht aus, um mit dem Athener Müll fertig zu werden. Daher sind seit Jahren drei neue Deponien, sogenannte Orte Sanitärer Müllentsorgung, geplant, in Fyli, Keratea und Grammatiko. Die jahrelangen Proteste seitens der Einwohner dieser Gegenden haben die Regierungen von PASOK und Nea Dimokratia bislang nicht berührt. Vor allem die geplante Deponie bei Grammatiko ruft die Leute auf den Plan, soll sie doch an der Stelle des Flugzeugunglücks mit einer Boeing der Fluggesellschaft Helios aus dem Sommer 2005 mit 121 Toten konstruiert werden, in einer der letzten grünen Gegenden Attikas und nur wenige Kilometer vom Marathonstausee entfernt, der 25 % des Athener Trinkwasserbedarfs deckt. Wenngleich die Proteste in Attika aus Gründen der Wasserköpfigkeit der griechischen Gesellschaft und der griechischen Medien öffentlichkeitswirksamer sind, wehren sich die Einwohner auch in anderen Regionen Griechenlands, wo solche sanitären Mülldeponien geplant sind. So beispielsweise auf Korfu, wo etwa 300 Meter von der Ortsgrenze von Lefkimmi eine solche Halde konstruiert werden soll. Unlängst kam dort bei Auseinandersetzungen mit Sondereinheiten der Polizei sogar eine Anwohnerin ums Leben. Auch bei Karvounari zwischen Parga und Ioannina soll mitten im sattesten Grün und nur wenige hundert Meter vom Dorf eine Deponie angelegt werden. Die Einwohner des kleinen Ortes wehren sich auch hier mit allen Mitteln. Die offensichtliche Problematik besteht in der Nähe zu Siedlungen sowie den Auswirkungen auf die Natur. Doch ein weiteres Problem, auf das die Protestkampagnen in allen Fällen hinweisen, ist dass diese sanitären Deponien in der Theorie und in organisierten Staaten Westeuropas vielleicht funktionieren, doch davon könne und dürfe man in einem Land wie Griechenland nicht ausgehen. Ein Beispiel dafür ist die sanitäre Deponie auf der Insel Leipsi im Dodekanes, die aufgrund fehlender Maschinerie für die umweltfreundliche Müllentsorgung jahrelang außer Betrieb war und eventuell immer noch ist.

Auch wenn die noch bestehenden wilden Müllkippen geschlossen werden, ist es wahrscheinlich, dass die in vielen Fällen sicherlich kaum als Deponien registrierten, aber als solche fungierenden Abhänge an Straßen und Wegen vielerorts weiter bestehen werden. Erstaunlich ist der Fall einer wilden Müllhalde auf Andros, die auf dem Gelände einer archäologischen Stätte mit Ruinen aus archaischen, römischen und anderen Zeiten besteht. Seit Jahren kämpfen lokale Einwohner gegen diese von den Gemeinden der Insel benutzte Deponie, die jedoch vor einigen Jahren sogar vom Zentralen Archäologischen Rat Griechenlands eine Betreibungslizenz für ein weiteres Jahr bekam, obwohl seit 1997 eine Entscheidung des Staatsrates besteht, mit der die Deponie als illegal bezeichnet wird.

Wilde Müllkippen führen zu erhöhter Brandgefahr, gehen davon im Sommer doch immer wieder Feuer aus, die allzu oft in verheerende Großbrände mutieren. Letztere sind eine weitere Plage für die griechische Pflanzen- und Tierwelt. Es vergeht kein Sommer, in dem nicht Dutzende, Hunderte oder Tausende von Bränden den natürlichen Reichtum Griechenlands dezimieren. Gründe dafür sind nicht nur auf wilden Müllhalden zu suchen. Achtlos weggeworfene, noch glühende Zigarettenstummel haben schon Tausende von Hektar Wald zerstört. Ebenso scheinen immer wieder diverse Brandstifter am Werk zu sein. Jeder Grieche denkt dabei an Hirten, die mehr Weideland für Schafe und Ziegen schaffen wollen; an Cannabisbauern, die ihre Plantagen verbrennen wollen, bevor die Polizei sie entdeckt; an dubiose Entwicklungen, in denen Wälder brennen und einige Monate später dort Häuser, Hotelanlagen und Straßen in den nun aus der Kategorie der zu schützenden Waldflächen fallenden Regionen entstehen. Die größte Feuer-Tragödie erlebte Griechenland im vergangenen Sommer, als vor allem auf dem Peloponnes, auf Euböa, aber auch in anderen Gegenden mehr als 250.000 Hektar Land verbrannten, über 60 Personen und zehntausende von Tieren ums Leben kamen. Von den unzähligen der Feuersbrunst zum Opfer gefallenen Dörfern und den Landwirten, die ohne Lebensunterhalt geblieben sind, ganz zu schweigen. Die Regierung sprach von einem organsierten Plan in- oder ausländischer Terroristen, musste diese Feststellung jedoch sofort aus dem Verkehr ziehen, als man merkte, dass dies dem Image Griechenlands schade. Böse Zungen sprechen unter anderem von Bränden entlang der geplanten Strecke einer neuen Autobahn, die von Patras über Pyrgos nach Kalamata führen und mit der auf dem letzten Stück im Bau befindlichen Autobahn Korinth-Tripolis-Kalamata verbunden werden soll. Das erinnert mich an die Geschichte, die ich von lokalen Einwohnern über den Bau der Anbindung von Chalkida auf Euböa ans nationale Autobahnnetz erzählt bekommen habe. Die Arbeiten waren durch Protestaktionen verzögert worden, bis eines Sommers ein Brand entlang der nun in Bau befindlichen Straße das Thema beendete.

Umweltverschmutzung in Griechenland betrifft leider nicht nur wilde Mülldeponien und Brände, sondern auch die staatliche Elektrizitätsgesellschaft DEI, deren Stromkraftwerke in Nordgriechenland, aber auch bei Megalopoli auf dem Peloponnes zu den größten Sündern Europas gehören. Der Tagebau, durch den sie gespeist werden, belastet die in der Gegend ansässigen Menschen enorm, alle Formen von Krebs feiern dort ihre tödliche Party. Etwa 40 % der national anfallenden Luftverschmutzung geht Statistiken zufolge direkt auf die Kappe der DEI, der vor einiger Zeit eine Strafe von 1 Mio. Euro auferlegt wurde. Seitdem hat der Verbraucher eine Stromkostensteigerung über der Inflationsrate hinnehmen müssen. Leider ist in der Industrie die Wichtigkeit des Umweltschutzes noch nicht so weit durch die Rauchschwaden aus den Schornsteinen und das verseuchte Grundwasser gedrungen, als dass man auf baldige Besserungen hoffen kann. Neben dem nationalen Verschmutzer DEI sind im ganzen Land viele kleinere Unternehmen für die Verseuchung von Luft und Grundwasser, von Naturschutzgebieten, Bächen, Flüssen und Meer verantwortlich. Zwei bekannte Beispiele sind der Kifissos-Fluss bei Athen, der mehr Abwasser als sonst etwas führt, sowie eine Region Böotiens, in der sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Hunderte Unternehmen angesiedelt haben und Luft, Grundwasser, Flüsse wie der Asopos und das Meer extrem belastet sind. Die Proteste der Einwohner von Oinofyta, Sykamino, Aulis, Theben, Oropos, Dilesi, Koropi und Chasia und der involvierten Umweltschutzorganisationen sind massiv, stoßen aber bislang auf wenig guten Willen bei den involvierten Unternehmen und Behörden. Die in den letzten drei Jahren auferlegten Geldstrafen in Höhe von rund zwei Mio. Euro haben an der bestehenden Situation bislang nichts geändert.

In Gefahr befinden sich landesweit viele Seen und Stauseen. Sinkende Regen- und Schneemengen, steigende landwirtschaftliche Wassernutzung sowie die Entsorgung von Müll und Abwasser sind dafür verantwortlich. Ein besonders schmerzhaftes Beispiel ist der Koroneia-See bei Thessaloniki. Inzwischen auf ein Minimum seiner ursprünglichen Größe geschrumpft, ist sein Wasser inzwischen so vergiftet, dass das Baden, Fischen und Jagen verboten ist. Und das, obwohl seit 10 Jahren Pläne bestehen, wie dieses unter Naturschutz stehende Gebiet gerettet werden kann. Pläne, die nicht in die Tat umgesetzt worden sind. Problematisch ist die Situation auch in den Grenzseen Doirani, sowie am Kleinen und Großen Prespa-See, wo der Wasserspiegel innerhalb weniger Jahre dramatisch gesunken ist. Schuld daran sind übertriebene Nutzung zur Bewässerung von Feldern sowie sinkende Regen- und Schneemengen.

Das Thema Bewässerung ist auch in Thessalien an der Front der Probleme, ist doch der Grundwasserpegel in den letzten Jahren in Verbindung mit weniger Regen- und Schneemengen um Meter gesunken. Wer einmal durch diese Region gefahren ist, der wird erstaunt entdecken, dass viele Landwirte ihre Felder oft bei sengender Hitze zur Mittagszeit bewässern. Der Zusammenhang zwischen Hitze und Verdunstungsrate, ganz zu schweigen von der Belastung der Pflanzen durch den Lupeneffekt der Sonne auf den Wassertropfen, scheint diesen Menschen noch nicht bewusst geworden zu sein.

Auch die Belastung vieler griechischer Gegenden durch den allsommerlichen Massentourismus ist enorm. Auf vielen Ägäisinseln, die in der Nebensaison nur wenigen tausend Menschen als Heimat dienen, kommen im Sommer Zig-Tausende Menschen zusammen. Das hat einen riesigen Anstieg im Wasserverbrauch und in der Müllproduktion zur Folge. Dazu kommen Erosion und Karstbildung durch fehlenden Ackerbau und natürlich eine stetig steigende Bautätigkeit. Die Inseln leiden, doch muss ein Gleichgewicht gefunden werden, da viele Einwohner vom Tourismus leben, der jedoch ausbleiben wird, falls die Inseln in Müll und Beton ersticken und an Wassermangel vertrocknen.

In vielen Fällen werden wirtschaftlich eventuell gewinnbringende Projekte in umwelttechnisch besonders sensiblen Gegenden platziert. Außer bei denjenigen, die direkt davon profitieren, dürfte die Reaktion der Menschen, die von diesen Projekten erfahren, Klatschgeräusche beinhalten - hervorgerufen durch das schwungvolle Landen der flachen Handfläche auf ihrer Stirn. So zum Beispiel auf Kreta und bei Elafonissos. Auf Kreta sind gleich zwei riesige Projekte in Planung, deren Verwirklichung Umweltschutzorganisationen zufolge unheimliche Auswirkungen auf die Umwelt haben wird. Es handelt sich um den geplanten Containerhafen bei Tymbaki an der Südküste (Siehe neaFon 0?/2007), der vor allem für chinesische Waren als Umschlagplatz fungieren soll. Da ist es vielleicht egal, dass in der Nähe einer der letzten Brutplätze der vom Aussterben bedrohten Wasserschildkröte Caretta Caretta am Komou-Strand besteht, der von der EU als Naturschutzgebiet eingestuft wurde. Ebenso egal scheint den involvierten Behörden die Umweltbelastung für Kavo Sidero am östlichen Rand Kretas zu sein, wo sechs Touristendörfer mit 7.000 Betten, 730 Swimmingpools, drei Golfplätzen, ein Jachthafen sowie eine Meerwasserentsalzungsanlage entstehen sollen. Die Region von Kavo Sidero ist bis auf ein Kloster unbesiedelt, gänzlich ohne Grundwasserreserven und beheimatet den in Europa einzigartigen Palmenwald an der Bucht von Vai. Kavo Sidero steht im Rahmen des Programms Natura 2000 unter Naturschutz.

Erstaunliche Ideen haben die Behörden auch gegenüber von Elafonissos. Dieses vor der Küste von Lakonia und in Sichtweite von Kythira liegende Inselchen ist wegen seiner malerischen Strände in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Touristen geworden. In einem Abstand von wenigen hundert Metern sollen gegenüber des kleinen Hauptörtchens inmitten eines unter Naturschutz stehenden Gebiets ein Stromkraftwerk errichtet werden. Dazu ist der Bau eines Hafens geplant, in dem Flüssiggas entladen werden soll. Fangverbot für Fischer? Das dortige Biotop beinhaltet einen See, der 132 Vogelarten als Heimat dient.

Dieser Artikel hat viele negative Dinge angesprochen, die das Thema Umweltschutz in Griechenland betreffen. Dinge, die den werten, dieses Land liebenden Lesern bestimmt genauso auf dem Herzen liegen wie mir. Um nicht unfair zu sein, möchte ich auch die positiven Entwicklungen ansprechen. So z.B. die steigende Recycling-Rate, die momentan bei etwa 20 % liegt. Das ist im europäischen Vergleich zwar Schlusslichtpotential, aber immerhin tut sich endlich etwas. In vielen Gemeinden stehen den Bürgern blaue Container zur Verfügung, die für recyclebare Artikel vorgesehen sind. Die Trennung von Glas, Papier usw in 20 verschiedene Behälter, Tüten und Tonnen wie mancherorts in Deutschland wird uns zwar noch nicht zugemutet, aber man kann davon ausgehen, dass dies in den nächsten Jahren auch hier Einzug halten wird. Weiterhin gibt es in Griechenland inzwischen Unternehmen, die Waschmaschinen, Kühlschränke und andere elektrische und elektronische Geräte, aber auch Fahrzeuge und deren Komponenten recyclen. Man kann nur hoffen, dass die Recyclegüter nicht wegen fehlender Infrastruktur oder der Gewinnlust der Betreiber auf den normalen Müllhalden enden.
Was Kampagnen zum Umweltschutz betrifft, so sind sie nicht mehr auf entsprechende Organisationen oder Vereine beschränkt, die schon seit Jahren auf diesem Gebiet aktiv sind, aber nur schwer die breite Masse der Leute berühren. In den Medien gibt es immer mehr Aufrufe, Sendungen und Berichte über das Thema Umweltschutz und auch die politischen Parteien, besonders diejenigen des linken Spektrums, scheinen aktiver zu werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis der Parlamentswahlen im September 2007 nach den verheerenden Bränden im vergangenen Sommer. Die Partei der Ökologen-Grünen, ein Mitglied der Europäischen Grünen, erreichte bei ihrem ersten Auftritt bei nationalen Parlamentswahlen über 1 %, obwohl man in den Medien kaum etwas von ihnen sah oder hörte. Bei Umfragen liegen die Ökologen-Grünen derzeit bei 1,5 bis 2 %. Die Grenze für den Einzug ins Parlament liegt bei 3 %. Auch in der Welt der Unternehmen hat man den Braten gerochen und es ist inzwischen Mode geworden, “grün“ zu sein. Schmunzeln lässt einen der Fall einer Firma, die mit einem “grünen“ Slogan auf Englisch (!) Mineralwasser in den altbekannten Plastikflaschen verkauft. Es ist zwar wirklich “so easy being green“, vor allem wenn man es bisher überhaupt nicht war, doch käme der Slogan auf Griechisch vielleicht besser bei den Verbrauchern an, die die geleerte Flasche traditionsgemäß eventuell auf der nächsten Grünfläche oder im Restmüll entsorgen würden, statt sie zu recyclen.

Alles in allem bleibt leider der Eindruck, dass noch sehr viel getan werden muss, um die schönen Landschaften Griechenlands sowie die bestehende Tier- und Pflanzenwelt für die kommenden Generationen zu retten. Wichtig ist es vor allem, den Kindern den Umweltschutz auf effektive Weise beizubringen. Wenn dies klappt, ist zu erwarten, dass sie als Erwachsene anders mit ihrem Land umgehen als viele ihrer Eltern und Großeltern vor ihnen. Vielleicht sind dann die Felsspalten im Aoos-Tal keine Mülleimer mehr und deutsche Rentner mit Campervan müssen in der Nebensaison nicht mehr auf eigene Faust die Campingplätze vom Unrat befreien. Bis dann muss man hoffen, dass die gegenwärtige Vergewaltigung der griechischen Natur so stark reduziert wird, dass diese sich auch aus eigener Kraft zumindest zum Teil regenerieren kann. Ansonsten: Καληνύχτα - Gute Nacht!

7 Bilder für das Keyword Caretta gefunden.

Die vom Aussterben bedrohte Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) ist die bekannteste Meeresschildkröte, deren Rückenpanzer bis zu 120 cm lang wird, und die bis zu 110 kg schwer werden kann (Reptilien). The loggerhead sea turtle (Caretta caretta) is the most well-known oceanic turtle, which eats jellyfish, crabs and seaweed, the mature females often swim thousands of miles to lay their eggs. Η χελώνα καρέτα αποτελεί ένα από τα πιο εμβληματικά είδη των ελληνικών θαλασσών,είναι συγκριτικά μικρή σε μήκος σώματος 75-100 εκ. και βάρος 100-135 κιλά, και ζει έως 100 χρόνια. Sahar F. Kratz
Die vom Aussterben bedrohte Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) ist die bekannteste Meeresschildkröte, deren Rückenpanzer bis zu 120 cm lang wird, und die bis zu 110 kg schwer werden kann Reptilien). The loggerhead sea turtle (Caretta caretta) is the most well-known oceanic turtle, which eats jellyfish, crabs and seaweed, the mature females often swim thousands of miles to lay their eggs. Η χελώνα καρέτα αποτελεί ένα από τα πιο εμβληματικά είδη των ελληνικών θαλασσών,είναι συγκριτικά μικρή σε μήκος σώματος 75-100 εκ. και βάρος 100-135 κιλά, και ζει έως 100 χρόνια. Sahar F. Kratz
Das Archipelagos Institut ist eine gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation, die sich u. a. um die Artenvielfalt der griechischen Meere und Inseln kümmert, Pythagorio auf der nordägäischen Insel Samos. The Archipelagos Institute of Marine Conservation is a non-profit, non-governmental organization committed to researching and defending the biodiversity of the Greek seas and islands, Pythagorio on the North Aegean island of Samos. Ινστιτούτο Θαλάσσιας Προστασίας Αρχιπέλαγος, Πυθαγόρειο Σάμος. Archipelagos Institute of Marine Conservation Samos
Das Archipelagos Institut ist eine gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation, die sich u. a. um die Artenvielfalt der griechischen Meere und Inseln kümmert, Pythagorio auf der nordägäischen Insel Samos. The Archipelagos Institute of Marine Conservation is a non-profit, non-governmental organization committed to researching and defending the biodiversity of the Greek seas and islands, Pythagorio on the North Aegean island of Samos. Ινστιτούτο Θαλάσσιας Προστασίας Αρχιπέλαγος, Πυθαγόρειο Σάμος. Archipelagos Institute of Marine Conservation Samos
Das Archipelagos Institut ist eine gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation, die sich u. a. um die Artenvielfalt der griechischen Meere und Inseln kümmert, Pythagorio auf der nordägäischen Insel Samos. The Archipelagos Institute of Marine Conservation is a non-profit, non-governmental organization committed to researching and defending the biodiversity of the Greek seas and islands, Pythagorio on the North Aegean island of Samos. Ινστιτούτο Θαλάσσιας Προστασίας Αρχιπέλαγος, Πυθαγόρειο Σάμος. Archipelagos Institute of Marine Conservation Samos
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