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Sue Papadakos: Sponge Divers - The legendary fishermen of the Aegean

  2.730 Wörter 10 Minuten
2016-08-19 2017-04-24 19.08.2016 600 × gelesen

Ein ebenso bedeutender wie exklusiver Sammlerband ist beim Militos Verlag erschienen. Es handelt sich um den neuen eindrucksvollen Photoband der bekannten Autorin und Photographin Sou Papadakos mit dem Titel “Sponge Divers The legendary fishermen of the Aegean”. In diesem ergreifenden Dokument sind alle Phasen des Entwicklungsweges der Schwammfischerei festgehalten: angefangen beim nackten Taucher, der mit dem Stein ins Wasser eintaucht, bis hin zum modernen Taucher mit dem Spezialanzug und dem Atemgerät. In Wort und Bild findet man einen umfassenden Überblick über die Schiffstypen, die bei der Schwammtaucherei zum Einsatz kamen, die Rituale, die den Aufbruch, die Rückkehr, vor allem aber die „Ernte“ dieses Meeresprodukts am Meeresboden begleiteten, die über ein Jahrhundert hinweg eine griechische Exklusivität dargestellt hat.
Es stellt sicherlich ein historisches Novum dar, dass eine berufliche Aktivität - die Schwammfischerei -, die auf der Unwissenheit sogar der grundlegendsten Gesetze basierte, die sie charakterisieren - mit größtenteils zerstörerischen und bisweilen sogar tödlichen Konsequenzen -, statt im Laufe der Zeit zu verschwinden, dieser stand hielt und eine weltweit einzigartige Tradition begründete.
Sieben Jahre, nachdem die Reportage der Autorin über die Schwammtaucher im Rahmen einer großen Schwerpunktserie mit dem Titel „Bedrohte Kulturen“ in der griechischen Ausgabe der National Geographic veröffentlicht worden ist, präsentiert der Militos-Verlag mit berechtigtem Stolz und Verantwortungsbewusstsein diesen exklusiven Photoband, der einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und Bewahrung eines wesentlichen Bestandteils der griechischen Kultur leistet.

Der Band ist im Format 33,5 x 43 Zentimeter und in einer handgemachten Schutzhülle erschienen, während der Umschlag mit einem besonderen Buchbinderstoff überzogen und mit Golddruck verziert ist.

Der gesamte Aufbau der Ausgabe besticht durch besondere Originalität. Die Erzählung beginnt nicht wie gewöhnlich mit Textelementen, sondern auf photographischem Wege, d. h. mit beeindruckenden Aufnahmen vom Land und der Meerestiefe. Die Ausführungen zur Identität des Buches, die „einleitenden“ Anmerkungen der Verleger, die Danksagungen, aber auch der kommentierende Text der Autorin über das „Wie und Warum“ folgen am Ende des Bandes. Insofern liegt es ganz eindeutig auf der Hand, dass es Sue Papadakos darum ging, der bildlichen Darstellung den Vorrang einzuräumen, ohne freilich zugleich die historische Einordnung zu kurz kommen zu lassen. Jede einzige der überaus seltenen Photographien breitet sich über eine, über zwei, manchmal sogar über drei Seiten aus (das Buch umfasst insgesamt 5 Triptychen, die, einmal aufgefaltet, dem Leser die ganze Größe des Bildes offenbaren). Dem wunderbaren Bilderreigen zu Beginn des Bandes schließen sich fundierte Texte zum historischen Ursprung und zur Entwicklung der Schwammfischerei an, einer beruflichen Tätigkeit, die die Geschichte eines bestimmten Ortes, der Insel Kalymnos, im Laufe der Zeit wohl wie kaum eine andere nachhaltig geprägt hat. In jedes der 6 Kapitel des Photobandes sowie in die jeweiligen Unterkapitel wird stets mit entsprechendem Photomaterial eingeführt, während jedes Mal der zu untersuchende Gegenstand in einem kreisförmigen Schema vergrößert wird. So werden Schritt für Schritt sämtliche Phasen der Entwicklung dieses ebenso reizvollen wie weitgehend unbekannten Teilgebiets der Fischerei - der Schwammtaucherei - aus-gebreitet: beginnend mit dem nackten Taucher, der sich, einzig auf seinen Atem verlassend, mit dem Stein ins Meer wirft, bis hin zum modernen Schwammtaucher mit dem Spezialanzug und dem Atemgerät. Wir bekommen einen gründlichen Eindruck von den diversen Schiffs- und Bootstypen, die bei der Schwammtaucherei zum Einsatz kamen; wir erfahren viel von den Ritualen, die den Aufbruch und die Rückkehr der Schwammkutter sowie die Fischerei dieses wertvollen Meeresprodukts, die über ein ganzes Jahrhundert hinweg eine griechische Exklusivität dargestellt hat, begleiteten.
Sue Papadakos tauchte übrigens nicht nur in die Gewässer der Insel ein, sondern hat im Sinne einer möglichst vollständigen Erforschung des Sachgebiets auch in privaten Familienarchiven, in alten Ausgaben lokaler Zeitungen, in schriftlichen Dokumenten und Chroniken gewühlt. Was wiederum ihre Gespräche mit den Protagonisten angeht, so haben diese sie nicht nur veranlasst, die über die Schwammtaucher in verschiedenen Taucherzirkeln kursierenden negativen Vorurteile wieder zu revidieren, sondern sie überdies dazu geführt, deren „merkwürdiges, unverständliches Vokabular“ anzunehmen und es unverändert sowohl in der englischen als auch in der griechischen Ausgabe ihres Buches zu übertragen und damit einen Beitrag zu dessen Bewahrung zu leisten. Das xemyxiasma (die ersten, in gewisser Weise als „Mutprobe“ angelegten Tauchgänge von jungen Tauchern rund um die Insel, kurz bevor sie zu ihrer mehrmonatigen Reise aufbrachen), die varvara (das Luftventil des skafandro, i. e. des Helmtauchanzugs), der kavourmas (geröstete Fleischstücke mit dicker Fettkruste), der matzarolas, (der Taucher, der es besonders lange am Meeresgrund aushielt), die Skantalopetra (der breite, flache Stein, den die nackten Taucher in den Händen hielten, um möglichst schnell den Meeresgrund zu erreichen), das chtypos (stellvertretend für die Symptomatik der so genannten Dekompressionskrankheit, die gemeinhin als Taucherkrankheit bekannt ist) sind nur einige der zahlreichen lokalen Idiomatismen, die uns im Band begegnen. Sämtliche idiomatischen Begriffe der ‚Schwammtauchersprache’ und deren Bedeutungen finden sich selbstverständlich in einem eigens angehängten Glossar am Ende des Bandes.

Doch werfen wir nun einen Blick darauf, wie die Autorin selbst das „Wie“ und das „Warum“ beschreibt, indem wir einen kleinen Abschnitt ihres sehr interessanten gleichnamigen Beitrags zitieren, der sich im sechsten Kapitel ihres Buches befindet: „Mitte der 1990er Jahre fuhr ich auf Einladung des Sekretariats für Europäische Programme nach Kalymnos, zur Insel der Schwammtaucher, um gemeinsam mit ihnen zu tauchen und über sie zu schreiben. Ungeachtet dessen, dass man mich vor diesem Menschenschlag warnte und mir voraussagte, dass sich meine „Haare sträuben“ würden, sobald ich mit ihnen zu tun bekäme, wurde ich schon bei meiner ersten Begegnung mit den Einheimischen, als ich mit Kapitän Lefteris, Kapitän Jerasimos und anderen alten Schwammtauchern in einer Hafenschenke saß und Ouzo mit ihnen trank, von der Magie dieser Insel und ihrer Bewohner in Beschlag genommen. In den Folgejahren kehrte ich aus unterschiedlichen Gründen immer wieder nach Kalymnos zurück. Ich lehrte an der Staatlichen Tauchschule, und der mehrtägige Kontakt mit den heute aktiven Tauchern von Kalymnos verlieh meinem Versuch, die verschiedenen Aspekte des modernen Lebens des Ortes kennen zu lernen, eine andere, tiefere Dimension. Und Ende der 1990er Jahre ging ich im Auftrag des „National Geographic Magazine“ nach Kalymnos, um eine Serie von „realistischen“ Unterwasseraufnahmen von den alten Fangtechniken der Schwammtaucher zu machen, die für einen Artikel benötigt wurden, der von der besonderen, vom Verschwinden bedrohten Kultur der Insel handeln sollte.“
Fünf Tage dauerte diese „Dienstreise“. Auch wenn Sue Papadakos im Unterschied zu ihren ausländischen Kollegen nicht über den technischen Stab und das technische Equipment verfügte, gelang es ihr, den Auftrag mit großem Erfolg zu erfüllen, so dass ihr die renommierte Zeitschrift damals mehrere Seiten „widmete“. Als Ehrenbürgerin der Insel hatte sie schließlich nicht nur die offiziellen Behörden der Insel auf ihrer Seite, sondern auch deren hilfsbereite Bewohner - und gerade dies erwies sich als der größte Vorteil bei der Durchführung ihrer Mission.
Der Direktor des Schifffahrtsmuseums von Kalymnos Nikos Papazoglou erinnert sich: „Taucher, Tauchgläser, Mechaniker, kalaouzerides (die Leute auf dem Schiff, die die Taucher wieder hochziehen), koupades (die Leute auf dem Schiff, die am Flaschenzug bzw. Seilkorb arbeiten, an dem die Taucher abgelassen und hochgezogen werden), Tauchsteine wurden aufgeboten, wieder zum Leben erweckt und wie damals wieder zum Einsatz gebracht. Das Museum stellte alles zur Verfügung, was Sue Papadokos für das Wiederaufleben der alten Tauchtechniken und deren Photographierung benötigte. Für einige Tage war auf der Insel der Duft der Vergangenheit wahrnehmbar.“

Im aufschlussreichen Beitrag von Herrn Papazoglou wird die Entwicklung der Tauchtechniken in der Schwammfischerei von der Antike bis in unsere Tage präsentiert. Daraus folgt hier ein kleiner, aber charakteristischer Ausschnitt: „Die große Revolution ereignete sich im Jahre 1863, als ein Grieche namens Fotios Mastoridis, der ehemals in den Gewässern von Ceylon nach Schiffswracks tauchte, bei seiner Rückkehr nach Griechenland ein merkwürdiges Gerät mitbringt: den skafandro, eine neue Taucherausrüstung, dessen Kernstück ein Bronzehelm war, der über einen Schlauch durch eine Pumpe mit Luft versorgt werden konnte. Er setzt diesen ersten „Taucheranzug“ bei der Schwammtaucherei ein mit Ergebnissen, die für die Gegebenheiten der Zeit nur als überwältigend bezeichnet werden können. Die Ausbeute war gewaltig. Zwischen den Kapitänen beginnt ein Wettlauf um die Beschaffung dieses Gerätes. Die Resultate lassen nicht lange auf sich warten. Es werden riesige Mengen an Meeresschwämmen abgefischt und sehr großer Reichtum akkumuliert. Gleichzeitig tritt in der Branche, insbesondere bei den Fischereibesatzungen das Phänomen der Arbeitslosigkeit auf, denn von den ursprünglich rund 300 Schwammschiffen von Kalymnos bleiben binnen kürzester Zeit nur noch 30-35 übrig. Durch die Überfischung verschwinden die Schwammbestände, und gemeinsam mit ihnen werden ganze Unternehmen zerstört (…). Ich persönlich glaube, dass die Sehnsucht des Kalymnioten nach dem Meeresgrund und dem Meeresschwamm in sein Blut übergegangen ist, sozusagen in seinen Genen steckt. Die Beziehung des Kalymnioten zum Meer ist eine Liebesbeziehung. Solange es noch Schwämme gibt, wird es auch Taucher unter den Inselbewohnern geben. Und wer weiß? Vielleicht werden wir eines Tages wieder erleben, wie mit leuchtenden Schwämmen vollgeladene Kutter von den fernen Meeren zurückkehren werden…“

So anziehend die Unterwasserwelt auch sein mag, sie birgt auch eine Vielzahl von Gefahren - vor allem zu jenen Zeiten, als der technische Fortschritt bei weitem nicht ausreichte, um die nötige Sicherheit zu bieten. Deshalb wird der so genannten Dekompressions- oder Taucherkrankheit, die mehreren Dutzend Schwammtauchern den Tod brachte und ein Vielfaches von ihnen zu Krüppeln machte, besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass es Sue Papadakos trotz der wissenschaftlichen Komplexität des Gegenstands gelungen ist, dem Leser mit einfachen Worten verständlich zu machen, welche Umstände die Verbreitung der Taucherkrankheit förderten.
„In größerer Tiefe komprimierte Luft zu atmen, ist eigentlich einfach“, merkt sie zu Beginn ihres Beitrags an. „Wenn nur die genutzte Taucherausrüstung richtig funktioniert. Es war schon damals, zu den Zeiten des „skafandro“ relativ einfach. Warum aber mussten die Schwammfischer ein ganzes Jahrhundert lang, in dem sie den „skafandro“ und die Fernez-Taucherbrille benutzten, einen derart hohen Blutzoll entrichten, mit tausenden von Toten und viel mehr Gelähmten? Oftmals funktionierte die Taucherausrüstung nicht richtig, und die Kapitäne kümmerten sich angesichts des Arbeitsdrucks und der Schulden, die auf ihnen lasteten, überhaupt nicht darum.“

Der schauerliche Anblick des von der Taucherkrankheit „geschlagenen Maschinisten“, der die Insel erschütterte, ist bis heute eine unauslöschliche bittere Erinnerung geblieben, die in Gestalt des einzigartigen Tanzes des „Maschinisten“, dem Papadakos ein eigenes Kapitel widmet, fortlebt.
„Zu den legendären Gelagen der Schwammtaucher in den Tavernen fanden sich nicht nur die Gesunden und Kräftigen ein, die nicht abwarten konnten, dass endlich die nächste Schwammsaison anbreche und sie in See stechen konnten. Zugegen waren auch die von der Taucherkrankheit gezeichneten, die Behinderten, die nur mit allergrößter Mühe und mit Hilfe des Stocks ihre Füße bewegen konnten. Sobald der Tanz begann, wurden sie unerbittlich von der nackten Wahrheit übermannt, und sie knickten ein: sie würden nie mehr wieder normal gehen, nie wieder tanzen können. Nein, sie konnten das nicht hinnehmen. Also erhoben sie sich und stützten sich auf der einen Seite auf ihrem Stock und auf der anderen an den Händen ihrer Freunde ab, und versuchten wacklig und zitternd einige Tanzschritte hinzubekommen. Allerdings vergeblich. Ihre Beine ließen sie im Stich. Sie fielen auf den Boden, versuchten verbissen, wieder aufzustehen, und sobald es ihnen gelang, blieben sie reglos in den Armen ihrer Freunde stehen, die sie aufs Tiefste bewegt festhielten. Im Jahre 1952 trat Theophilos Klonaris, Sohn eines erfahrenen Maschinisten, dem Ensemble von Dora Stratou bei. Seine Erlebnisse auf der Insel waren noch sehr lebendig. So sah er eines Tages in einer Taverne der Insel, wie fast vollständig gelähmte Taucher zu tanzen versuchten. Dieses Erlebnis hat ihn tief erschüttert. Also beschloss er, den Gezeichneten zu Ehren einen Tanz zu entwickeln. Dora Stratou nahm sich seiner Idee an, und so wurde der neue Tanz in das Repertoire des Ensembles aufgenommen und wurde in ganz Europa bekannt.“
Für die Aufnahmen von Sue Papadakos interpretierte Michalis Kampourakis, der erste Tänzer des Lyzeums der Griechinnen von Kalymnos, den Tanz des Maschinisten.

Überall dort, wo es als erforderlich eingeschätzt wurde, wurden neben den Photos von Sue Papadakos auch alte Aufnahmen hinzugenommen, die vom schier unerschöpflichen Archiv des Schifffahrtsmuseums von Kalymnos stammen. Eine besondere Erwähnung erfährt ebenfalls die Erreter-Christus-Kirche - für deren Ikonenwand der bedeutende Bildhauer aus Tinos, Jannoulis Chalepas, die künstlerische Verantwortung hatte -, da sie nur dank Spenden von Schwammfischern errichtet werden konnte. In einem gesonderten Abschnitt werden die vielen unterschiedlichen Arten der handelsfähigen, aber auch der für den Weiterverkauf ungeeigneten Naturschwämme des Mittelmeers mit ihren eindrucksvollen Farben, Formen und Verzweigungen präsentiert. In morphologischer Hinsicht haben sie freilich mit dem verarbeiteten Endprodukt, das in die Hände des Konsumenten gelangt, keinerlei Ähnlichkeit.

Das Nachwort gebührt Sue Papadakos.
„Meine mehrjährige Forschungsarbeit auf der Insel der Schwammtaucher war, wenn man es im Sinne von Konstantinos Kavafis ausdrücken möchte, eine Reise zu einem Ithaka, das sich zusehends entfernte und im Meeresnebel verschwand. Ich habe Vieles gesehen und erfahren. Je tiefer ich jedoch in die Dinge eindrang, desto mehr hoben sich die Schlussfolgerungen gegenseitig auf, und die widersprüchlichen Gefühle ließen mich keinen Schlaf finden. Aus diesem Strudel der Widersprüche, der Hochstimmung, der Enttäuschung, der Bewunderung, der Bitternis, der innerlichen Aufgewühltheit, oftmals sogar des Gedankens an Aufgabe, die mich bisweilen erfasst haben, entstanden zwei verschiedene Werke. Der Roman „Drei Lieben“, der 2003 erschien, hielt Wortbilder fest, um tief in die Zeit vorzudringen, mit dem Vehikel des Mythos, der von der Praxis der Wahrheit geboren wird und Geschichte und Kultur hervorbringt. Der Photoband „Sponge Divers, The legendary fishermen of the Aegean“ spricht mit der machtvollen Sprache des Bildes, die nie zuvor eine solche Gelegenheit erhielt, lautstark zu sprechen und ihre Spuren unauslöschlich in Raum und Zeit zu hinterlassen.“

Penaki
Als Reinigungsmittel ist der Schwamm seit der Antike bekannt. Wie aus dem Beitrag des Direktors des Schifffahrtsmuseums von Kalymnos Nikos Papazoglou hervorgeht, „lässt Homer Hephaistos den Schweiß von seinem Gesicht und die Dienerinnen des Odysseus die Tische, an denen die Brautwerber aßen, mit einem Schwamm wischen.“

Kurzzusammenfassung der Kapitel

Kapitel I. Weg durch die Zeit.
In diesem Kapitel wird der Leser historisch über die Fördergebiete und die Entwicklung der Schwammfischerei von der Antike bis heute informiert.

Kapitel II. Das Wiederaufleben
Die Momentaufnahmen der Renaissance der Vergangenheit der kalymniotischen Schwammtaucherei werden in den Seiten dieses Kapitels entfaltet. Unter anderem findet sich hier noch einmal Sue Papadakos’ hervorragender Artikel „Die Helden der Meerestiefe“, der bereits im Jahre 1999 in der Griechenlandausgabe der Zeitschrift National Geographic (Bd. 3, No. 2, August 1999) veröffentlicht worden ist, durch den der Leser einen Eindruck von der Bitterkeit der Vergangenheit bekommt.

Kapitel III. Das voutthos (der Tauchgang)
Hierbei handelt es sich um das zentrale Kapitel des Bandes, in welchem der Leser wie beim Betrachten eines Filmes Schritt für Schritt in die Tiefen des Meeres eintaucht und durch die hervorragenden Aufnahmen von Sue Papadakos den Prozess des „voutthos“, des Tauchgangs zum Meeresgrund mit den verschiedenen Techniken der Schwammfischerei „erlebt“. Nackte Taucher, Tauchsteine, Helmtauchanzüge, Fernez-Brillen werden von der Linse der Autorin auf überwältigende Art und Weise der Unsterblichkeit überantwortet und nehmen nunmehr im Museum der Zeit den ihnen gebührenden Platz ein.

Kapitel IV: Die Schwämme
Dieses Kapitel besteht aus zwei Hauptteilen. Im ersten ist von den Methoden der Verarbeitung der Schwämme ab dem Zeitpunkt, an dem sie aus dem Meer herausgeholt werden bis zu dem Zeitpunkt, wo sie zum Verkauf angeboten werden, die Rede. Ein repräsentatives Detail dieses Abschnitts ist die Schwarz-Weiß-Photographie von der alten Schwammmanufaktur, die umso stärker mit dem zweiten Hauptteil des Kapitels kontrastiert, in dem es um die Biologie der Naturschwämme geht. Eindrucksvolle Arten, Formen und Farben von Schwämmen verlassen die Unterwasserwelt und wandern mit Hilfe des einzigartigen Objektivs von Sue Papadakos auf die Seiten des Photobandes, um den Leser auf eine Reise in ebenso unbekannte wie traumhafte Orte mitzunehmen.

Kapitel V: Der Tanz des „Maschinisten“
Das Kapitel ist dem weltweit einmaligen Tanz des von der Taucherkrankheit „geschlagenen“ Schwammtauchers gewidmet, der 1952 von Theophilos Klonaris initiiert und in die Schule von Dora Stratou eingeführt worden ist. Die Momentaufnahmen der eigens für die konkrete Photosession organisierten Tanzaufführung sind geradezu überwältigend.

Kapitel VI: „Auf Mission“
Das letzte Kapitel des Buches enthält alle Daten und Fakten, die zur Entstehung des Werkes beigetragen haben. Wir sehen die Künstlerin in Aktion am Set und genießen ihren außergewöhnlich interessanten Beitrag „Wie und Warum?“, der im Wesentlichen eine Chronik der einzelnen Stationen der Entstehung der konkreten Edition bildet.
Hier sind außerdem die „einleitenden“ Anmerkungen des Verlegers, die Danksagungen, die umfangreiche und interessante Bibliographie sowie das Glossar mit den Bedeutungen der im Buch zur Sprache kommenden idiomatischen Begriffe enthalten. Schließlich finden sich hier noch die biographischen Daten der Autorin sowie das Impressum.

Zu guter Letzt sei noch darauf hingewiesen, dass jedes Exemplar von der Autorin handsigniert ist.

Sponge Divers - The legendary fishermen of the Aegean
Autorin und Photographin: Sue Papadakos
Verlag: MILITOS
Seiten: 240
Auflage: 2.000 Exemplare in der griechischsprachigen und 1.000 Exemplare in der englisch-sprachigen Ausgabe
Preis: 275 Euro

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