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Michael Pfommer: Alexander den Große - Auf den Spuren eines Mythos

  776 Wörter 3 Minuten 771 × gelesen
2017-05-01 2020-09-20 01.05.2017

In Michael Pfrommers Buch über Alexander den Großen geht es um Märchen und Legenden - und um ihr Spiegelbild in der Kunst der Antike auf den Spuren eines Mythos.

Bücher zur historischen Bedeutung von Alexander dem Großen gibt es bereits sehr viele. Michael Pfrommer, Professor für Klassische Archäologie an der Universität Trier, begibt sich deshalb in seinem lesenswerten Buch über Alexander den Großen, das in der Reihe „Zaberns Bildbände zur Archäologie“ im Verlag Philipp von Zabern Mainz erschienen ist, auf die Spuren eines Mythos - eines Menschen, der schon zu Lebzeiten zur Legende wurde und der Öffentlichkeit und Wissenschaft bis heute fasziniert. Alexander der Große (356-323 v. Chr.), Sohn Philipps II. von Makedonien und Olympias, einer epirotischen Königstochter, Schüler des Aristoteles, war mit dreiunddreißig Jahren König eines Reiches, das von den Grenzen Indiens bis nach Griechenland und von Ägypten bis nach Zentralasien reichte. 

„Der König war der Herr der Schlachten, der unbesiegbare Ritter, der im Felde niemals versagte. Ein Mann, der stets voranritt, sobald es ans Sterben ging, ein Kämpfer, der an der Spitze seiner Reiter Geschichte schrieb. Er war ein gewalttätiger Mensch und stürmte durch ein gewaltsames Leben - mit einem Touch von Noblesse. Skrupellosigkeit war ihm nicht fremd und Mord an Freunden nicht ausgeschlossen. Ein gebildeter Mann, ein charismatischer Führer, der mit seiner Galanterie verblüffte und verwirrte. Er war ein begnadeter Selbstdarsteller, ein ,Medientyp’, eine fleischgewordene Hollywoodlegende, die menschlichen Maßstäben zu entgleiten scheint - Lichtgestalt und Monster in einem“, schreibt Michael Pfrommer. Für die Antike war der König Realität und Märchen in einem, für die Nachwelt unerreichbares Vorbild. Sein schier unglaubliches Leben blieb eine permanente Herausforderung für Kaiser und Könige - von Augustus über Ludwig XIV. bis Napoleon. Michael Pfrommer geht es in seinem reich bebilderten Buch nicht um die historische Wahrheit, sondern um Märchen und Legenden und um ihr Spiegelbild in der Antike. Das Leben Alexanders habe die Kunst vieler Epochen inspiriert, faszinierte das Mittelalter, die Renaissance oder den Klassizismus, so lebe manche Epoche seines Wirkens heute vor allem in den Illustrationen des Mittelalters, in den Werken eines LeBrun, eines Altdorfer, eines Thorvaldsen. Pfrommer: „Auch wenn die nachantike Rezeption nicht Thema dieser Zeilen ist, so ist sie doch Teil der Legende und bildhaft präsent, um Lücken zu schließen und um einzuspringen, wenn uns die Antike ein Zeugnis verwehrt.“

Weil schon Alexanders Geburt Legenden umrankt sei, forscht der Autor nach den drei Vätern des Königs: nach einem zaubernden Pharao, nach einem Gott und nach einem Herrscher. Der Verfasser sucht nach dem Grab des Vaters und dem Alexandergrab selbst, gibt Einblicke in die Alexanderromane und begleitet seinen Helden bis an die Grenzen Indiens. 

Dabei stellt Michael Pfrommer Strategie und Taktik des Eroberes vor, skizziert Schlachten des großen Reiterführers der Antike. In Statuen und Bildern macht sich der Autor auf die Suche nach dem „Antlitz eines Genies“: „In Alexander tritt uns somit ein bestenfalls mittelgroßer Mann entgegen, mit rötlicher Haut und hellem Haar, durchaus attraktiv, jedoch mit eher weichen Gesichtszügen und großen, etwas schwimmenden Augen. Er trägt das Kinn meist ostentativ erhoben und stets zur linken Schulter hin. Von einem physischen Übermenschen ist der weit entfernt.“ Den Verfasser interessiert der geistige Horizont dieses Machtmenschen und sein Menschenbild. Unter dem Titel „Ritterlich und erbarmungslos“ widmet er dem Verhältnis Alexanders zu den Frauen, das antike wie moderne Historiker beschäftigt hat, ein eigenes Kapitel. Besonders faszinierend sei sein Verhalten, sobald ihm Frauen oder Töchter seiner Gegner in die Hände fielen, stellt der Verfasser fest. So habe er zum Beispiel nach der siegreichen Schlacht von Issos den Frauen der gefangenen persischen Königsfamilie all ihren persönlichen Schmuck zurückgegeben. Pfrommer: „Seine chevalereske Attitüde trug dem König in der Forschung den Verdacht ein, homosexuell zu sein. Verdächtig schien zudem seine an Raserei grenzende Verzweiflung beim Tode Hephaistions.“

Trotz heftiger Widerstände versuchte Alexander der Große, sein Reich durch Verbindung und Ausgleichung persischen und griechisch-makedonischen Wesens zu einer inneren Einheit zu formen. Pfrommer analysiert dieses Ziel: den „Traum von einer multikulturellen Elite, die der König regelrecht züchten wollte“. Doch die Vision einer multikulturellen Welt steht unter einem schlechten Stern. War es Zufall, dass er seine letzte Vision nur kurz überlebte, fragt der Verfasser. Doch eine eindeutige Antwort darauf, ob es tatsächlich ein Komplott, die „Mordsache Alexander“ gab, kann er nicht geben. Alexander stirbt im Juni 323 v. Chr. in Babylon und wird in Alexandria beigesetzt - bereits am Sterbebett des Königs begann der Zerfall seines Reiches und der Zusammenbruch seines Hauses.

Michael Pfrommer: Alexander der Große. Auf den Spuren eines Mythos.
Verlag Philipp von Zabern Mainz.
122 Seiten. 88 Farb-, 41 Schwarzweiß- und 15 Strichabbildungen.

25 Bilder für das Keyword Alexander der Große gefunden.

Löwenjagd Mosaik, Krateros und Alexander der Große während einer Löwenjagd, letztes Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. - Pella Archäologisches Museum The Lion Hunt Mosaic, Craterus and Alexander during a lion hunt, last quarter of the 4th century BC - Pella Archaeological Museum Ψηφιδωτό με παράσταση από κυνήγι λιονταριού, 325-300 π. Χ. - Αρχαιολογικό Μουσείο Πέλλας Dimitrios Pergialis
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Löwenjagd Mosaik, Krateros und Alexander der Große während einer Löwenjagd, letztes Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. - Pella Archäologisches Museum The Lion Hunt Mosaic, Craterus and Alexander during a lion hunt, last quarter of the 4th century BC - Pella Archaeological Museum Ψηφιδωτό με παράσταση από κυνήγι λιονταριού, 325-300 π. Χ. - Αρχαιολογικό Μουσείο Πέλλας Dimitrios Pergialis
Löwenjagd Mosaik, Krateros und Alexander der Große während einer Löwenjagd, letztes Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. - Pella Archäologisches Museum The Lion Hunt Mosaic, Craterus and Alexander during a lion hunt, last quarter of the 4th century BC - Pella Archaeological Museum Ψηφιδωτό με παράσταση από κυνήγι λιονταριού, 325-300 π. Χ. - Αρχαιολογικό Μουσείο Πέλλας Dimitrios Pergialis
Marmorkopf von Alexander dem Großen (325-300 v. Chr. ), zufallsfund aus der Gegend von Giannitsa - (Alexander der Große) Pella Archäologisches Museum. Marble head of Alexander the Great (325-300 BC). Chance find from the area of Giannitsa - Pella Archaeological Museum Μαρμάρινη κεφαλή Αλεξάνδρου Γ’ - Αρχαιολογικό Μουσείο Πέλλας Dimitrios Pergialis
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Marmorkopf von Alexander dem Großen, 2. Jahrhundert - Das Kanellopoulos Museum befindet sich am Nordhang der Akropolis, seine Kunstsammlung enthält Werke aus fast allen Epochen des griechischen Schaffens (Alexander der Große). Marble head of Alexander the Great, 2nd century A. C. - The Kanellopoulos Museum is housed on the northern slope of the Acropolis, its art collection contains works from almost every period of Greece’s artistic creation. Το Μουσείο Κανελλόπουλου στεγάζεται σε ένα νεοκλασικό κτίριο στη βόρεια πλαγιά της Ακρόπολης και η συλλογή έργων τέχνης του περιλαμβάνει έργα σχεδόν κάθε περιόδου της καλλιτεχνικής δημιουργίας της Ελλάδας. Dimitrios Pergialis
Marmorkopf von Alexander dem Großen, 2. Jahrhundert - Das Kanellopoulos Museum befindet sich am Nordhang der Akropolis, seine Kunstsammlung enthält Werke aus fast allen Epochen des griechischen Schaffens (Alexander der Große). Marble head of Alexander the Great, 2nd century A. C. - The Kanellopoulos Museum is housed on the northern slope of the Acropolis, its art collection contains works from almost every period of Greece’s artistic creation. Το Μουσείο Κανελλόπουλου στεγάζεται σε ένα νεοκλασικό κτίριο στη βόρεια πλαγιά της Ακρόπολης και η συλλογή έργων τέχνης του περιλαμβάνει έργα σχεδόν κάθε περιόδου της καλλιτεχνικής δημιουργίας της Ελλάδας. Dimitrios Pergialis
Panzerungen und Schilde, die Alexander der Große an seinem Sieg über die Perser am Granicus-Fluss gewidmet hat - Αrchäologischer Park Dion in Pieria, Makedonien. Shields dedicated by Alexander the Great on his victory over the Persians at the Granicus river - Archaeological park Dion in Pieria, Macedonia. Ασπίδες που αφιέρωσε ο Μέγας Αλέξανδρος για τη νίκη του επί των Περσών στο Γρανικό Ποταμό - Αρχαιολογικός χώρος Δίον στην Πιερία της Μακεδονίας. Dimitrios Pergialis
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Statue Alexanders des Großen, 356 – 323 v. Chr., in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki in Makedonien (Alexander der Große). Statue of Alexander the Great, 356 – 323 BC, in the northern Greek town of Thessaloniki in Macedonia. Το άγαλμα του Μεγάλου Αλεξάνδρου να ιππέυει τον Βουκεφάλα στην Θεσσαλονίκη του γλύπτη Ευάγγελου Μουστάκα. Thessaloniki Stadt
Statue Alexanders des Großen, 356 – 323 v. Chr., in der nordgriechischen Stadt Pella in Makedonien (Alexander der Große). Statue of Alexander the Great, 356 – 323 BC, in the northern Greek town of Pella in Macedonia. Το άγαλμα του Μεγάλου Αλεξάνδρου να ιππέυει τον Βουκεφάλα στην Πέλλα. Maria Laftsidis-Krüger
Die 3,5 Meter hohe Metallstatue, die den jungen Alexander auf dem Pferd von Boukefalas zeigt, stammt vom Bildhauer Giannis Pappas, 1993 (Alexander der Große). The 3. 5 meter high metal statue, which shows the young Alexander on Boukefalas’ horse, was created by sculptor Giannis Pappas in 1993. Το μεταλλικό άγαλμα, ύψους 3,5 μέτρων, που απεικονίζει τον νεαρό Αλέξανδρο να ιππεύει το άλογο του Βουκεφάλα είναι του γλύπτη Γιάννη Παππά, 1993. Dimitrios Pergialis
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Die 3,5 Meter hohe Metallstatue, die den jungen Alexander auf dem Pferd von Boukefalas zeigt, stammt vom Bildhauer Giannis Pappas, 1993 (Alexander der Große). The 3. 5 meter high metal statue, which shows the young Alexander on Boukefalas’ horse, was created by sculptor Giannis Pappas in 1993. Το μεταλλικό άγαλμα, ύψους 3,5 μέτρων, που απεικονίζει τον νεαρό Αλέξανδρο να ιππεύει το άλογο του Βουκεφάλα είναι του γλύπτη Γιάννη Παππά, 1993. Dimitrios Pergialis
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Statue Alexanders des Großen, 356 – 323 v. Chr., in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki in Makedonien (Alexander der Große). Statue of Alexander the Great, 356 – 323 BC, in the northern Greek town of Thessaloniki in Macedonia. Το άγαλμα του Μεγάλου Αλεξάνδρου να ιππέυει τον Βουκεφάλα, στην Θεσσαλονίκη του γλύπτη Ευάγγελου Μουστάκα. Dimitrios Pergialis
Statue Alexanders des Großen, 356 – 323 v. Chr., in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki in Makedonien (Alexander der Große). Statue of Alexander the Great, 356 – 323 BC, in the northern Greek town of Thessaloniki in Macedonia. Το άγαλμα του Μεγάλου Αλεξάνδρου να ιππέυει τον Βουκεφάλα, στην Θεσσαλονίκη του γλύπτη Ευάγγελου Μουστάκα. Dimitrios Pergialis
Statue Alexanders des Großen, 356 – 323 v. Chr., in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki in Makedonien (Alexander der Große). Statue of Alexander the Great, 356 – 323 BC, in the northern Greek town of Thessaloniki in Macedonia. Το άγαλμα του Μεγάλου Αλεξάνδρου να ιππέυει τον Βουκεφάλα, στην Θεσσαλονίκη του γλύπτη Ευάγγελου Μουστάκα. Dimitrios Pergialis
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