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Jürgen Schoob: Die Träne der Göttin - Ein vergnüglicher Ausflug in die Welt der griechischen Antike.

  524 Wörter 2 Minuten
2017-01-31 2017-04-24 31.01.2017 422 × gelesen

Eine Träne fällt aus Aphrodites Augen, als sie vom Tod ihres Geliebten Adonis erfährt. Diese fängt der in Paphos/Zypern beheimatete junge Fischer Themoteus in einer Muschel auf, die sich daraufhin schließt. Die Muschel mit der Träne der Göttin wird schnell zu einem Objekt der Begierde, heißt es doch, dass, wer sie besitzt, ewige Jugend und die Unsterblichkeit der Götter erlangen wird. Themoteus macht sich deshalb auf den Weg, ein sicheres Versteck für sie zu finden.

Damit beginnt für den Fischer und seinen Freund Ranta in Jürgen Schoobs im Triga-Verlag erschienenen Roman „Die Träne der Göttin“ eine Irrfahrt voller Gefahren, Hindernisse und Abenteuer über die griechischen Meere, die nicht nur an jene von Odysseus erinnert, sondern auch eine Begegnung der Beiden auf der Insel Kythera bringt. Mehr als einmal entkommt Themoteus, der auf seiner Reise auch seine große Liebe in Person der schönen Iphelia findet, mit seinem Schiff nur mit göttlichem Beistand in letzter Minute dem Tode.

Die von Homer in der „Ilias“ und der „Odyssee“ beschriebene griechische Sagenwelt habe ihn schon immer fasziniert, sagt Jürgen Schoob. In seinem Buch „Die Träne der Göttin“, das den Untertitel „Ein vergnüglicher Ausflug in die Welt der griechischen Antike“ trägt, vermischt er Sagenwelt und mit eigener Fiktion. So ziehen sich die Abenteuer von Herakles als erzählerisches Moment wie ein roter Faden durch die Geschichte. Viele bekannte Göttergestalten greifen in das Geschehen ein: die Mission störend oder auch rettend. So hat sich die Hexe Agnus mit Hekate, der Göttin der Magie, und mit Hades, dem Herrscher über die griechische Unterwelt verbündet, um die Muschel mit der Träne in ihren Besitz zu bekommen. Auch der grausame Galeerenkapitän Sanus, genannt der Seeteufel, ist an der Muschel interessiert.

Während der Fischer Themoteus mit den beiden Halunken, die sich ihm nachts in den Weg stellen, noch ganz gut alleine zurecht kommt, muss ihm bei der Auseinandersetzung mit einem großen Drachen auf dem Meer schon der Gott Apollon mit Pfeil und Bogen zu Hilfe eilen. Als eine Riesenwelle das Schiff überrollt, rettet ihn Poseidon, der Gott des Meeres. Und als riesige Giganten zwei Inseln aufeinander schieben und das Schiff zu zerbersten droht, kann nur noch Gottvater Zeus selbst helfend eingreifen. Nach einem Zusammentreffen mit Seeteufels Galeere, die dabei ein schreckliches Ende findet, strandet die Hyperion, so der Name des Schiffes von Themoteus, auf der Amazonen-Insel Lemnos. Den Attacken eines Kraken entkommen, muss der Fischer sich dann auf der Insel Chios als Gladiator beweisen. Und schließlich blicken Themoteus und seine Begleiter in die Unterwelt des Hades, der sie wiederum nur mit göttlicher Hilfe entgehen. Da zeigt sich sogar Odysseus höchstpersönlich sehr beeindruckt, als er bei der Begegnung mit dem Fischer von dessen Abenteuern hört. „Die Träne der Göttin“ ist der erste Roman von Jürgen Schoob, der 1945 in Neckarsulm geboren wurde, seit seiner Kindheit in Krefeld lebt, beruflich als Handwerker tätig war und sich seit etwas mehr als einem Jahr im Vorruhestand befindet. Im Eigenverlag hat Schoob, der verheiratet ist und eine Tochter hat, bereits die beiden Gedichtbände „Meine Liebe zu Dir“ und „UFOs der Seele“ veröffentlicht.

Jürgen Schoob: Die Träne der Göttin. Ein vergnüglicher
Ausflug in die Welt der griechischen Antike.
Triga-Verlag in Gelnhausen. 136 Seiten.
ISBN 978-3-89774-519-3.