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TUI wird die Zahlung der Schulden gegenüber den griechischen Hoteliers verzögern

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2020-11-13 2020-11-13 13.11.2020

Hunderte von griechischen Unternehmen der Touristikbranche sind in Gefahr zu schließen, nachdem TUI beschlossen hat, die Zahlung der für dieses Jahr geschuldeten Beträge bis März 2021 zu verschieben.
Es wird daran erinnert, dass der größte Reiseveranstalter in Europa angesichts der drohenden Annullierung aller Reisen in Griechenland im Sommer, Druck auf die griechische Regierung ausübte, die Protokolle für die Tests und das Quarantäneverfahren für Touristen zu ändern (z. B. ursprünglich eine 36-Stunden-Quarantäne), wobei sich die Ergebnisse dieser Praxis in der beispiellosen zweiten Welle der Pandemie widerspiegeln, die wir seit mehreren Monaten in Griechenland erleben.
Laut einem Artikel in der Financial Times hat TUI die Vertragsbedingungen in diesem Monat (November 2020) überarbeitet, so dass Hoteliers bis März 2021 warten müssen, um drei Viertel des Geldes zu erhalten, das TUI ihnen schuldet. In der Regel erfolgen diese Zahlungen 60 Tage nach dem Abreisetag des Kunden.
Diese Beträge, die für viele Hotels Hunderttausende von Euro betragen, sind entscheidend für das Überleben dieser Unternehmen in einem bereits schwierigen Winter.
Zwei Hoteliers teilten mit, dass TUI ihnen jeweils mehr als 600.000 € schuldet, und wenn der Reiseveranstalter ihnen den für diesen Monat geschuldeten Betrag nicht zahlt, müssen sie auf Bankdarlehen zurückgreifen, um zu überleben.
TUI behauptet seinerseits, für den Sommer 2020 eine erhebliche Anzahlung an die Hoteliers geleistet zu haben, und kontaktierte einen "kleinen Prozentsatz" der Hoteliers in Griechenland, um Zahlungspläne zu erörtern und gemeinsame Entscheidungen zu erwägen.
Das Unternehmen kooperiert mit mehr als 2.000 Hotels in Griechenland und schuldet sehr viel Geld den Hoteliers, da Griechenland von der britischen Regierung im Sommer länger als reisesicher eingestuft wurde.
Der Reiseveranstalter hat bereits mehr als 2 Milliarden Euro an staatlich gesicherten Darlehen erhalten und versucht, weitere 1,8 Milliarden Euro von der Bundesregierung zu erhalten. Es werden sogar andere Lösungen in Betracht gezogen, um die Liquidität zu verbessern.
Es ist zu hoffen, dass TUI nicht der nächste Thomas Cook wird.

Quellenangabe
Financial Times
in.gr