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Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios in Deutschland

  2.371 Wörter 8 Minuten
2017-08-27 2017-08-27 27.08.2017 227 × gelesen

Das Ehrenoberhaupt von etwa 350 Millionen Gläubigen der Weltorthodoxie, der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios, besuchte im Mai zehn Tage lang die Bundesrepublik.
Anlass seines Besuches ist das 50-jährige Jubiläum der griechisch-orthodoxen Metropolie in Deutschland. Zwar liegt dieser Jahrestag ein Jahr zurück, doch wegen Terminschwierigkeiten im letzten Jahr konnte die Reise des Patriarchen erst diesen Mai realisiert werden.
Gegründet wurde diese griechisch-orthodoxe Metropolie am 5. Februar 1963, um den als „Gastarbeiter“ ausgewanderten Griechen ihre Glaubensausübung zu ermöglichen.
Mittlerweile gehören zur Metropolie eine halbe Million Gläubige in etwa 70 griechisch-orthodoxen Kirchengemeinden, deren Oberhaupt seit 1980 Metropolit Augustinus ist. Gleichzeitig ist der Metropolit Vorsitzender der 2010 gegründeten „Orthodoxen Bischofskonferenz“, der 19 Bischöfe aus sieben Nationen angehören und deren Ziel es ist, den Dialog untereinander zu pflegen und ihre Zusammenarbeit zu intensivieren.
Stationen des Pastoralbesuches waren die Städte Stuttgart, Frankfurt, Bonn, Berlin und München. Besonders in der Berliner Etappe, wo der Patriarch nacheinander vom Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, Bundespräsidenten Joachim Gauck und der Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen wurde, hatte die Visite den Charakter eines Staatsbesuches.
Zu den wichtigsten Anliegen des Oberhauptes der Weltorthodoxie gehörten neben dem Treffen mit den griechischen Bischöfen und Kirchengemeinden auch der Austausch mit der Deutschen Bischofskonferenz und deren Vorsitzendem Kardinal Reinhard Marx, und der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und deren Ratsvorsitzendem Nikolaus Schneider.
Der weltoffene Patriarch suchte aber auch den Dialog mit Vertretern anderer Religionen und nutzte vielerorts seine Ansprachen, um vor der drohenden Klimakatastrophe zu warnen.
In Stuttgart hat neaFoni den hohen Gast begleitet. Wir berichten deshalb ausführlich vom ersten Tag des Patriarchen Bartholomaios beim offiziellen Empfang von Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Neuen Schloss und über die Begegnungen und Ansprachen in den beiden griechisch-orthodoxen Kirchen in Stuttgart.

Zur Person 

Seit 1991 ist Bartholomaios das Ehren-Oberhaupt der orthodoxen Kirche, mit Sitz in Fener, Istanbul (Konstantinopel). Sein Titel ist „der Ökumenische Orthodoxe Patriarch von Neu Rom und Konstantinopel“.
Er wurde 1940 auf der Insel Imbros geboren. Das Studium der Theologie absolvierte er sowohl am Priesterseminar von Chalki als auch an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und an der LMU in München.
Patriarch Bartholomaios ist ein reformorientierter Vertreter der orthodoxen Kirche. Sein Bemühen gilt der Einheit der Orthodoxie und dem Dialog mit anderen Kirchen und Religionen. Für Juden und Muslime ist er ein vertrauenswürdiger Gesprächspartner.
Im November 2006 traf er sich zum ersten Mal mit Papst Benedikt XVI. in Istanbul, sodann im Jahr 2007 beim interreligiösen Friedenstreffen von Neapel. Ein Jahr später, am 28. Juni 2008, eröffneten sie gemeinsam das Paulusjahr zum 2000. Geburtstag des Völkerapostels.
Den neuen Papst Franziskus hat der Patriarch von Konstantinopel bereits bei dessen Inauguration am 19. März 2013 kennengelernt, als er, als erstes Oberhaupt der orthodoxen Kirche seit dem Schisma im Jahr 1054, der Amtseinführung des Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche beiwohnte.
Am 25. Mai diesen Jahres war die große Zusammenkunft beider Kirchenoberhäupter an der Grabeskirche in Jerusalem.
Im Jahr 1964 hatte sich dort der Patriarch Athenagoras mit Papst Paul VI. getroffen. Diese „Umarmung“ vor 50 Jahren war von großer Bedeutung für die Entwicklung der Beziehungen beider Kirchen. Schon damals sprachen die zwei Kirchenoberhäupter über die Notwendigkeit, das Osterfest gemeinsam zu feiern.
Seine Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios wird auch der „Grüne“ Patriarch genannt, weil er sich öffentlich in seinen Schriften, Ansprachen und Ermahnungen an die Gläubigen stark für den Umweltschutz engagiert und dies auch in der Praxis umsetzt. In vielen orthodoxen Klöstern, die seinem Patriarchat unterstehen, wird seit langem ökologische Landwirtschaft betrieben.
Die jahrelangen Bemühungen des Patriarchen um Religionsfreiheit, Dialog zwischen den Konfessionen und den Religionen, um Annäherung der Kirchen und den Frieden wurden vielfach mit Auszeichnungen gewürdigt.
Neben mindestens 25 Ehrendoktorwürden von Universitäten in Europa, Russland und den USA bekam er im Jahre 2002 von einer türkischen Universität  den „Sophie-Preis“ für Umwelt und im Jahre 2012 den „Four Freedoms Award“ von der „Roosevelt Stichting“ in den Niederlanden in der Kategorie „Religionsfreiheit“.
Bei seinem diesjährigen zehntägigen Besuch in Deutschland, dem zweiten seiner Amtszeit, wurden er von der Ludwig-Maximilian-Universität in München, an der er an den Jahren 1967 bis 1968 studierte, mit dem Ehrendoktortitel gewürdigt und von der Evangelischen Akademie in Tutzing mit dem „Tutzinger Löwen“ für „Toleranz und Ökumene“ geehrt. 

Der „Grüne“ Patriarch im „Grünen“ Stuttgart

Stuttgart, Neues Schloss 

Würde und Ausgeglichenheit strahlte er aus. Er kam, sprach, und eroberte die Herzen all seiner Zuhörer im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart beim Auftakt seines zehntägigen Besuchs in Deutschland: der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, seine „Allheiligkeit“ Bartholomaios war endlich da!
Am Samstagnachmittag empfing ihn Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit freundlichen Worten und einem musikalischen Programm.
Der grüne Ministerpräsident lobte insbesondere den „Grünen Patriarchen“ Bartholomaios für seinen „unermüdlichen und langjährigen Einsatz für den Schutz unserer Umwelt. Das eint uns.“, sagte Kretschmann zu seinem Ehrengast vor einer großen Anzahl von Mitgliedern der Landesregierung, vor Vertretern der Katholischen und Evangelischen Kirche wie Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg – Stuttgart,  Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Ulrich Fischer, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, vor dem Hochwürden Metropolit von Deutschland Augustinos, dem Generalkonsul von Griechenland in Stuttgart Panayiotis Partsos und griechischen Vertretern aus Kirche und Gesellschaft in Baden-Württemberg.
Kretschmann unterstrich die Bedeutung der Religionsgemeinschaften als Träger wichtiger sozialer Funktionen in unserer Gesellschaft und hob das gute Verhältnis zur griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Stuttgart und im Land hervor.
Auf die Person des Patriarchen eingehend, kritisierte Kretschmann die türkische Regierung insofern, als trotz ihres Versprechens die Religionsfreiheit von Minderheiten in der Türkei nicht gewährleistet ist. Als charakteristisches Beispiel nannte er das noch nicht wieder eröffnete „Priesterseminar“ auf Chalki.
Mit den von Athanasios Simoglou vertonten Gedichten „Stimmen“ und „Thermopylen“ von Konstantinos Kavafis empfingen die Künstlerinnen Maria Palaska, Sopran, Zografia-Maria Madesi, Alt, und Miki Hashimoto am Flügel musikalisch den hohen Gast.
Seinen ersten Vortrag zum Beginn seines Pastoralbesuches in Deutschland hielt der Ökumenische Patriarch Bartholomaios im Neuen Schloss zum Thema „ökologische Krise“. Er referierte über den Standpunkt der orthodoxen Schöpfungstheologie von Basilius dem Großen („Die schöpferische Kraft…, die Weisheit… und die rechte Entscheidung Gottes…“) und die daraus resultierende Notwendigkeit, sich „…nicht nur der Bewahrung, sondern auch des Schutzes der Schöpfung…“ anzunehmen.
Folglich sei die Bewältigung des ökologischen Problems für die Kirche von Konstantinopel von „unmittelbarer Priorität“.
Zu den Aktivitäten der Orthodoxie – unter seiner Führung – gehören:
- Organisation und Durchführung von drei Internationalen Symposien über die Umweltprobleme der Meere in den Jahren 1995, 1997, und 1999.
- Die landwirtschaftliche Nutzung der Klöster, wie zum Beispiel das Kloster Chrysopigi bei Chania auf Kreta, das unter der kirchlichen Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchats steht, erfolgt nach ökologischen Methoden.
- Der 1. September jeden Jahres wurde zum „Tag des Gebetes für die Rettung der Umwelt und der Bewahrung der Schöpfung“ erklärt.
- Die Tierschutzorganisation WWF in Griechenland erfreut sich der Unterstützung des Patriarchats seit Beginn des patriarchalen Dienstes von Bartholomaios.

Darüber hinaus habe er als „erster Bischof der orthodoxen Kirche“ in Vorträgen und Reden darauf hingewiesen, dass „ein vorbildhaftes Leben des Menschen eine Antwort, ja die Lösung des Problems darstellt…“.
Der „grüne“ Patriarch hielt in seinem Vortrag fest, dass für „die drohende ökologische Katastrophe…“ hauptsächlich der Mensch verantwortlich ist, „…der durch die Versuchung und durch seine allgemeinen Herrscherinstinkte verfremdet und deshalb `gottesfremd` geworden ist…“.
Als mögliche Antwort zur Abwendung des Menschen vom „Egozentrismus“ , der „Sünde“ allgemein, stellte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche das Prinzip der „orthodoxen Askese“ vor. Sie gebe dem Menschen die Möglichkeit, „…das Gefühl der Ordnung und der Schönheit der Schöpfung wiederzufinden.“
Er kritisierte in diesem Zusammenhang den Lebensstil des heutigen Menschen, dem man beigebracht hat, „…häufig mehr zu verbrauchen, als er benötigt, und gierig und unbesonnen immer mehr besitzen und genießen zu wollen, und nicht das …harmonische Leben im Sinn zu haben.“
Das Ökumenische Patriarchat verfüge nicht über Möglichkeiten administrativer oder juristischer Maßnahmen, um den Schaden an der Umwelt zu reduzieren. Auch nicht über materielle Mittel, um die der Umwelt zugefügten Schäden zu reparieren. Folglich sei seine Aufgabe, „ …das Gewissen jener Mitmenschen aufzurütteln, welche die entsprechenden Mittel… und Macht besitzen, damit sie das tun, was ihnen…möglich ist, …im Rahmen einer kollektiven Anstrengung einer Regierung oder eines internationalen oder lokalen Trägers.“
Das weise und bescheidene Oberhaupt der Ostkirche beendete seine Ansprache an das deutsche und griechische Auditorium mit folgenden Worten aus einem Gebet der orthodoxen Liturgie: „ Lasst uns geziemend stehen, lasst uns stehen mit Ehrfurcht…“ (st?µe? ?a???, st?µe? µeta f?ß??..)  und den Schöpfer bitten, „…seine gewaltige Hand zu öffnen und die Welt heimzusuchen; dann und nur dann werden alle Dinge ’satt an Gutem’ . Amen.“

„Christi Himmelfahrt “ - Kirche 

Nach dem Empfang im Marmorsaal, wo der Patriarch Gelegenheit zu kurzen Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft hatte, fuhr die Delegation zur griechischen Kirche am Leipziger Platz, der ältesten griechisch-orthodoxen Kirche in Stuttgart, wo er die Vesper zelebrierte.
Erzpriester Zacharias Batzakakis bedankte sich auch im Namen der Gläubigen beim Ökumenischen Patriarchen für seinen Besuch, den ersten seiner Art seit Gründung der Gemeinde im Jahr 1972. Ehrfurcht und Respekt dem Patriarchat als auch der Person des Patriarchen gegenüber sicherte der Stuttgarter Priester dem hohen Gast zu mit der Begründung: „Im Bewusstsein aller Orthodoxen, insbesondere derer in der Diaspora, bedeutet das Ökumenische Patriarchat eine heilige Institution, die von den Ökumenischen Konzilen gegründet und von herausragenden Patriarchengestalten geprägt…wurde.“ Er versprach seiner Allheiligkeit die „beständige Teilnahme“ sowie die „ungeteilte Unterstützung“ bei seinem „Dienste an der gesamten Christenheit“.
Hier, in der kleinen Kirche am Leipziger Platz, war das Oberhaupt der Orthodoxie den Gläubigen ganz nah, unter ihnen. Er segnete sie. Bei der Begrüßung schenkte er jedem einzelnen eine Karte mit der Ikone von Jesus Christus, ein Ausschnitt aus dem Mosaik in der Hagia Sophia in Istanbul. 

Esslingen und Feuerbach

Am Sonntag fand in Esslingen, in der nach byzantinischem Stil gebauten orthodoxen Kirche „ Mariä Verkündigung“, ein großer Empfang des Kirchenoberhauptes von tausenden Gläubigen aus ganz Baden-Württemberg statt.
In Anwesenheit des Ministerpräsidenten Kretschmann zelebrierte Patriarch Bartholomaios die „Große Doxologie“ und sprach im Anschluss mit Vertretern der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, deren Vorsitzender der Hochwürdige Metropolit Augustinos ist.
Nach einem Treffen mit Gläubigen von seiner Geburtsinsel Imbros eilte er mit seiner Delegation nach Stuttgart – Feuerbach. In der „Apostel Petrus- und Paulus“ Kirche warteten Hunderte orthodoxe Christen auf ihn, innerhalb und außerhalb der Kirche.
Hier richtete unter anderem auch Erzbischof von Aristi Vassilios, Vorsitzender der griechisch-orthodoxen Diözese Baden-Württemberg, ein Dankeswort an den Patriarchen. Als christlich-orthodoxe Postulate unterstrich auch er die Besinnung des Menschen auf das Notwendige und die Schärfung seines Bewusstseins auf seine Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt.
Auf die Aufgaben des Patriarchats in Konstantinopel eingehend, erläuterte das Oberhaupt der Orthodoxie sein Ziel, das „Große und Heilige Konzil“ aller orthodoxen Kirchen für das Jahr 2016 vorzubereiten. Dieses wird in Istanbul (Konstantinopel) abgehalten, in der historischen Kirche Hagia Irini, wo auch das Zweite Ökumenische Konzil im Jahr 381 stattgefunden hat.
Der Ökumenische Patriarch gab allen seinen Segen und Ermunterungen, den orthodoxen Glauben in die Praxis umzusetzen, die Heimat „im Herzen zu tragen“, Tradition und Sprache zu bewahren. 

Gebet für Toleranz und Versöhnung zwischen den Religionen

In Frankfurt nahm Patriarch Bartholomaios an einer Tagung der „Griechisch-Orthodoxen Priester“ in der Kirche Agios Georgios teil, sowie an den Liturgien im „Bartholomäus-Dom“ und in der „Prophet Elias“-Kirche.
Am 13. Mai besuchte der Patriarch die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn. In einem Gottesdienst dort rief er zur Versöhnung in der Welt auf und warnte vor Christenverfolgung weltweit. Er betonte: „Die Gesellschaft in der ganzen Welt benötigt wie nie zuvor Dialog, Toleranz und Versöhnung. Insbesondere dieser Geist der Aussöhnung und der Vergebung  ist erforderlich zwischen den Vertretern der christlichen Kirchen und der verschiedenen Weltreligionen“.
Ebenfalls in Bonn ist die Zentrale der griechisch-orthodoxen Metropolie mit der Kathedrale Hagia Trias. Bei der dort stattgefundenen Doxologie begrüßte Metropolit Augustinos Seine Heiligkeit. Am Abend hat die Metropolie Kirchen- und Gesellschafts-Vertreter zu einem Empfang ins Maritim-Hotel eingeladen. 

Besuch bei den höchsten Repräsentanten der Republik – ein diplomatischer Balanceakt

Der Besuch des Patriarchen in Berlin hatte einen kosmopolitischen Charakter.
In den Begegnungen mit Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind Themen wie Wirtschaftskrise, Welthunger, Menschenrechte, Religionsfreiheit im Allgemeinen – und über die christliche Minderheit in der Türkei im Besonderen - angesprochen worden. Dabei bat Bartholomaios um Unterstützung für die Wiedereröffnung des Priesterseminars in Chalki und begründete seinen Einsatz für den EU-Beitritt der Türkei. Was Chalki betrifft, traf er von allen Seiten auf Verständnis und bekam Hilfezusicherung.
Im Berliner Dom hielt er zum zweiten Mal eine engagierte Rede zur „Rettung der Schöpfung“. Das war ein Höhepunkt. Hier sprach nicht nur der Ökumenische Patriarch von allen Orthodoxen, sondern der Ökumenische Patriarch von allen Gläubigern in der ganzen Welt. Dem „Globalkapital“ müssten die „Globaldemokratie“ und die Zusammenarbeit aller Religionen folgen, sagte sinngemäß der 74jährige Kosmopolit. 

Interreligiöser Dialog als Voraussetzung für den weltweiten Frieden

Im Freistaat Bayern, der letzten Station des Deutschlandbesuches, hat sich der Patriarch vier Tage aufgehalten. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass er in den Jahren 1967 bis 1968 in München studiert hat. Aber auch die guten Beziehungen zwischen der griechisch-orthodoxen Kirche - besonders von Erzpriester Apostolos Malamousis - und den bayerischen Institutionen trugen zum umfassenden Programm bei. Die Teilnahme an zwei Liturgien in der Salvatorkirche und in der Kirche „Allerheiligen“, die Verleihungen des  Ehrendoktortitels von der Ludwig-Maximilian-Universität München und des „Tutzinger Löwen“-Preises  von der Evangelischen Akademie in Tutzing sowie der Empfang beim Ministerpräsidenten Horst Seehofer gehörten zu seinem Besuchsprogramm.
Höhepunkt war in München die Nachhaltigkeit-Tagung, bei der der Patriarch und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Hauptvorträge hielten.
Den zehntägigen Besuch vom 10. bis zum 19. Mai 2014 hat der Patriarch mit einem Gebet in den Gedenkstätten des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau abgeschlossen.
Kardinal Reinhard Marx nannte den Besuch des Ehrenoberhauptes der Weltorthodoxie einen wichtigen Impuls für die Ökumene in Deutschland und kündigte seinen Gegenbesuch beim Patriarchen in Istanbul an.
Zum Treffen beider Kirchenoberhäupter Ende Mai in der Jerusalemer Grabeskirche sagte Marx: „Dies werde länger in die Geschichte hineinwirken“.
Den „Tutzinger Löwen“ - Preis von der Evangelischen Akademie in Tutzing bekam der Patriarch für sein Engagement für die weltweite Ökumene und für seinen Einsatz zum Schutz der Schöpfung. In seiner Dankesrede hob Bartholomaios hervor: „...die Überwindung von Vorurteilen und Ressentiments zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion erfordern Mühe, Zeit und einen Wechsel der Denkweise“. Zudem sei der interreligiöse Dialog so wichtig, damit die religiösen Unterschiede aufhören, „Ursache für Konflikte und Kriege auf der Welt zu sein“.

Ein standfester Patriarch, eine mehr als beeindruckende Persönlichkeit! Ein „Glücksfall“ für die Orthodoxie, wie es Metropolit Augustinos ausdrückte.

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Bartholomäus I., auch Bartholomeos I., ist seit 1991 orthodoxer Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel mit Sitz in Fener in Istanbul. Bartholomew I is the 270th and current Archbishop of Constantinople and Ecumenical Patriarch In the Orthodox Church. Η Αυτού Θειοτάτη Παναγιότης, κύριος κύριος Βαρθολομαῖος είναι ο 270ός Αρχιεπίσκοπος Νέας Ρώμης και Οικουμενικός Πατριάρχης. Dimitrios Pergialis
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l. ) mit Bartholomaios I., der seit 1991 orthodoxer Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel mit Sitz in Fener in Istanbul ist. Bartholomew I is the 270th and current Archbishop of Constantinople and Ecumenical Patriarch In the Orthodox Church. Η Αυτού Θειοτάτη Παναγιότης, κύριος κύριος Βαρθολομαῖος είναι ο 270ός Αρχιεπίσκοπος Νέας Ρώμης και Οικουμενικός Πατριάρχης. Dimitrios Pergialis
Bartholomäus I., auch Bartholomeos I., ist seit 1991 orthodoxer Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel mit Sitz in Fener in Istanbul. Bartholomew I is the 270th and current Archbishop of Constantinople and Ecumenical Patriarch In the Orthodox Church. Η Αυτού Θειοτάτη Παναγιότης, κύριος κύριος Βαρθολομαῖος είναι ο 270ός Αρχιεπίσκοπος Νέας Ρώμης και Οικουμενικός Πατριάρχης Dimitrios Pergialis
Bartholomäus I., auch Bartholomeos I., ist seit 1991 orthodoxer Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel mit Sitz in Fener in Istanbul. Bartholomew I is the 270th and current Archbishop of Constantinople and Ecumenical Patriarch of the Orthodox Church. Η Αυτού Θειοτάτη Παναγιότης, κύριος κύριος Βαρθολομαῖος είναι ο 270ός Αρχιεπίσκοπος Νέας Ρώμης και Οικουμενικός Πατριάρχης. Dimitrios Pergialis