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Diagoras von Rhodos, ein Ausnahmeathlet

2017-08-06 2017-08-06 06.08.2017 182 × gelesen 1 Minute

Aus der antiken Stadt Ialyssos stammte einer der größten Sportler aller Zeiten, Diagoras. Ein fast zwei Meter großer Faustkämpfer, der seine Heimat Rhodos sehr verehrt hat. Sein Geburtsjahr ist nicht bekannt. Er war ein Enkel des Aristomenes, unter dem sich im 2. Messenischen Krieg die Messenier gegen die Spartaner erhoben.

Der antike Dichter Pindaros schrieb über ihn und seine Familie im Jahr 464 v. Chr., als er Rhodos besuchte und widmete ihm die 7. Olympische Ode, die in Ialysos/Rhodos vorgetragen wurde für den Sieg im Jahr 464: „... auf dass ich den geraden Kämpfer, den gewaltigen Mann, / Der sich an dem Alpheios den Kranz geholt hat, / Lobe, zum Lohn auch für den Faustkampf / Beim Quell Kastalia ...“

Diagoras war ein Ausnahmeathlet, er hatte alle vier panhellenischen Spiele eines Umlaufs gewonnen. Diagoras wurde 464 v. Chr. Olympiasieger. Bei den Isthmischen Spielen siegte er viermal, mehrmals auch bei den Pythischen und den Nemeischen Spielen. Er wurde auch als fairer Athlet gefeiert, der ehrlich kämpfte.

Seine ebenfalls sportlichen Söhne Akusilaos im Faustkampf und Damagetos im Pankration (dieser bereits 452 v. Chr. Sieger) wurden beide am selben Tag bei den Olympischen Spielen von 448 v. Chr. Olympiasieger. Wie Cicero - der römische Politiker, Schriftsteller und Philosoph - überliefert, wollten Damagetos und Akousilaos ihrem Vater eine Ehre erweisen und trugen ihn auf ihren Schultern um das ganze mit Zuschauern gefüllte Stadium. Ein Spartaner aus dem Publikum rief dann "Stirb Diagoras weil du den Himmel nicht erreichen kannst!". In diesem Moment der lauter und Ehre ist er gestorben.

Ein weiterer Sohn, Dorieus, wurde später dreifacher Periodonike durch Siege im Pankration (432 v. Chr. bis 424 v. Chr.). Im peloponnesischen Krieg kämpfte er mit eigenem Schiff auf Seiten Spartas bis zu seiner Gefangennahme. Seine Freilassung durch die Athener soll er seinem olympischen Ruhm verdanken. Nach Pausanias (VI.7ff) wurde er als Verräter von den Spartanern zum Tode verurteilt.

Selbst Diagoras’ Enkel waren noch erfolgreiche Athleten, weshalb seine Familie, die Eratiden, sich den Namen Diagoriden (nach Diagoras) gab. Sie gilt als die erfolgreichste Sportlerfamilie der Antike.

Seine Tochter Kallipatira, die heute sogenannte “erste Feministin”, war die einzige Frau, die jemals den für Frauen verbotenen Besuch der antiken Olympischen Spiele wagte.

Quellen:
Wikipedia
Zeitung "Rhodos Urlauber"

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