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Besondere griechische Osterbräuche aus Nordgriechenland

2017-07-18 2017-07-18 18.07.2017 456 × gelesen 1 Minute

Die Feier des orthodoxen Ostern (Pascha, griechisch: Πάσχα) wird in Griechenland als „das Fest aller Feste“ gefeiert. Von Rhodos bis Korfu und von Kreta bis Thrakien, an jeder Ecke des Landes wird das Osterfest auf spezielle Weise begangen.
Von besonderem Interesse sind die Osterbräuche in Nordgriechenland. Im Mittelpunkt des byzantinischen Mönchtums, dem Heiligen Berg Athos, singen die Mönche den freudigen Dienst namens Vesper Agape (Liebesmahl) in sieben Sprachen. Der Dienst symbolisiert, dass die glorreiche Auferstehung allen Völkern der Welt verkündet ist.
In der nahe gelegenen Stadt Ouranoupoli auf der Halbinsel Chalkidiki drapieren Frauen das heilige Grab mit Ornamenten, Blumen und Perlen.
In der Stadt Ierissos (im antiken Akanthus), beginnen die Festlichkeiten mit den alten Leuten, welche die jungen Leute einladen, beim Tanzen mitzumachen. Die Tänzer halten einander an den Händen und bilden eine lange Reihe.
Am Fuße des Olymps, in der Stadt Litochoro, basteln die Frauen Blumen aus Stoff und schmücken damit das heilige Grab.
In Serres wird auf einem Hügel, der dem Hügel Golgatha ähnelt, die Kreuzigung Christi dargestellt. Ein großer hölzerner Körper wird ans Kreuz genagelt, um später in ein sorgfältig ausgewähltes Grab gelegt zu werden, das von Priestern versiegelt wird. Am nächsten Tag wird der hölzerne Körper Christi aus dem Grab entfernt. Das Grab bleibt das ganze Jahr geöffnet.
In der Stadt Kastanousa, nahe der Grenze zu Bulgarien, können Bewohner und Besucher an Ostern einen traditionellen „Eierkampf“ beobachten. Die Teilnehmer wählen die 30 stärksten Hühnereier und schlagen gegenseitig darauf?. Wer am Ende noch intakte Eier hat, gewinnt den Wettbewerb.
In der Stadt Kavala verbrennen die Menschen ein Bildnis des Judas, was die ewige Auferstehung und Katharsis symbolisiert.
Auf der Insel Thassos singen Einheimische und Besucher Lieder und tanzen im Kreis (ein Relikt aus bacchischen Ritualen) und beten um Regen.
In Drama ist die Prozession der Ikonen mit der Bitte der Gläubigen um Schutz ihrer Ernte gegen Dürre im Frühling verbunden. Darüber hinaus verbinden sich Osterfeierlichkeiten mit der Wiedergeburt der Natur nach ihrem Winterschlaf. In dieser nordgriechischen Stadt, wo viele Menschen pontischer Abstammung angesiedelt sind, ist Ostern auch eine Zeit für Trauerfeiern. Die Einheimischen besuchen oft die Friedhöfe, bieten rote Eier und Süßigkeiten an, und führen „Rituale“ mit alten Stammen?.

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