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Der griechische Honig

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2017-07-16 2017-08-06 16.07.2017

Die reiche Flora Griechenlands bietet Bienen eine riesige Vielfalt an Wildpflanzen, von denen sie sich ernähren und deshalb Honig bester Qualität produzieren. Der griechische Honig unterscheidet sich je nach Jahreszeit und danach, was die Bienen beweiden. Im Frühling beweiden sie Pflanzen und Blumen, im Frühsommer blühenden Thymian, im Sommer und frühen Herbst Pinien usw. Tatsache ist, dass Imker in Griechenland ihre Bienenkörbe von Ort zu Ort versetzen, je nachdem, was gerade blüht. Am Ende des Weidezyklus‘ ernten sie den Honig.

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Der Tannenhonig aus Vytina auf der Peloponnes ist besonders beliebt, aber wahrscheinlich der gefragteste Honig ist derjenige aus Thymian, dessen kretische Variante sehr berühmt ist. Eine sehr mineralreiche griechische Honigsorte ist der Pinienhonig, und selbst der im frühen Herbst produzierte, hat ebenfalls eine wohltuende Wirkung.

Der Honig ist in Griechenland schon seit der Antike bekannt. Um 400 v.Chr. lehrte Hippokrates, dass Honigsalben Fieber senken und dass Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbesserte. In der griechischen Küche ist Honig das älteste Süßungsmittel und wird als solches auch noch heute für zahlreiche klassische und moderne Süßspeisen benutzt.

Eine traditionelle griechische Nachspeise, die man sich nicht entgehen lassen sollte, sind Loukoumades, griechische Honigkugeln, Teigbällchen, die im heißen Fett frittiert und anschließend mit Sirup begossen werden. Sehr einfach und leicht gemacht ist außerdem griechischer Joghurt mit Honig und Nüssen. Der Honig verleiht auch vielen pikanten Gerichten Tiefe und Balance, besonders einigen Lamm- und Ziegengerichten. Bei Erkältungen trinkt man oft Raki mit Honig, ein berühmter warmer Genuss besonders im Winter.