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Konsortium zur Förderung der Kartoffel Kato Nevrokopi

2017-04-16 2017-08-06 16.04.2017 431 × gelesen 2 Minuten

Das Konsortium zur Förderung der Kartoffel K. Nevrokopi ist das Ergebnis der Mitwirkung und Zusammenarbeit der landwirtschaftlichen Genossenschaften, die sich im weitgehenden geographischen Raum von Kato Nevrokopi, Drama, befinden und die beschlossen haben, sich für die bessere Förderung, Projektion und Werbung der Produkte der Erzeuger, die sie im griechischen, europäischen und internationalen Markt vertreten, zusammenzusetzen.

Die Genossenschaften, die am Konsortium teilnehmen, vertreten die Mehrheit der Dörfer und Stadtteile, die sich im berühmt-berüchtigten Tal von Nevrokopi, Drama, befinden. Ganz konkret nehmen teil:

  • Landwirtschaftsgenossenschaft K.Nevrokopi (Anteil 30%)
  • Landwirtschaftsgenossenschaft Levkogia (Anteil 15%)
  • Landwirtschaftsgenossenschaft Exochi (Anteil 10%)
  • Landwirtschaftsgenossenschaft Chrisokefalo (Anteil 10%)
  • Landwirtschaftsgenossenschaft Dasoto (Anteil 10%)
  • Landwirtschaftsgenossenschaft Perithorio (Anteil 15%)
  • Landwirtschaftsgenossenschaft Bathitopos (Anteil 10%)

Das Konsortium hat die Möglichkeit, Zweigniederlassungen, Büros oder Agenturen in Griechenland und im Ausland zu gründen und hat seinen Sitz in K. Nevrokopi, Drama.

Die Sorten der Kartoffeln werden hauptsächlich von der Außenfarbe der Schale (gelb, braun, rosa, rot, lila) bestimmt, aber auch von der Farbe ihres Fleisches (einst weiß, in Hautfarbe oder leicht gelb), und es haben sich unterschiedliche Sorten in jedem Gebiet der Welt entwickelt, die bestens in den örtlichen bodenkundlichen und klimatologischen Bedingungen gedeihen. Von den Kartoffelsorten, die angebaut werden, ist die gelbe Kartoffel (mit großen Knollen und leicht gelben Fleisch) die Hauptsorte. Sie wächst in allen Längen- und Breitengraden der Welt.

Der Anbau der Kartoffel sowie auch ihr Gebrauch haben um ein Vielfaches die anderen wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse übertroffen, und es wäre keine Übertreibung sie als eines der historischsten und wichtigsten Obst- und Gemüseerzeugnisse zu betrachten.

Ihr Anbau hat in Südamerika vor etwa drei- oder viertausend Jahren begonnen, auch wenn viele Wissenschaftler behaupten, dass ihr Anbau vielleicht vor dreizehntausend Jahren begann. Die ursprüngliche Abstammung und Herkunft der Kartoffel wird im zentralwestlichen Berggebiet Südamerikas vermutet, und dabei speziell das Gebiet südlich von Peru und nordöstlich von Bolivien. In der Zeit des Inkareichs war der Anbau der Kartoffel im ganzen Kontinent verbreitet, etwas das die ersten spanischen Chronisten zu Beginn der Eroberung des Kontinents beobachteten. Die Inkas hatten außer den Anbau der Kartoffel, auch spezielle Methoden für ihren Erhalt und ihre Lagerung entwickelt, entweder durch das Austrocknen oder durch die Einmaischung der Kartoffel. Somit erreichten sie ihre Haltbarkeit für einen wichtigen Zeitraum.

Zusätzlich übertraf die Nützlichkeit der Kartoffel die Deckung der Ernährungsbedürfnisse, denn sie wurde auch für die Pflege von Verletzungen gebraucht.

Die Wichtigkeit der Kartoffel wurde nicht gleich von Anfang an von den Spanier verbreitet. Es mussten 50 Jahre vergehen bis zum Transport der ersten Samen nach Europa und den Anbau im kleinen Maß von spanischen Landwirten, hauptsächlich als Tiernahrung. Von Spanien und bis Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Anbau der Kartoffel nach ganz Westeuropa verbreitet, jedoch ohne große Akzeptanz von den Landwirten, die sie hauptsächlich als Tiernahrung benutzten, oder im Fall großer Armut als Nahrung. Mitte des 17. Jahrhunderts begann die Wende und die Einreihung der Kartoffel in die Ernährungsgewohnheiten der Europäer.

Heute ist offensichtlich, dass der Gebrauch der Kartoffel mit der westlichen Lebensweise wie kein anderes landwirtschaftliches Erzeugnis in Verbindung gebracht wird, von der Zeit der industriellen Revolution in Europa an. Der Kurs und die Verbreitung der Kartoffel folgen anteilig der Verbreitung der Industrialisierung, da tatsächlich der Anbau sich in den Ländern des Westens entwickelte und sich stufenweise in ganz Europa verbreitete. Ihre Bedeutung ist heute noch größer in den zentralen und nordeuropäischen Ländern, aber auch in den Gebirgen der südlichen Länder aufgrund der Fähigkeit auch in Gebieten mit höheren Temperaturen angebaut werden zu können. In vielen dieser Länder haben sich ganze Gebiete mit dem Kartoffelanbau in Verbindung gebracht und haben große Tradition entwickelt, indem sie sich geschichtlich mit diesem Erzeugnis in Verbindung bringen, aber auch indem sie oft den allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Weg und die Entwicklung bestimmen.

Der Kartoffelanbau in der Tiefebene von K. Nevrokopi hat eine wichtige Tradition und begann Mitte der 1920er Jahre. Der namhafte Geschmack der Kartoffel, die in K. Nevrokopi angebaut wird, ist die Folge der besonderen klimatologischen Bedingungen des Gebiets, wo es wegen des verlängerten Winters nur eine Anbauperiode gibt, so dass die Reifung der Kartoffel vollständig ist.

Gleichzeitig helfen die niedrigen Temperaturen der Kartoffel Stärke in hohem Anteil anzuhäufen, die sie besonders schmackhaft macht.

Die Kombination besonders günstiger klimatologischer Bedingungen und jahrelanger Erfahrung, aber auch traditioneller Anbaumethoden und Pflege, haben als Folge die Qualitätsüberlegenheit der Kartoffel K. Nevrokopi und ihre Anerkennung als Erzeugnis geschützter geographischer Angabe (g.g.A.). Mit der neuen Verordnung 538/2002 des Ausschusses vom 25. März 2002 wurde der Name „Kartoffel K. Nevrokopi“ im „Verzeichnis der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten geographischen Angaben“ eingetragen, wie dieser im Artikel 6, Abs.3 der Verordnung (EWG) 2081/92 vorgesehen wird und somit auf europäischer Ebene geschützt wird.

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