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Οίνος, vinum, κρασί, wine, vin, Wein, vino

  3.036 Wörter 11 Minuten
2017-01-09 2017-04-24 09.01.2017 4.814 × gelesen

Der Wein, welchen Namen man ihm auch immer geben mag, ist ein Sinnbild für Wohlbehagen und ihn zu genießen, gleicht einem Ritual, das in sich die Geheimnisse und die Jahrtausende alte Kunst des Weinanbaus und des Kelterns birgt.

Die Geschichte der Rebe beginnt Paläontologen zufolge vor Millionen von Jahren. Schon vor der Eiszeit gediehen am Polarkreis Weinreben: in Island, Nordeuropa, Nord-Westasien und sogar in Alaska. Gletscher verhinderten allerdings ihre Ausbreitung und führten zu ihrer geographischen Isolation. Somit entstanden letztendlich die vielen unterschiedlichen Rebsorten. Diverse wilde Rebsorten wurden in wärmere Zonen „verdrängt“, z.B. nach Mittel- und Ostasien (von dort aus nahmen einige eurasische Rebstöcke sogar den Weg nach Amerika), nach Mittel- und Südeuropa, und auch bis in weite Teile des Südkaukasus. Dort, zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer und Mesopotamien, wurde die Sorte Ambelos, die Weintragende, (Vitis vinifera, Unterart caucasica) geboren. Heutzutage ist es fast ausschließlich Ambelos, die in diversen Sorten und Kreuzungen angebaut wird.

Doch selbst in von prähistorischen Nomadenstämmen bewohnten Höhlen wurden Kerne wilder Trauben gefunden. Die Kunst des Weinanbaus begann vermutlich um 5.000 v. Chr. mit dem Aufkommen des Ackerbaus und der dauerhaften Ansiedlung von Völkern, die beabsichtigten, Ackerbau zu betreiben. Die ersten Weinbauern waren, nach aller Wahrscheinlichkeit, die Arier (Vorfahren der Inder, die in den Regionen des Kaukasus und des Kaspischen Meeres lebten), die alten Perser, die semitischen Völker und die Assyrer. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Wein auch im alten China zum ersten Mal erwähnt! Im Lauf der Zeit gelangte die Kunst des Weinanbaus und des Kelterns zu den Ägyptern, den Völkern von Palästina und Phönizien, den - zu jener Zeit nicht griechischen - Einwohnern von Kleinasien und in den griechischen Raum. Dann führte ihr Weg zu den Römern und ins übrige Europa. Bis heute beliefert Europa den Weltmarkt mit 70% der gesamten Weinproduktion.

Eine äußerst lange Tradition in der Weinherstellung hat Ägypten. Die Ursprünge lassen sich bis etwa 4.000 v. Chr. verfolgen. Bis zurück zu jener Zeit finden sich Erwähnungen königlicher Weinberge, Abbildungen von Traubensorten verschiedenster Schattierungen, Szenen vom Weinanbau und Keltern, und auch Abbildungen von mechanischen Pressen. Es wurden sogar Amphoren des Neuen Reiches (18. – 20. Dynastie, um 1.600 – 1.100 v. Chr.) gefunden, auf denen Herkunft, Ernte und Winzer genannt sind! In Mesopotamien wiederum hatte der babylonische König Chamurabi 1.700 v. Chr. ein Gesetz zur Festlegung des Weinpreises sowie zum Zeitraum, in dem der Wein verbraucht werden musste, erlassen. Nur in der Zeit nach der Lese sollte er getrunken werden – offensichtlich wusste man die Gärung von Wein nicht angemessen zu schätzen. Doch trotz ihrer langen Tradition verloren die vorgenannten Völker schnell den Ruf bedeutender Weinproduzenten und im klassischen Zeitalter hielt man die ägyptischen Weine nicht einmal mehr für erwähnenswert. Dieses ist vor allem auf geographische und klimatische Faktoren zurückzuführen. Im mediterranen Klima, so z.B. in Phönizien und Griechenland, gediehen die Reben besser und waren ertragreicher. Zum Teil erklärt sich das Verschwinden des Weins in jenen Ländern aber sicherlich auch mit deren Vorliebe für das Bier.

Auch die semitischen Völker des östlichen Mittelmeeres kamen schon frühzeitig mit dem Wein in Berührung. So finden sich im Alten Testament viele Hinweise: Als die Wasser der Sintflut trockneten „wurde Noah der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg“ (Genesis Die Anfänge, 9.20). Die Phönizier waren nicht nur weitbekannte Winzer, sondern auch Händler. Phönizische Weinamphoren sind in fast allen Gegenden des östlichen und zentralen Mittelmeeres gefunden worden. Tyros gehörte zu den ersten großen Zentren des Weinhandels auf dem Seeweg.

Seit der minoischen Zeit gehört der Wein zu den wichtigsten Produkten Kretas. Archäologische Funde in der frühminoischen Siedlung von Myrtos bezeugen, dass Wein spätestens seit Mitte des dritten Jahrtausends v. Chr. auf Kreta angebaut wurde (siehe neaFon Ausgabe 03/2001 «Prof. Angelos Chaniotis - Der Kretische Wein im Altertum»).

Die Griechen, die sich der Weinherstellung widmeten, beherrschten den Markt über Jahrhunderte fast allein. Höchstwahrscheinlich kannten sie Wein schon, als sie sich in der Region niederließen, in der sie auch heute noch leben. Allerdings ist nicht geklärt, wer sie das Keltern gelehrt hatte. Einer Theorie zufolge waren sie über die östlichen Völker (Phönizier oder Ägypter), zu denen nicht nur die Mykener, sondern auch die Bewohner der Kykladen und die Minoer Handelsbeziehungen unterhielten, zum Wein gekommen. Die Mythologie ist zwar reich an Geschichten, die vom Wein handeln (Dionysos, Orpheus u.a.), gibt aber keine konkreten Hinweise. Die Rebe taucht entweder plötzlich von ganz allein auf oder wird den Hellenen z.b. in Ätolien vom Gott Dionysos geschenkt, wobei die Art und Weise, wie dies geschieht, allerdings Bedenken darüber aufkommen lässt, ob es im griechischen Raum vor der Ankunft der Griechen überhaupt schon Weinreben gegeben haben mag. Auch mit Kreta und Naxos wird der Wein in Verbindung gebracht („Dionysos und Ariadne“ – Sage), was erneut die Version der phönizischen und ägyptischen Herkunft stützen würde. An anderer Stelle wiederum heißt es, die Weinrebe stamme aus Thrakien. Thrakien war in der mykenischen Zeit einigen Quellen zufolge womöglich der Griechen Hauptweinlieferant (z.b. Ilias I 71-72). Oder aber es wird angenommen, dass Dionysos Verehrung des Weines thrakisch-kleinasiatischen Ursprung hat (so schenkt z.B. in Odyssee X 196 – 215 der Priester Maron Odysseus starken Wein). Zumindest gelten die Thrakier als starke Weinproduzenten. Die Abwehr gegenüber dem Dionysoskult und die Schwierigkeiten, auf welche die Rebe stieß, ehe sie sich in Griechenland etablieren konnte, sind in vielen Sagen überliefert und deuten womöglich darauf hin, dass dem Wein anfänglich einiges Misstrauen entgegengebracht wurde.

Die Griechen liebten Dionysos und den Wein. Sie schätzten die Tatsache, dass er ihnen half, die Sorgen des Lebens zu vergessen, sich einen Rausch anzutrinken oder eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und eine Gesellschaft in gute Stimmung zu versetzen. Diese Vorzüge wussten Volk und Herrscher genauso zu würdigen wie die Philosophen – beinahe - aller Strömungen, von den Vorsokratikern über die Idealisten (Platon, Sokrates u.v.a.) bis hin zu den Epikurern. Und auch die Dichter ließen es sich nicht nehmen, den Wein zu rühmen. Dennoch war es nicht üblich, sich zu betrinken, ebenso wenig wurden Trinker geschätzt. Betrachtet man die Zeremonie des offiziellen Symposions, bei der der „Symposiarchis“ (Zechmeister), oft Vorsteher einer ganzen Gruppe von „Kerastes“ und „Oinochous“ (Mundschenken), darüber wachte, dass der Wein mit Wasser verdünnt wurde und die Menge, die ein jeder Gast trank, seinem Zustand angemessen war, genauer, zeigt sich, dass es sehr wichtig war, sich nicht zu betrinken und eine kultivierte Atmosphäre zu bewahren. Ein stolzer Krieger singt im Symposion: Mein großer Reichtum sind Speer und Schwert und das schöne Schild, der Schutz des Leibes. Damit nämlich pflüge ich, damit ernte ich, damit keltere ich den süßen Wein von der Rebe...

Die Griechen pflegten ihren Wein auf verschiedene Arten zu trinken. Allgemein galt die Regel, den Wein mit Wasser zu mischen, üblicherweise im Verhältnis 1:3 (ein Teil Wein, drei Teile Wasser), 1:2, 2:3. Zum Mischen sowie auch zum Kühlen (als Kühler) vor dem Verzehr wurden spezielle Gefäße benutzt (Trinkgefäße und Becher, d.h. breite, tiefe Schöpfkellen). Oft wurde der Wein aber auch warm getrunken, denn das Kühlen des Weines mit Eis aus den Bergen war ein großer Luxus. Das Trinken von ungewässertem Wein („zügellosem Wein“)galt als Barbarei – es existieren sogar Hinweise darauf, dass ein Gesetzesgeber es bei Todesstrafe hatte verbieten lassen – und war nur üblich, wenn man krank oder auf Reisen war. In diesen Fällen wurde der Wein zur Stärkung getrunken und genauso wie auch zu den Mahlzeiten mit Honig gemischt. Häufig wurden dem Wein auch diverse Gewürze beigemischt. Auch das Hinzufügen von Absinth (d.h. die Herstellung von Wermut) war ein bekanntes Verfahren und man schrieb es Hippokrates zu. Daher wurde Wermut zu jener Zeit auch „hippokratischer Wein“ genannt. Ebenso gab man dem Wein - wenn auch eher selten – Harz zu (d.h. es wurde Retsina hergestellt), nicht wegen des besonderen Geschmacks, der sich dadurch ergab, sondern eher um ihn haltbarer zu machen. Zuweilen wurden auch andere Gewürze, wie z.B. Thymian, Minze, Anis, Pfeffer oder Myrrhe beigemischt.

Die Art und Weise der Weinherstellung zu alten Zeiten unterscheidet sich im übrigen nicht wesentlich vom Keltern heutzutage. Der Weinanbau befand sich schon damals auf hohem Niveau, und es gab sogar Bücher zu diesem Thema. Theophrast, ein Schüler von Aristoteles und Vater der Weinproduktion, hat ein Buch verfasst, das bis heute erhalten geblieben ist. Ihm lassen sich interessante Informationen entnehmen, z. B. dass die Griechen üblicherweise die Rebe flach am Boden anpflanzten und sie nicht abstützten. Diese Technik wird auch heute noch in einigen Regionen, z.B. auf Santorin, angewandt. Die Griechen kannten den Prozess des Gärens und ließen den Wein in eingegrabenen Fässern reifen, die sie mit Gips und Harz versiegelten; auf diese Weise ist womöglich eher zufällig die Auswirkung der Zugabe von Harz entdeckt worden. Der Wein wurde, je nach Länge der Reise, die er bis zu seinem Verbrauch noch vor sich hatte, in Schläuche oder in versiegelte tönerne Amphoren gefüllt, die man mit Pech oder Harz bestrich, um sie vollständig abzudichten. Häufig befanden sich auf den Gefäßen - mit Farbe aufgemalt oder auf einem Siegel - genaue Inhaltsangaben über Herkunftsregion, Abfülljahr, Winzer und Abfüller.

Der griechische Weinhandel erstreckte sich über den gesamten Mittelmeerraum bis hin zur iberischen Halbinsel und natürlich zum Schwarzen Meer und zählte damit zu einer der wichtigsten Wirtschaftsaktivitäten unserer Vorfahren. In vielen Städten bestanden besondere Gesetze zur Qualitätssicherung des Weines, aber auch „Schutzgesetze“, die fremden Wettbewerb und Importe fern halten sollten. Ein bezeichnendes Beispiel ist die diesbezügliche Gesetzesgebung von Thassos, der zufolge Schiffe mit fremdem Wein, die sich der Insel näherten, konfisziert wurden! Aus diversen Quellen sind uns die Namen der Wein produzierenden Regionen und die Namen der Weine, die sie hervorbrachten, erhalten geblieben. International (!) bekannt waren anfänglich vor allem die Weine der nördlichen Ägäis, aus Limnos, Thassos, Lesvos, Chios, Ikaria und Samos. Später, nach der klassischen Antike, erlangten die Weine aus Rhodos, Kos und den übrigen Dodekanes, Santorin, Naxos, Kreta, Korfu und auch Zypern ebenfalls großen Ruhm. In der hellenistischen Epoche erlebte die Weinproduktion Ägyptens, vornehmlich mit dem Mareotiko, eine neue Blütezeit.

Die Römer kamen über die griechischen Siedler und die einheimischen Etrusker, welche ein, zwei Jahrhunderte zuvor von den Phöniziern oder den Griechen das Keltern erlernt hatten, zum Wein. Die genauere Betrachtung des ursprünglichen Kerns der römischen Mythologie offenbart, dass die Römer bis zum 8. Jh. v. Chr. nichts vom Dionysoskult und vom Wein gewusst hatten. Dann lernten sie den Wein jedoch kennen und lieben und widmeten sich dem Anbau. Bekannte römische Weine waren der Falernios aus Monte Cassino und die Weine der südlichen Alpen. Zudem versuchten die Römer den Weinanbau auch in den von ihnen besetzten Gebieten zu etablieren, die Wohlhabenderen importierten jedoch auch griechische Weine. Schließlich taten sie sich in der Produktion hervor, verbesserten die Anbau- und Produktionsmethoden und zeichneten sich insbesondere im Handel aus.
Kreta war vom 1. Jh. n. Chr. bis dem 3. Jh. n. Chr. der wichtigste Weinlieferant des Römischen Reiches. 41 Weinamphoren in Pompeji (die größte Gruppe beschrifteter Weinamphoren in dieser Stadt) tragen die Herkunftsangabe Lyttios («Wein aus Lyttos», der drittgrößten Stadt Kretas). Der Wein Kretas war im ganzen Mittelmeerraum vertreten, von Kleinasien bis Spanien und vom Schwarzen Meer bis Nordafrika (siehe neaFon Ausgabe 03/2001 «Prof. Angelos Chaniotis - Der Kretische Wein im Altertum»).


In den Jahren nach dem Zerfall des Römischen Reiches, befand sich der Weinbau durch die Völkerwanderung sowie dem Niedergang diverser Nomadengeschlechter in Europa und den Mittelmeergebieten in einer rückläufigen Phase. Vor allem im Westen verringerten sich im Chaos des Handels und Ackerbaus die Weinanbaugebiete ebenso stark wie die Qualität der Weine nachließ. In einigen Regionen verschwand der Weinanbau über Jahrhunderte ganz. Klerus und Mönche, die den Wein auch für Messen benötigten, waren in vielen Fällen diejenigen, die zur Erhaltung der Weinherstellungstradition in den ehemaligen römisch besetzten Gebieten, wie Frankreich, Spanien und weiten Teilen entlang des Rheins in Germanien, beitrugen. Selbst heute noch gehören einige der bekanntesten französischen Weinberge Klöstern. Seit der Zeit Karls, des Großen, zu Beginn des Mittelalters gewann die Kunst des Weinbaus wieder zunehmend an Bedeutung. Karl, der Große selbst legte die Weinbauregionen in Germanien und Helvetien fest.

Im Byzantinischen Reich, trotz der historischen Unruhen, und obwohl das Abwenden von Dionysos bzw. das Verbot des Dionysoskults ein nicht unbedeutender Schlag war, war die Lage bei weitem nicht so beunruhigend. Auch dies war im wesentlichen den Mönchen zu verdanken, da in zunehmendem Maße immer größere Anbauflächen zu den klösterlichen und kirchlichen Besitztümern zählten. Die Mönche befanden sich somit in der komfortablen Lage, große, für jene Zeit hochmoderne Weingüter aufbauen und das Herstellungsverfahren sowie die Qualität der Weine kontinuierlich verbessern zu können. Mit der Zeit veränderten sich auch andere Dinge, und man nahm z.B. endgültig davon Abschied, den Wein mit Wasser zu mischen. Wein wurde im gesamten Byzantinischem Reich produziert, aber die bekanntesten Weine stammten nach wie vor aus den Regionen, die auch im antiken Griechenland renommierte Weine gekeltert hatten. Als neuer „Stern“ der griechischen Weinherstellung erwies sich bis ins 19. Jh. der „Malvasia“, dessen Name wahrscheinlich auf Monemvasia zurückzuführen ist, obwohl er vornehmlich auf Kreta produziert wurde. Dieser Wein erfreute sich in ganz Europa großer Nachfrage. Die Zeit der Türkenherrschaft, trotz ihrer Schwierigkeiten, vor allem durch die hohe Besteuerung, hatte auf den griechischen Weinanbau keine größeren Auswirkungen. Die klösterlichen Weingüter wurden bevorzugt behandelt, und auch die Weinanbaugebiete auf den Inseln befanden sich in einer relativ glücklichen Lage, denn die Türkenherrschaft dauerte oft nicht ganz so lang und die Durchsetzung auferlegter Steuern wurde nicht so streng betrieben.

Etwa zur gleichen Zeit erfuhr die Kunst des Weinkelterns auch im Westen den großen Aufschwung, auf dessen Zenit sie sich heute befindet. Seit dem 13. Jh. trieben die Araber den Weinbau auf der von ihnen eroberten Iberischen Halbinsel voran, so dass er im 16. Jh. fast überall in Spanien und auch in weiten Teilen Frankreichs verbreitet war. Diese Epoche brachte auch einige technische Innovationen wie den Gebrauch von Glasflaschen und Korken mit sich. Schließlich etablierte sich dann im 17. Jh. auch die Herstellung von Schaumweinen, die auf den französischen Benediktinermönch Perignon zurückgeführt wird. Ganz neue Perspektiven ergaben sich mit der Erforschung der Seewege durch die großen spanischen und portugiesischen Seefahrer. Und wie zu früheren Zeiten trug der Handel entscheidend zur Entwicklung der Weinherstellung bei. Neue Sorten, wie z.b. der mit Brandwein oder anderen Essenzen verstärkte Portwein, der Sherry oder der Madeira, wurden geboren. Und zugleich wurden auch in Südafrika, Australien und in der Neuen Welt die ersten Versuche unternommen, Wein zu kultivieren.

Letzteres hatte unvorhergesehene Konsequenzen, die vor allem mit einem kleinen und bis dahin unbekannten Insekt zusammenhängen, der Reblaus. Aber auch dem amerikanischen falschen Mehltau (Peronospora) sowie dem - ebenfalls amerikanischen – echten Mehltau (Oidium). Die europäische Rebe (vitis vinifera) hatte auf dem Neuen Kontinent, vor allem in den nördlichen Gebieten, keinerlei Überlebenschancen. Das zwang die Siedler, endemische, widerstandsfähige Rebsorten, wie die vitis rotundifolia, v. labrusca, v. riparia, einzusetzen, die vorher zumeist mit der europäischen Rebsorte v. vinifera gekreuzt worden waren. Ab dem 18. Jh. wurden diese gekreuzten Sorten dann auch in Europa eingeführt, mit der Folge, dass der echte und der falsche Mehltau im 19. Jh. katastrophale Zerstörungen in den französischen Weinbergen verursachten. Durch den Import von rein amerikanischen Rebsorten versuchte man das Übel zu bekämpfen, schleppte aber gleichzeitig die Reblaus mit ein, die beinah alle französischen Reben vernichtete - und nicht nur diese. In der ersten Hälfte des 20. Jh. schädigte sie auch Nordgriechenland schwer. Die entstandenen Probleme wurden durch Forschung und die Züchtung „interkontinentaler“ Kreuzungen gelöst, die zwar widerstandsfähiger als die traditionellen europäischen Sorten waren, ihnen aber in Gestalt und Frucht ähnelten.

Auch die Entwicklung im jüngeren Griechenland soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Hier ist vor allem anzumerken, dass der griechische Weinbau während des Aufstands 1821 beinah vollständig zerstört wurde. Anschließend wurden die Weinbauflächen jedoch zügig wiederhergestellt und erweitert. Allerdings wurden sie anschließend - vor allem auf der Peloponnes - nicht mit Wein-, sondern mit Tafeltrauben bepflanzt. Die korinthische Traube war das Hauptexportprodukt und die Stütze der Wirtschaft des jungen griechischen Staates und befand sich bis zum Ende des 19. Jh. im Aufschwung. Bestimmt war diese Traube zumeist für die Produktion von Korinthenwein im Ausland, vornehmlich in Frankreich, da das Land zu jener Zeit seine eigenen Rebstöcke durch die Reblaus verlor. In diesen und in den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Weinherstellung insgesamt weiter und der griechische Staat erhöhte die vorgesehenen Flächen vor allem nach der Annexion von Thessalien, Makedonien und Kreta. Auf diesen Aufschwung folgte jedoch ein erneuter starker Abschwung, der bis Mitte des 20. Jh. anhielt. Auslöser war eine durch die Reblaus verursachte Epidemie, die hauptsächlich in Makedonien großen Schaden hinterließ, und die bewegten Zeiten allgemein. In der Zeit nach dem Aufstand 1821 wurden die Grundsteine der griechischen Winzerkunst und des Kelterns gelegt. Die Produktion von Weinen kontrollierter oder hoher Qualität befand sich auf beinah wissenschaftlichem Niveau und die Weine hoben sich stark von den üblichen traditionellen Hausweinen und dem zu jener Zeit oft schlechten Wein der Weinstuben ab.

Im heutigen Griechenland wird Wein auf relativ kleinen Flächen angebaut, häufig zusammen mit Olivenbäumen und Getreide. Die Gesamtanbaufläche beläuft sich insgesamt auf etwa 150.000 Hektar. Etwas mehr als 50% des Ertrages aus der Traubenernte wird zur Weinproduktion verwandt. Gute Weine gedeihen in Hanglagen bis zu 1.000 m über dem Meeresspiegel. Bekannte Weinanbaugebiete sind Naoussa, Zitsa, Mantineia, Santorin, Paros, Samos, Nemea und Pesos. Der meiste Wein wird auf der Peloponnes produziert, gefolgt von Makedonien, Attika, Böotien, Kreta und Thessalien. Ihren Anfang nimmt die moderne Geschichte des griechischen Weins in den fünfziger Jahren mit Weingütern wie Achaia Clauss, Boutaris, Jannis Karras, Kourtakis oder Tsantalis.

Die griechischen Qualitätsweine können ohne weiteres dem Vergleich mit jedem italienischen oder französischen Wein standhalten und nicht selten haben sich griechische Weine einen Platz unter den weltbesten Weinen erobert. In Griechenland werden derzeit 19 Weine in der Qualität O.P.A.D. (Onomasias Proelefsis Anoteris Piotitas) produziert. Dieses griechische Qualitätssiegel ist das Äquivalent zur EU-Qualitätsbezeichnung V.Q.P.R.D. (Vin de Qualité Produit dans une Région déterminée). Weine mit dieser Qualitätsbezeichnung stammen aus Weinanbaugebieten, die höchsten Ansprüchen gerecht werden.

Der bekannteste griechische Wein ist jedoch nicht einer dieser Qualitätsweine, sondern der Retsina. Dieser Wein passt zu allen Speisen der griechischen Küche, ist schmackhaft und gut bekömmlich. Die Europäische Union hat dem Wein die Kategorie „Traditionelle Bezeichnung“ zuerkannt, wonach Retsina ausschließlich in Griechenland hergestellt werden darf. Wein, der die Bezeichnung „Retsina“ trägt wird ausschließlich aus weißen, trockenen, griechischen Rebsorten nach dem traditionellen Verfahren unter Hinzufügen von Kiefernharz zum gärenden Most gekeltert. Bis heute gilt der Retsina mit dem Zusatz von Kiefernharz aus Attika als einer der besten.

8 Bilder für das Keyword Weinbau Kreta gefunden.

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