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Der Ölbaum

2016-08-19 2017-08-06 19.08.2016 1.555 × gelesen 2 Minuten

Seit Jahrtausenden ist er nicht wegzudenken aus dem Bild der mediterranen, insbesondere der griechischen Landschaft: Der Ölbaum, oder wie er in der Fachsprache heißt „olea europaea“. Bereits vor 60.000 Jahren wuchs er im Mittelmeerraum, wie Funde von fossilen Ölbaumblättern aus dem Tertiär gezeigt haben. Gehegt und gepflegt wird er auch seit Tausenden von Jahren, denn schon in der minoischen Zeit wurde der Olivenbaum auf Kreta und wohl auch in der Levante systematisch angebaut. Einige Forscher nehmen an, dass die Minoer ihren Reichtum zu einem nicht unerheblichen Teil dem Handel mit Oliven und Olivenöl zu verdanken hatten.
Die Ausbreitung der Ölbaumkultur im Mittelmeerraum ist mit ziemlicher Sicherheit auf phönizische Händler und auf griechische Kolonisten zurückzuführen, die auch in der Fremde nicht auf die ihnen so kostbaren Bäume verzichten wollten. Obwohl die Ölbäume inzwischen auch in Spanien, Italien und anderen Mittelmeerländern angebaut werden, so ist der Ölbaum doch bei keinem anderen Volk des Mittelmeerraumes so „verwurzelt“ in der Geschichte und Mythologie wie bei den Griechen.
Die Anpflanzung des ersten Ölbaumes wird der Göttin Athena zugeschrieben, die mit dem Meeresgott Poseidon um die Vorherrschaft in Athen wetteiferte. Bei diesem göttlichen Wettstreit ließ Poseidon auf der Akropolis eine Salzwasserquelle entstehen, Athena dagegen pflanzte den ersten Ölbaum und wurde daraufhin zur Siegerin und damit zur Stadtgöttin erklärt.
Als Gabe der Göttin wurden die Ölbäume also betrachtet und als solche wurden sie auch behandelt. So war es beispielsweise bei Todesstrafe verboten, den Ölbäumen im Heiligen Hain in Athen irgendeinen Schaden zuzufügen.
Diese Verehrung ist gut zu verstehen, wenn man bedenkt, wieviel die Menschen dem Ölbaum verdanken.
Das Holz des Baumes wurde nicht nur als Brennmaterial benutzt, auch Möbel und Werkzeuggriffe wurden aus dem dauerhaften und schön gemaserten Holz hergestellt. Schon Homer erzählt uns, dass der Held Odysseus sein Ehebett auf den tief im Boden haftenden Wurzelstock eines Ölbaums gebaut habe, ein schönes Bild für die Dauerhaftigkeit der ehelichen Verbindung zwischen Odysseus und Penelope.
Der Ölzweig galt als Friedenszeichen und war der Siegerpreis bei den Olympischen Spielen (auch im Logo der Olympischen Spiele 2004 in Griechenland wurde der Ölzweig als Symbol benutzt). Wurde ein Sohn geboren, dann hängte der Vater einen Ölzweig vor die Haustür.
Die Früchte des Ölbaumes, die Oliven, waren wichtig für die Ernährung, doch der wahre Tausendsassa war und ist bis heute das durch Auspressen der Früchte gewonnene Olivenöl.
In Öllampen spendete es Licht, äußerlich wurde es benutzt bei rituellen und heiligen Handlungen - bei der Taufe, der Letzten Ölung und der Priesterweihe wird es bis heute als heilige Substanz angesehen - , ebenso aber auch im Alltag zur Körperreinigung und - pflege und bei der Parfüm- und Seifenherstellung. In der Medizin wurde Olivenöl äußerlich verwendet zur Behandlung von Wunden, als Fieber senkendes Mittel und zur Nervenstärkung. Innerlich linderte es Magenbeschwerden und wurde auch bei Vergiftungen verabreicht. Sogar als Aphrodisiakum wurde das Olivenöl in der Volksmedizin benutzt.
Und als ob das alles noch nicht genug wäre, ist da noch die Verwendung des Olivenöls in der mediterranen, allen voran der griechischen Küche, aus der es bis heute gar nicht wegzudenken ist.
Dabei ist der Ölbaum ein Muster an Langlebigkeit und Genügsamkeit.
An den Boden stellt er keine großen Ansprüche, im Gegenteil, gerade auf dem trockensten kalkigen Boden gedeiht er. Riesige Temperaturschwankungen kann er ertragen von größter Hitze bis zu Schnee und Frost. Durch seine ungewöhnliche Widerstandskraft, seine große Zähigkeit und fast unbegrenzte Revitalisierbarkeit gilt er als die langlebigste Kulturpflanze überhaupt.
Olivenbäume können uralt werden, manche sollen sogar über 2000 Jahre alt sein. Von dem einst riesigen antiken Athener Olivenwald hat sich ein Stamm bis heute erhalten, andere Beispiele gibt es in Algerien, Ägypten, Israel und besonders auf Kreta.
Dabei kommt der Olivenbaum mit einem Minimum an Wasser und Pflege aus, doch schätzt er das Licht und die Wärme der Sonne. „Er lebt in Licht und Wärme und liefert Licht und Wärme durch sein Öl“ (A. Schellinger).
Bei Wachstum und Entwicklung läßt sich der Ölbaum allerdings viel Zeit. Seine Pflänzlinge können erst im Alter von sieben bis zehn Jahren gepfropft werden, drei weitere Jahre müssen vergehen, bis sie die ersten Früchte tragen. Bis zur vollen Ertragsfähigkeit dauert es noch einmal etwa neun Jahre. Durch diese langen Fristen der Entwicklung fordert der Ölbaum von den Menschen ein Denken über längere Zeiträume, ein Olivenhain ist ein Werk für Generationen, liefert aber auch für viele Generationen eine Lebens- und Existenzgrundlage.
Bedenken wir all diese Eigenschaften des Ölbaumes, können wir gut nachvollziehen, dass dieser Baum den Alten als heilig galt und können es ihnen nachtun, indem wir dieses erstaunliche Gewächs, das unsere Zeitperspektive so weit übersteigt und oft so erstaunlich individuelle Züge zeigt, mit einem Gefühl der Achtung und der Ehrfurcht betrachten.

5 Bilder für das Keyword Olivenbaum gefunden.

Der Olivenbaum von Kavousi im Osten der Insel Kreta hat ein geschätztes Alter von ca. 3250 Jahren, in 80 cm Höhe noch einen Durchmesser von 4,20 bis 4,90 m und einen Umfang von 14,20 m und zählt zu den ältesten Bäumen der Welt. The olive tree of Kavousi in the east of the island of Crete has an estimated age of around 3250 years, at a height of 80 cm it still has a diameter of 4. 20 to 4. 90 m and a circumference of 14. 20 m, it is one of the oldest trees of the world. Η Ελι Αζορις-Καβοσι στον Δμο Ιερπετρας της Κρτης εναι το αρχαιτερο δντρο ελις στον κσμο, περπου 3. 250 χρονν, στη βση του χει διμετρο 7,10 μ. και περμετρο 22,10 μ. εν σε ψος 0,80 μ. χει διμετρο 4,95 μ. και περμετρο 14,20 μ. Reinhard Kemmether
Der Olivenbaum (Olea europaea) war schon in der Antike bekannt und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen, hier ein Olivenbaum auf der nördlichen Sporadeninsel Alonnisos in der nordwestlichen Ägäis. The olive tree has its origin in the eastern Mediterranean, but was first cultivated in Greece, here an olive tree on the Northern Sporades island of Alonnisos in the northwest Aegean Sea. Η ελι, να πολτιμο δρο της φσης, εναι η ζωνταν κληρονομι της Ελλδος, η οποα μας τρφει, μας συντηρε, μας προστατεει, μας τοννει και μας θεραπεει, μπορε δε να φτσει τα 1000 χρνια ζως. Dimitrios Pergialis
Der Olivenbaum (Olea europaea) war schon in der Antike bekannt und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen, hier ein Olivenbaum auf der Insel Kreta. The olive tree has its origin in the eastern Mediterranean, but was first cultivated in Greece, here an olive tree on the island of Crete. Η ελι, να πολτιμο δρο της φσης, εναι η ζωνταν κληρονομι της Ελλδος, η οποα μας τρφει, μας συντηρε, μας προστατεει, μας τοννει και μας θεραπεει, μπορε δε να φτσει τα 1000 χρνια ζως. Dimitrios Pergialis
Der Olivenbaum (Olea europaea) war schon in der Antike bekannt und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen, hier ein Olivenbaum im Bezirk Messenien im Südwesten der Halbinsel Peloponnes. The olive tree has its origin in the eastern Mediterranean, but was first cultivated in Greece, here an olive tree in Messinia in the southwest of the Peloponnese peninsula. Η ελι, να πολτιμο δρο της φσης, εναι η ζωνταν κληρονομι της Ελλδος, η οποα μας τρφει, μας συντηρε, μας προστατεει, μας τοννει και μας θεραπεει, μπορε δε να φτσει τα 1000 χρνια ζως. Dimitrios Pergialis
Der Olivenbaum (Olea europaea) war schon in der Antike bekannt und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen, hier ein Olivenbaum in dem Dorf Maries auf der Insel Thassos in der Nordägäis. The olive tree has its origin in the eastern Mediterranean, but was first cultivated in Greece, here an olive tree in the village of Maries on the island of Thassos or Thasos in the north Aegean Sea. Η ελι, να πολτιμο δρο της φσης, εναι η ζωνταν κληρονομι της Ελλδος, η οποα μας τρφει, μας συντηρε, μας προστατεει, μας τοννει και μας θεραπεει, μπορε δε να φτσει τα 1000 χρνια ζως. Dimitrios Pergialis