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SCHATZFUND - Ein Schatzfund im Apollonheiligtum zu Delphi

  4.869 Wörter 17 Minuten
2018-11-08 2018-11-08 08.11.2018 36 × gelesen

1939 fanden französische Archäologen bei ihren Grabungsarbeiten im Apollonheiligtum in Delphi in zwei Opfergruben „unter der ’Tenne’ vor der Athenerhalle“ Fragmente von Weihgeschenken aus Gold, Silber, Bronze und Elfenbein, die hier offensichtlich regelrecht „rituell“ bestattet worden waren. Der Fund wurde vom damaligen Ausgräber, dem französischen Archäologen Pierre Amandry (1912-2006) 1, der seit 1937 Mitarbeiter an der École Française d’Archéologie d’Athènes und seit 1969 deren Direktor war, bearbeitet und zunächst aus Sicherheitsgründen während des Zweiten Weltkriegs in der Nationalbank von Athen gelagert, wobei allerdings ein Teil der zu einer großen Stierfigur gehörenden Silberbleche in Delphi zurückblieb. In den Jahrzehnten nach dem Krieg wurde der Fund gründlich restauriert und aufbereitet und schließlich in einem eigenen Raum des Archäologischen Museums in Delphi seit 1977/78 ausgestellt ². 

Im Archäologischen Museum zu Delphi, das „1958 nach Plänen des griechischen Architekten Patroklos Karantinos“ 3 umfassend erneuert und dann in den ausgehenden 1970er Jahren und nochmals 1999 umgestaltet wurde und sich heute mit einer modernen und ansprechenden Fassade dem Besucher präsentiert, sind die jetzt restaurierten Objekte dieses Schatzfundes in einem eigenen Saal zu sehen. Im folgenden werden die Funde kurz aufgelistet:

1. Zu den Funden zählt der „Löwengott von Delphi“, eine Elfenbeinstatuette, die wohl einst Teil eines Möbels oder eines anderen Gerätes war und die wir in einem eigenen Artikel besprochen und kurz vor die Mitte des 7. Jhs. v. Chr. datiert haben. Nach unserer Meinung gibt die Elfenbeinfigur, die eine männliche Gestalt mit einem Tier an der Seite darstellt, den Gott Dionysos mit Panther wieder und ist das Werk eines griechischen Künstlers aus dem ostionischen Bereich, der die orientalischen Impulse in eine griechische Formensprache umzusetzen verstanden hatte.

2.  Ein weiteres wichtiges Fundstück ist die Silberblechfigur eines Stiers 4, der in der sog. Sphyrelaton-Technik gearbeitet ist. Wörtlich übersetzt, bedeutet Sphyrelaton „das mit dem Hammer getriebene“ und meint eine Metalltreibarbeit, bei der die Metallplättchen auf einen Holzkern aufgenagelt werden. Ein Verfahren, das sowohl in Ägypten als auch in Griechenland gebräuchlich war und „später durch die Technik der verlorenen Form abgelöst (wurde)“ 5. Ein bedeutender früher Fund von drei Sphyrelata aus Bronze stammt aus Dreros auf Kreta, wo im Bezirk des Apollon Delphinion drei Kultbilder „im frühen orientalisierenden Stil des späten 8. Jahrhunderts v. Chr.“ (John Boardman) bei den dortigen Grabungen gefunden wurden. Sie sind heute im Archäologischen Museum in Heraklion ausgestellt und stellen wahrscheinlich das Göttertrio Apollon, Leto und Artemis dar, die sog. „Dreros-Triade“. Neueren Untersuchungen zufolge werden sie „die ältesten, aus Bronze getriebenen Kultbilder Kretas“ 6 in die 1. Hälfte des 7. Jhs. v. Chr. datiert und gehören somit der früharchaischen Phase an. Besonders auffallend ist ihre rundplastische Ausbildung, außerdem die Tatsache, dass alle drei Statuetten auf einer Basis stehen und somit durchaus als Kultstatuetten angesprochen werden können.  

Die Untersuchung der Stierfigur ergab, dass die Figur einst aus „etwa 50 Blechstücken verschiedener Formate (…) mit Silbernägeln auf Kupferstreifen über einem Holzkern montiert waren“, sodass sich bei deren Rekonstruktion insgesamt eine Länge von 2,59 m und eine Höhe von 1,46 m ergab. Die Forscher vor Ort gehen davon aus, dass der Stier seinen Kopf dem Betrachter zuwendet und gleichzeitig ein wenig senkt. Sie schließen dies aus vergleichbaren archaischen Stierbildern. Es fällt weiterhin auf, dass die Hörner, die Stirnzotteln, die Nüstern und die Ohreninnenseiten vergoldet sind, ebenso seine Wamme, Hufe und Stierhoden. Wichtig für die Datierung scheint die ornamentale Stilisierung der Wamme zu sein, sodass viele Archäologen eine Entstehung des Stieres in die 1. Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. annehmen und mit Sicherheit den Künstler dieses Silberstieres im ostgriechischen Raum verorten, wobei die Arbeit eines chiotischen Meisters nicht ausgeschlossen werden kann. 

3.  Beeindruckend sind die drei lebensgroßen Figuren aus Holz, deren Körper aus Holz, deren unbedeckte Körperteile (Köpfe, Hände, Füße) jedoch aus Elfenbein waren und deshalb „im Brand stark kalziniert (sind)“, wie Michael Maass bemerkt. Außerdem hatten die Figuren in Gold gefertigte Diademe und Frisuren, die in Teilen erhalten sind und rekonstruiert werden konnten. Ihre wohl einst prunkvoll gestalteten Gewänder sind zwar verloren, aber übriggeblieben sind schön gearbeitete Goldblechreliefs, die sicherlich auf den Gewändern als Schmuck befestigt waren. Die Goldblechreliefs zeigen Darstellungen von Tieren und Fabeltieren, die in Doppelreihen in Seitenansicht abgebildet sind, wobei vier übereinander gereihte, rechteckig durch Linien begrenzte Abbildungen oben und unten mit einer Rosettenreihe abschließen und ein ansehnliches Dekormotiv ergeben. Diese Goldblechreliefs waren mit „silbernen Nägeln mit emaillierten Köpfen“ an der Gewandung befestigt und sollten aller Wahrscheinlichkeit nach Gewandmuster darstellen.  

Bei der Bearbeitung der Funde stellt sich sofort die Frage, ob die drei in diesem Fundkomplex gesicherten lebensgroßen Figuren, die im Museum in Delphi so schön präsentiert werden, zu einer zusammenhängenden Dreiergruppe gehören können oder nicht. Sofort kam in der Forschung der Gedanke auf, in dieser Dreiergöttergruppe Apollon, Leto und Artemis zu erkennen, was durchaus zutreffen kann. Allerdings ist bei der Bestimmung dieser Götterbilder weniger ihre Datierung in die Mitte des 6. Jhs. v. Chr. umstritten als vielmehr ihre genaue Zuordnung in ein bestimmtes Kunstzentrum. Vorsichtig formuliert, müssen die Teile dieser Gruppe, wie der Archäologe Maass meint, „nach ihrem Stil (…) ganz verschiedenen Kunstzentren“ 7 zugeordnet werden. Dies schließt allerdings meines Erachtens keineswegs aus, diese Götterfiguren trotzdem einer gemeinsamen einstigen Kultsituation zu zuordnen.  

4.  Zu dem Fundkomplex gehören des Weiteren eine große Zahl von Elfenbeinfragmenten - einige Forscher erwähnen eine Fundzahl von um die 2000 Fragmenten. Dabei handelt es in erster Linie um „Reliefs in kleinem Format mit figurenreichen mythologischen Darstellungen“ 8. Einige Reliefszenen können benannt werden, andere sind umstritten, wenige müssen in der Deutung offen bleiben. Zu den sicher identifizierten Szenen gehört die Darstellung, wie die Boreaden die Harpyien vertreiben zum einen, zum anderen die Ausfahrt eines Kriegers, vermutlich des Amphiaraos, eine Szene, die in die Mitte des 6. Jhs. v. Chr. datiert werden kann. Vermutlich gehörten diese Reliefsszenen mit fein geschnitzten Figuren aus Elfenbein insgesamt zu „Kästchen- oder Möbelreliefs“ und erinnern, wie M. Maass zu Recht anmerkt, an die Überlieferung des Pausanias (5, 17, 2 ff.), darin er den berühmten Schmuck der Kypseloslade 9 in Olympia beschreibt. Der Überlieferung nach war Kypselos, der spätere Tyrann von Korinth (von etwa 657/6 bis 627/6 v. Chr.), in diesem Kasten als Baby „ausgesetzt und wunderbar errettet worden“, worauf der Kasten (Kypsele) in den Heratempel nach Olympia geweiht wurde. Der Beschreibung des Archäologen Richard Neudecker zufolge war „der Behälter (kypséle, kibotós, lárnax) aus Zedernholz mit Elfenbein- und Goldappliken und Schnitzwerk, von Pausanias (…) als Votiv des Kypselos (…) im Heratempel von Olympia beschrieben“. Gemeinhin wird dieser reich mit Reliefschmuck ausgstattete Kasten in die Mitte des 6. Jhs. v. Chr. datiert. Zum Vergleich mit den delphischen Elfenbeinfragmenten werden auch Elfenbeinarbeiten aus dem Orthiaheiligtum in Sparta herangezogen, um die Qualität der Arbeiten in Delphi noch zu betonen. In welchen Kontext diese teils qualitätvollen Elfenbeinarbeiten gehören, ist heute schwer feststellbar und bedarf noch weiterer gründlicher Forschung, die hier nicht im Einzelnen dieskutiert werden kann.

5.  Des Weiteren zählen zu diesem einzigartigen Fundkomplex im Apollonheiligtum drei Bronze-werke:  die Statuette eines Doppelflötenspielers, die Statuette zweier Athleten auf einer gemeinsamen Basis und eine bronzene Karyatide mit Weihrauchgefäß 10. Alle drei Bronzewerke gehören der klassischen Epoche an und sind in den Beginn des 5. Jhs. bzw. in die Mitte 5. Jhs. v. Chr. zu datieren. Die älteste Bronzefigur dieser Fundgruppe ist sicherlich der auf einer Basis stehende Flötenspieler, der sein Instrument mit beiden Händen betätigt und dabei ein Hohlkreuz bildet (Delphi, Mus. Inv. 7724). Er hat sein rechtes Bein weit vorgesetzt, sind linkes hingegen zurückgenommen und ist mit einem Chiton sowie einem faltenreichen Überwurf bekleidet. Vor allem sein Antlitz mit den großen mandelförmigen Augen, der geradlinig geführten Nase und dem verhältnismäßig kleinen Mund zeigt noch Züge, die ins Archaische weisen, weswegen die Figur mit Sicherheit zu Beginn des 5. Jhs. v. Chr. gearbeitet worden ist. Diese Bronzestatuette ist von großer Weichtigkeit, gibt sie uns doch eine bildliche Vorstellung von den in der delphischen Überlieferung genannten „musischen Wettkämpfe“, die Teil der Wettspiele der Pythien waren und „zusammen mit den Olympien, Isthmien und Nemeen zu den vier großen panhellenischen Spielen (gehörten)“, wie M. Maass feststellt. Gemeinhin wird die Figur aus dem Schatzfund von 1939 nach Korinth verortet, was hier nicht weiter diskutiert werden soll.

Die andere interessante Bronzegruppe dagegen ist wohl schon gegen die Mitte des 5. Jhs. v. Chr., also in die Jahre um 470/460 v. Chr., zu datieren und wird von dem Archäologen Werner Fuchs ¹¹ wie folgt beschrieben: „Typisch für die Gruppenbildung des Strengen Stils ist Statuettengruppe aus Bronze in Delphi, die einen siegreichen Athleten und Kampfrichter (oder Rivalen) auf gleicher Basis zeigt. Keine handgreifliche Verbundenheit ist vorhanden, und doch sind beide Figuren durch gegengleiche Haltung und Kopfdrehung aufeinander bezogen. Der siegreiche Athlet hält die Sprunggewichte, Halteres, in seinen Händen, der Kampfrichter deutet mit großer Gebärde der Rechten auf den Sieger. Eine schlichte, und doch von innen her gespannte Daseinsgruppe der Jahre um 470/460, die uns eine Vorstellung von den verlorenen großen Gruppenplastiken der Zeit vermitteln kann.“ Die im Museum in Delphi ausgestellte Bronzegruppe erreicht eine Höhe von 16 cm. Nach Meinung anderer Archäologen sind in diesem Athletenpaar wohl „siegreiche Brüder“ (Maass) zu sehen, wohingen Claude Rolley das Werk nach Attika lokalisiert und es für ein wichtiges Beispiel eines siegreichen Athleten bei den Pythischen Spielen in Delphi hält, indem er schreibt: „Was auf den ersten Blick nur als ein einfaches Nebeneinander erscheint, offenbart bei aufmerksamer Betrachtung ein Wechselspiel der Beziehungen zwischen beiden Personen.“ ¹²

Das dritte Beispiel hervorragender Bronzekunst der Klassik aus diesem Schatzfund von 1939 ist die Karyatide mit Weihrauchgefäß der Jahre um 460/450 v. Chr., die eine fein gewandete Peplosfigur zeigt, welche mit beiden Händen ein Weihrauchgefäß auf dem Kopf trägt. Delphi, Mus. Inv. 7723 ¹³. Die sorgfältig ausgearbeitete Figur trägt ein Haarnetz, ihre heute leeren Augensterne waren einstmals wohl mit einem anderen Material eingelegt. Die Figur fällt durch ihre gekonnte Bronzetechnik auf, wird deswegen von einigen Forschern nach Paros lokalisiert, während andere hingegen vor allem aufgrund der „Falten des Peplos und (…) Festigkeit der unteren Gesichtspartien“ (Rolley) eine Nähe zu den zeitgenössischen Giebeln in Olympia spüren. Auch der Kopf auf dem berühmten Marmordiskus von Melos muss in diesem Kontext erwähnt werden, ohne auf Einzelheiten näher einzugehen.  

Zweifelsohne war der Schatzfund in den beiden Opfergruben, den die Archäologen bei ihren Ausgrabungsarbeiten in Delphi noch vor Ausbruch des 2. Weltkrieges tätigen konnten, eine Sensation. Glücklicherweise wurden diese wichtigen Funde in Sicherheit gebracht und waren so nicht den Kriegsauseinandersetzungen ausgesetzt, konnten vielmehr in den Jahrzehnten danach in aller Ruhe vom griechischen Antikendienst sorgfältig gereinigt und restauriert werden. Seit Ende der 1970iger Jahre wird der gesamte Fundkomplex in einem eigenen Raum im Museum in Delphi der Öffentlichkeit präsentiert. Eine Sensation fürwahr, aber auch eine Herausforderung für die archäologische Forschung, diesen umfassenden Fundkomplex zu bearbeiten und wissenschaftlich einzuordnen. Schnell war klar, dass sich der gesamte Fundkomplex aus unterschiedlichen Objekten verschiedener Zeitstellungen zusammensetzt, die entsprechend unterschiedlich zu bewerten und einzuordnen sind, aber keineswegs wohl in einem gemeinsamen Kontext beheimatet waren. Ebenso spielen Fragen, warum die kleinen Kunstwerke in diesen beiden Gruben versteckt und so gesichert wurden, wann dies aller Wahrscheinlichkeit geschehen ist und mit welchen Überlieferungen wir dies in Einklang bringen können, nach wie vor eine große Rolle. Darüber hinaus führt der gesamte Fundkomplex direkt zu der Hauptfrage, ob die Einzelstücke als Votivgaben zu bewerten und in welchen Weihekontext sie einzuordnen sind, vielleicht sogar mit welchem Stifter wir sie verbinden können. 

Will man diese genannten Fragen seriös beantworten, muss man zunächst den Fund unter die Lupe nehmen und nach den jüngsten Teilen dieses Komplexes fahnden, um eine Antwort auf die Frage zu erhalten, wann dieser Fund in dieser Form unter die Erde gekommen und regelrecht „bestattet“ worden ist. Dabei fallen vor allem die klassischen Teile dieses Fundes auf, etwa die genannten Bronzestatuetten aus dem 5. Jh. v. Chr., ins Auge. Sie scheinen zu den jüngsten Teilen dieses Fundkomplexes zu gehören, sodass die Vermutung naheliegt, dass die Funde in den letzten Jahrzehnten des 5. Jhs. v. Chr. in diese Gruben gelangten. Sie gehören demnach auch in jene Zeit, als das dephische Apollonheiligtum „zwischen den Perserkriegen und dem Peloponnesischen Krieg (…) der vornehmste Platz für monumentale Weihgeschenke (war)“, wie Anja Eckert 14 bemerkt: „Gefeiert und verewigt wurden vor allem Siege über fremde Völker, aber auch über die Griechen. Es zeigt sich, dass der pangriechische Anspruch Delphis, der ein Hauptcharakteristikum des Heiligtums während der Archaik gewesen war, im Verlauf des 5. Jhs. v. Chr. gegenüber dem starken Repräsentationswillen einzelner Stadtstaaten, besonders Athens, zurücktrat. Auch die Verteilung der Monumente innerhalb des Heiligtums nach topographischen und chronologischen Gesichtspunkten spricht dafür, dass die Konkurrenz unter den Dedikanten gesucht, wenn nicht gar von der Priesterschaft gefördert wurde. In der Nachfolge der Perserkriege wurde die Bildsprache der Weihungen vielfältiger und aggressiver. Vielgliedrige Statuenweihungen mit mythologischen und zeitgenössischen Kämpfen standen neben altertümlich anmutenden Dreifüßen und Apollines. Bedingt durch die Quellenlage ist es vor allem die Dedikationspolitik Athens in Delphi, über die detaillierte Aussagen gemacht werden können. Wie stellte sich Athen als Führungsmacht des Attisch-Delischen Seebundes dar? Welche Rolle spielten die Bündner? Welche anderen Foren standen Athen für seine Repräsentation zur Verfügung? Auch Großgriechenland, Kyrene und Phokis traten mit vieldeutigen Weihungen vor das delphische Publikum.“ 

Diese Äußerungen zu den monumentalen Weihungen der klassischen Zeit in Delphi können meines Erachtens ohne Weiteres auf Votive kleinteiliger Art übertragen werden und zeigen, wie bedeutungsvoll die Weihungen sowohl für das Apollonheiligtum als auch für die weihenden Personen selbst waren. Viele dieser Weihungen sind sogar in der schriftlichen Überlieferung festgehalten, derzufolge wir gemeinsam mit den erhaltenen Kunstwerken und zahlreich erhaltenen Inschriften nicht nur die Geschichte des Heiligtums nachverfolgen und vervollständigen können, sondern auch über die Gründe der Weihungen informiert werden. Dabei scheinen anfangs spätestens ab dem 8. Jh. v. Chr. zunächst Prunkkessel und Dreifüße dominiert zu haben, wobei zu berücksichtigen ist, dass „der Dreifuß (…) in Delphi jedoch eine besondere Bedeutung als Sitz der weissagenden Pythia, als Symbol und Garant göttlicher Weissagung (hat)“, wie der Archäologe Maass betont. Erst später wurden die Dreifüße durch statuarische Votive ergänzt oder sogar ersetzt. Überblickt man die schriftlichen Überlieferungen insgesamt, so ergibt sich zum einen, dass das Apollonheiligtum in Delphi ab dem 8. Jh. v. Chr. wohl an Bedeutung gewonnen hatte. Indiz hierfür sind Weihungen aus allen Teilen der griechischen Welt, aber auch „fremdländische Weihgaben“, die in Delphi häufiger vorkommen als im Zeusheiligtum von Olympia. Obwohl beide Heiligtümer einen panhellenischen Charakter hatten, war das Apollonheiligtum in Delphi allein wegen der Pythia „internationaler“ oder „kosmopolitischer“, weil es auch bei Nichtgriechen wie den Etruskern, den Ägyptern und den „orientalischen Königen wie Midas, Kroisos und seinen Vorfahren“ beliebt war. Sie alle fragten in Delphi die Pythia um Rat. Zum anderen geben „der homerische Apollonhymnos und eine Reihe von Funden (…) den Hinweis auf die besonderen Beziehungen des Heiligtums zu Kreta“ (Maass),  besonders in der 2. Hälfte des 8. Jhs. und im beginnenden 7. Jh. v. Chr., wie es scheint, obwohl hier noch Fragen offen bleiben müssen, da gerade in dieser Zeit kretische Werke in vielen anderen Heiligtümern Griechenlands gleichfalls vorkommen.  Ohne bis ins Detail zu gehen, kann gesagt werden, dass in Delphi Funde aus allen Teilen der Mittelmeerwelt vorkommen – aus Zypern genauso wie aus Kreta, Thessalien, Euboia, Korinth oder Athen und anderen Regionen Griechenlands, des Weiteren aus Kleinasien, Phrygien oder anderen nichtgriechischen Gebieten des Mittelmeerraumes. Delphi ist also „kosmopolitisch“, was sowohl durch Funde in Form von Weihgaben als auch durch literarische Zeugnisse belegt wird. 

Im Laufe der Jahrhunderte sind eine Vielzahl von Weihgeschenken in unterschiedlichster Form und Größe, aber auch in diversen Materialien ins Apollonheiligtum von Delphi gelangt: als Statuetten oder Statuen, als Dreifüße oder Kratere, in Form von Keramik, Schmuck oder anderer Utensilien, aber auch als Waffenweihungen, wie beispielsweise „die Schilde an den Metopen des Tempels als Weihungen von Marathon und Plataiai (490 und 479 v. Chr.)“ belegen. Einige Weihungen sind in der literarischen Überlieferung bezeugt, andere hingegen blieben anonym und können als Funde zwar zeitlich eingeordnet, aber nicht bestimmten Weihungen zugeordnet werden. Ein guter Baedeker ist das Werk des Periegeten Pausanias, der um 115 n. Chr. in Kleinasien geboren wurde und um 180 n. Chr. gestorben ist. Er beschreibt ausführlich das Heiligtum von Delphi in seinem X. Buch "Phokis" (Paus X, 5 ff.) und darin auch einige der Weihungen, während die älteste Nachricht, die wir über Delphi besitzen, in Homers "Ilias" (9, 404 f.) zu finden ist und in die Frühzeit weist. In vielen Quellen wie z. B. bei Herodot, Euripides, Theopomp, Phainias von Eresos und anderen Überlieferungen finden wir wichtige Information zum Apollonheiligtum von Delphi, aber auch vereinzelt zu prominenten Stiftern von Weihgaben. Eine interessante Persönlichkeit in diesem Zusammenhang ist der lydische König Kroisos, der 560 v. Chr. den Thron bestieg, „die ionischen und äolischen Städte Kleinasiens (eroberte) und (…) nach Osten bis zum Halys (herrschte)“, wie der Altphilologe Otto Hiltbrunner 15 formuliert. Von Kroisos wissen wir, dass er nicht nur sehr reich und griechenfreundlich war, sondern auch der Überlieferung bei Herodot zufolge mehrmals das delphische Orakel um Rat fragte und kostbare Geschenke ins Apollonheiligtum gegeben hatte. Wie Herodot (1, 50 f.) berichtet, hatte König Kroisos „Weihgeschenke (…) aus unglaublichen Mengen an Gold, Elektron und Silber“ nach Delphi gegeben, darunter nennt Herodot, wie Michael Maass schreibt, „zuerst einen Löwen von 10 Talenten Gewicht (rund 260 kg) auf vier insgesamt ebenso schweren Sockelplatten (ἡμίπλινϑοι), alles aus Gold; als Basis eine Pyramide von 113 entsprechenden Platten aus Elketron. Beim Tempelbrand von 548/47 v. Chr. waren 3¹/₂ Talente vom Löwen abgeschmolzen. Es folgen zwei Kratere, aus Gold bzw. Silber, rechts und links vom Eingang des Tempels. Der goldene wog 9¹/₂ Talente und 12 Minen, der silberne fasste 600 Amphoren (ca. 18000 Liter). Dazu kommen vier Silberkrüge, zwei Perirrhateria (Weihwasserbecken), eine goldene Frauenstatue von drei Ellen Höhe, viele andere, nicht beschriftete Votive und Silberschalen sowie Halsschmuck und Gürtel der Gemahlin des Kroisos.“ Außerdem können wir annehmen, dass den Berichten des Herodots zufolge „die große Kroisosweihung (…) im Zusammenhang mit kriegerischen Unternehmungen (stand), aber nicht als Dankesweihung, sondern als Bittgeschenk für den glücklichen Ausgang des geplanten Waffenganges gegen die Perser“, wie Michael Maass ausführt: „Die Weihung wurde im Rahmen eines Festes mit Hilfe einer Kollekte von Kostbarkeiten bei den lydischen Vornehmen aufgebracht; die Gaben wurden auf einem großen Scheiterhaufen dargeboten.“ 16 Des Weiteren steht aufgrund der literarischen Überlieferung weitgehend fest, dass nach dem Wiederaufbau des Apollontempels nur ein Teil der Weihgeschenke hierher zurückgebracht wurde, wohingegen andere Votive aus diesem Kroisos-Schatz offenbar ins Schatzhaus von Korinth bzw. ins Schatzhaus von Klazomenai gelangt waren, wo der Historiker Herodot sie gesehen haben will. Neben dem Lyderkönig Kroisos als sagenhaftem Stifter werden auch andere Weihende wie etwa Hieron von Syrakus oder König Euelthon aus Salamis auf Zypern in den Quellen genannt, um nur einige wenige anzuführen. Sie alle trugen offensichtlich zu dem „Goldreichtum Delphis“ bei, von dem beispielsweise der große griechische Chorlyriker Pindar 17 aus Theben (ca. 518-446 v. Chr.) in seinem Siegeslied für Xenokrates aus Agrigent (Pyth. 6, 5 ff.) spricht. Im Laufe der spätklassischen Zeit des 4. Jhs. v. Chr. erscheint jedoch für Delphi „das Ende der goldreichen Epoche“ (Maass) gekommen zu sein, als der sog. „Dritte Heilige Krieg“ 18 (356-346 v. Chr.) erbittert geführt wurde und Griechenland insgesamt vor großen Herausforderungen stand. Dieser Krieg „gehört zu den Kriegen in der Geschichte des antiken Griechenland, die im Interesse von Delphi von einem großen Teil der amphiktyonischen Staaten gegen solche Gruppen geführt wurde, die in irgendeiner Weise die Interessen des Staates oder des Heiligtums von Delphi verletzt hatten“. Das Apollonheiligtum von Delphi gehört in die Landschaft Phokis und damit in das Herrschaftsgebiet der Phoker, die sich im Laufe der Zeit „erstaunlich gut“ gehalten hatten und erst durch das Einschreiten des Makedonenkönigs Philipp II. in Bedrängnis gerieten. Grund hierfür waren uralte Querelen zwischen den Thessaliern und seit kurzem auch den Thebanern und den Phokern, die schließlich zu dieser  Kriegsauseinandersetzung, dem "Dritten Heiligen Krieg", führten. Auslöser war die Bestrafung der Phoker seitens der amphiktyonischen Staaten 19 dafür, dass sie nach wie vor ein großes Teilgebiet der im "Ersten Heiligen Krieg" zerstörten Stadt Krissa landwirtschaftlich nutzten und nicht nur das gegen sie verhängte Verbot der landwirtschaftlichen Nutzung dieser Fläche ignorierten, sondern noch einen Schritt weiter gingen, indem sie sich den Sanktionen widersetzten, sogar Delphi besetzten und den Schatz des Heiligtums raubten. Daraufhin kam es zu den drastischen Gegenmaßnahmen des Makedonenkönigs, der dem Widerstand der Phoker ein Ende setzte und als eine erste Strafmaßnahme 3000 Phoker hinrichten ließ. Gemeinsam mit dem Makedonenkönig kämpften die thessalischen Verbündeten und Truppen des Amphiktionenrates. Die Folgen dieser kriegerischen Auseinandersetzung waren für die Phoker äußerst verheerend. In der wichtigen Schlacht auf dem Krokusfeld im Jahre 352 v. Chr. wurden die Phoker nämlich vernichtend geschlagen, aus dem Bund der Amphiktyonen ausgeschlossen und die Mauern ihrer Städte niedergerissen. Die Auseinandersetzungen wurden schließlich 346 v. Chr. mit dem sog. Philokratesfrieden beendet. Die Folgen dieser kriegerischen Auseinandersetzungen führten in Griechenland insgesamt zu erheblichen Veränderungen, nämlich einerseits zur Schwächung der griechischen Stadtstaaten und andererseits zur Stärkung der Makedonen unter ihrem König Philipp, der u. a. die beiden Stimmen der Phoker im Amphiktionenrat erhielt und darüber hinaus die Anerkennung seiner Makedonen als „vollwertige Griechen“ erreichte. 

Zum Schluss dieser Betrachtungen sollen noch einige Spekulationen zur Datierung der beiden Gruben dieses Schatzfundes von 1939 einerseits sowie zur möglichen Verknüpfung einzelner Stücke mit bestimmten Weihenden, die uns aus der literarischen Überlieferung bekannt sind, andererseits angefügt werden. Lässt man das Gesagte Revue passieren, so ergeben sich eigentlich nur zwei Möglichkeiten zur Einschätzung, wann diese beiden Gruben zur Sicherung der darin enthaltenen Kunstschätze angelegt sein könnten. Da die jüngsten Objekte dieses Schatzfundes in die Jahre um 460/450 v. Chr. zu datieren sind, kann es durchaus sein, dass diese beiden Gruben bereits gegen Ende des 5. Jhs. v. Chr. im Zusammenhang mit dem Peloponnesischen Krieg 20 angelegt worden sind und somit in jene kriegerische Auseinandersetzung zwischen Athen und dem Attischen Seebund auf der einen sowie Sparta und dem Peloponnesischen Bund auf der anderen Seite gehören. - Ein grauenvoller Krieg im Übrigen, der von 431 bis 404 v. Chr. andauerte, ganz Griechenland heftigst erschütterte und mit dem Sieg Spartas endete. Ein Krieg, der nicht nur das Ende der attischen Demokratie herbeiführte, sondern die gesamte griechischsprachige Welt letztendlich politisch grundlegend verändern sollte.  

Die andere Möglichkeit, die wir für die Datierung der beiden Gruben in Betracht ziehen sollten, ergibt sich aus meinen Ausführungen über die Auseinandersetzungen im Kontext des sog. "Dritten Heiligen Krieges" (356-346 v. Chr.) und der heftigen Auseinandersetzungen in der Landschaft Phokis. Eventuell wurde auf diese Weise wenigstens ein Teil des im Apollonheiligtum von Delphi verbliebenen Schatzes vor den plündernden Phokern in Sicherheit gebracht. 

Beide angedeuteten Möglichkeiten können hier jedoch nicht weiter erörtert werden und müssen so im Bereich des Spekulativen bleiben, wobei zur Klärung dieser Datierungsfrage zuerst die genaue Fundsituation zu untersuchen wäre.

Abschließend muss noch in aller Kürze der gesamte Fundkomplex betrachtet und bewertet werden. Dabei ist nach wie vor eine spannende Frage, in welche Zusammenhänge die einzelnen Teile dieses Schatzfundes gehören. Denn dass dieser Schatzfund nicht als geschlossener, in einen einheitlichen Gesamtkontext gehörender Fundkomplex bewertet werden kann, wurde vorab kurz angedeutet und steht außer Frage. Das zeigen im Übrigen die einzelnen Werke, die in verschiedene Zeitstufen und Epochen datiert werden müssen und deren Datierungsspanne infolgedessen vom 7. Jh. v. Chr. bis in die Mitte des 5. Jhs. v. Chr. reicht, also eine enorm große Zeitspanne umfasst. Hinzukommt, dass die einzelnen Werke zumindest teilweise unterschiedlichen Landschaftszusammenhängen oder Kunstzentren angehören und von daher bereits als eine geschlossene Einheit nicht in Frage kommen können. Also ist anzunehmen, dass sie aus diversen Weihungen stammen und deswegen entsprechend zu bewerten sind. Auffallend ist dabei, dass die Elfenbeinstatuette des sog. „Löwengottes von Delphi“ zu den ältesten Stücken dieses Schatzfundes gehört und überdies eine äußerst qualitätvolle Arbeit eines griechischen Künstlers aus dem ostionischen Bereich ist. Leider kennen wir den ursprünglichen Aufstellungsort dieser Figur als Teil eines Möbels oder eines Gerätes im Apollonheiligtum nicht und ebenso wenig den Grund dieser Weihung oder gar den Weihenden selbst. 

Andererseits muss die Frage gestellt werden, ob wir nicht wenigstens die Figur des monumentalen Silberblechstiers und die drei lebensgroßen Holzfiguren, deren Köpfe, Hände und Füße aus Elfenbein, deren Haare und Diademe aber aus Gold gefertigt waren und die wir unter Umständen als die Göttertrias Apollon, Leto und Artemis identifizieren können, als eine Einheit in Betracht kommen kann. Diese Werke sind in die archaische Zeit des 6. Jhs. v. Chr. zu datieren, allerdings  wohl verschiedenen Kunstzentren zu zuordnen, könnten trotzdem wohl zu einer Einheit zusammengefasst werden. Mögicherweise gehören auch die unzähligen Elfenbeinfragmente dazu, deren Reliefszenen teilweise problemlos zu deuten sind und wohl zu einem Kasten ähnlich der erwähnten Kypseloslade zu rekonstruieren sind. Bei diesen Funden ist durchaus zu überlegen, ob wir sie nicht mit der Überlieferung des lydischen Königs Kroisos verbinden können, der das Orakel von Delphi mehrmals befragen und dem Heiligtum wertvolle Geschenke zukommen ließ, wie wir der literarischen Überlieferung entnehmen können. 

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass es im Apollonheiligtum zu Delphi zwar „auch Opferstöcke (gegeben habe), die im Boden eingelassen waren“, wie der Archäologe Michael Maass erwähnt und anfügt: „Diese Formen von Opferstöcken hatten den praktischen Grund, Gelegenheit für Geldspenden zu geben und diese zugleich zu sichern.“ ²¹ Aber „die großen Reichtümer“ bestanden im Apollonheiligtum sicherlich in Weihungen und kostbaren Kunstwerken, die man oberirdisch an unterschiedlichen Stellen verwahrte und auch der Öffentlichkeit präsentierte. Dazu dienten u. a. die Schatzhäuser einzelner Stadtstaaten, die entlang der Heiligen Straße, allerdings außerhalb des eigentlichen Tempelbezirks des Apollon, aufgereiht standen und sicherlich viele Kostbarkeiten enthielten. Die jeweiligen Stadtstaaten hatten jedoch die Möglichkeit, das eine oder andere Kunstwerk im Bedarfsfall auch wieder einzuziehen, sodass letztendlich die Stadtstaaten im Besitz dieser Kostbarkeiten blieben und das Verfügungsrecht weiterhin besaßen.  

Anmerkungen

  1. P. Amandry, BCH 63, 1939, 86-229. M. Maass, Das antike Delphi. Orakel, Schätze und Monumente, Darmstadt 1993, 139 Anm. 51.  St. Brenne, in: K. Brodersen (Hrsg.), Antike Stätten am Mittelmeer, 1999, 263 s. v. Delphi.
  2. M. Maass, a. O., 141 Anm. 52.  BCH 103, 1979, 578.  M. Maass: „Zu unterscheiden sind  in der Ausstellung die Funde von 1939 und die von 1942 unter der Treppe zur Heiligen Tenne (BCH 66-67, 1942-43, 339 f. Taf. 18); weiter ist auch der hypothetische Charakter der Zuordnung verschiedener Teile der Hauptfigur (eine der zwei vergoldeten Silberschalen, Goldblechreliefs) zu beachten (…).“ P. Amandry, Chronique delphique (1970-1981), BCH 105, 1981, 752.
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologisches_Museum_Delphi.
  4. P. Amandry, Statue de taureau en argent. Études Delphiques, BCH Suppl. IV (1977), 273-293. Ders., Chios and Delphi, in:  Chios. A Conference at the Homereion 1984, 1986, 228 f.  GdDMus 202 ff. Abb. 11-13.  M. Maass, a. O., 141 f.  Anm. 54, Abb. 62 Farbtaf. X. 
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Sphyrelaton. 
  6. S. Grunauer von Hoerschelmann, in:  S. Lauffer (Hrsg.), Griechenland. Lexikon der historischen Stätten. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1989, 202 s. v. Dreros.  I. A. Sakellarakis, Μουσείο Ηρακλείου, Athen 2003, 141 f.  http://odysseus.cultur.gr/h/4/eh430.jsp?obj_id=7929. 
  7. M. Maass, a. O., 143 Anm. 55-57 Abb. 63 Farbtaf. VIII f.
  8. M. Maass, a. O., 143 Anm. 58 Abb. 64.  F. Croissant, Les frontons du temple du Ive siècle à Delphes. Esquisse d’une restitution, in: H. Kyreleis (Hrsg.), Archaische und klassische griechische Plastik 2, 1986, 187-197.  J. B. Carter, The Chest of Periander, AJA 93, 1989, 145-179. O. Picard (Hrsg.), Guide de Delphes. Le musée, 1991, 219 ff. 
  9. R. Splitter, Die „Kypseloslade“ in Olympia. Form, Funktion und Bildschmuck: Eine archäologische Rekonstruktion, Mainz 2000.  http://referenceworks.com/entries/der-neue-pauly/kypseloslade-e626610 (R. Neudecker, Rom). https://de.wikipedia.org/wiki/Kypselos. O. Hiltbrunner, Kleines Lexikon der Anti-Bern/München 1974², 292 s. v. Kypselos.
  10. M. Maass, a. O., 143 Anm. 59 Abb. 32 f. und 65. 
  11. W. Fuchs, Die Skulptur der Griechen, München 1969, 342 f. Abb. 379.  
  12. Cl. Rolley, Die griechischen Bronzen, München 1984, 106 f. Abb. 88: „Gruppe zweier Athleten. In Delphi gefunden. Die recht schlecht erhaltene Statuette, glich der anderen, auf die sie mit dem rechten Arm weist oder sie grüßt. Bei der linken handelt es sich um einen Sieger im Weitsprung bei den Pythischen Spielen, denn er hält in der linken Hand die Haltere und in der rechten vermutlich den Rest eines Kranzes. Die Basis war mit acht Klammern befestigt.  - H (Statuetten): 16 cm. Um 460-450 v. Chr.; Attika. Delphi, Museum, Inv. 7722“.
  13. Cl. Rolley, a. O., 113 Abb. 96: „Räucherbecken (Detail). In Delphi gefunden. Man beachte das Haarnetz. Die leeren Augensterne waren vielleicht eingelegt. - H (Statuette): 16 cm. Mitte 5. Jh. v. Chr.; Paros. Delphi, Museum, Inv. 7723. S. Auch Abb. 250).“  
  14. A. Eckert, Weihgeschenke in Delphi. Panhellenischer Anspruch und bildgewordene Konkurrenz,  in: F. Bubenheimer, J. Mylonopoulos, B. Schulze, A. Zinsmaier (Hrsg.), Kult und Funktion griechischer Heiligtümer in archaischer und klassischer Zeit.  1. Archäologisches Studentenkolloquium Heidelberg, 18.-20. Februar 1995, Mainz 1996 (=Schriften des Deutschen Archäologen-Verbandes e. V. XV), 81.
  15. O. Hiltbrunner, Kleines Lexikon der Antike, Bern/München 1974², 289 s. v. Kroisos.
  16. M. Maass, a. O., 147 f.
  17. O. Hiltbrunner, a. O., 426 f. s. v. Pindaros aus Theben.
  18. I. Worthington, Demosthenes of Athens and the Fall of Classical Greece, Oxford 2013. https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Heiliger_Krieg.
  19. Mit dem Begriff amphiktyoinische Staaten ist „ein loser Verband von Städten im antiken Griechenland, in Kleinasien und Etrurien auf religiös-kultureller Basis“ umschrieben, die sich in der Regel um ein Heiligtum  zum Schutz und zur Verwaltung desselben gebildet hatten, wobei später die Organisation von Festspielen zu Ehren der in diesem Heiligtum verehrten Gottheit hinzukam.  
  20. B. Bleckmann, Der Peloponnesische Krieg, München 2007  (= kurze, aber prägnante Übersicht). 
  21. M. Maass, a. O., 144 Anm. 61. G. G. Porro, Il tesoro dell’Asklepieion di Lebena, Studi Romani 2, 1914, 373 ff., bes. 377. „Der Dichterhatte aber für Achilleus sicher nicht nur an einen Opferstockinhalt, sondern an den ganzen Besitz des Gottes gedacht.“ 
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