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KOS - Archäologisches Museum

2017-01-27 2017-04-24 27.01.2017 1.058 × gelesen 2 Minuten

Das archäologische Museum von Kos ist in einem schlichten zweistöckigen Gebäude am Eleftherias-Platz untergebracht, dessen Fassade von drei nischenförmigen Eingängen geprägt wird.
Das Museum beherbergt Funde aus prähistorischer Zeit und eine Sammlung von Tongefäßen aus archaischer, klassischer und hellenistischer Zeit, die jedoch nicht alle für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Der zugängliche Bereich gruppiert sich um einen offenen Hof und beinhaltet vor allem Skulpturen.
Wenn man sich im Vorraum nach rechts wendet, sieht man einen zylindrischen Grabaltar, einen überlebensgroßen Kopf, der Demeter oder Hera darstellt, ein Relief mit einem Pferdekopf aus römischer Zeit und ein Relief mit einer Löwendarstellung. Gegenüber ist der kolossale Kopf einer Göttin aus dem 1. Jh. n.Chr. ausgestellt. Daneben sieht man einen zylindrischen Grabaltar und einen Frosch, der ehemals einen Brunnen geschmückt hat.
Der Saal links des Vorraums enthält Funde aus hellenistischer Zeit. Links des Eingangs sieht man die Grabstelle eines Athleten aus dem 3. Jh. v.Chr., der einen Siegerkranz hält; auf seiner Brust liest man die Buchstaben DAIL, die vielleicht zu dem Namen Daidalos zu ergänzen sind.
Der ideale Kopf aus dem 3. Jh. v.Chr stellt vielleicht Alexander der Große dar. Die Statue der jagenden, von einem Hund begleiteten Artemis ist ein Werk aus späthellenistischer Zeit.
Ebenfalls aus hellenistischer Zeit stammt die kopflose weibliche Statue, deren vor allem im unteren Bereich reich gefältelte Gewänder die Überlieferung bestätigen, der zurfolge die Gewänder von Kos in der Antike besonders geschätzt gewesen sind.
Besonders hinzuweisen ist natürlich auf die Statue des sog. Hippokrates (32). Dargestellt ist ein bärtiger Mann im Himation, das die rechte Brust frei läßt. Die Statue ist im Odeion gefunden worden und stammt aus späthellenistischer Zeit, greift aber auf ein Vorbild aus dem 5. Jh. v.Chr. zurück. Der Ausgräber hat in ihr eine Darstellung des Hippokrates vermutet, des berühmtesten Arztes der Antike, der auf Kos geboren ist.
Im nördlichen Saal sind Funde aus Amaniou ausgestellt. Links sieht man eine Statue der Aphrodite mit dem kleinen Eros aus dem 1- Jh. v.Chr. und eine Demeter-Statue aus dem 4. Jh. v.Chr., die eine Frau namens Melagris in das Heiligtum der Göttin im heutigen Kyparissi bei Amaniou geweiht hat. Vom selben Fundplatz stammt die Mädchenstatue aus dem 3. Jh. v.Chr., die vielleicht Persephone darstellt und von der Priesterin Leirio geweiht worden ist, sowie eine weitere, ein Weihgeschenk der Lykourgis aus dem 4. Jh. v.Chr.
Die meisten Ausstellungsstücke im östlichen Saal stammen aus römischer Zeit. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Tischfuß rechts gegenüber dem Eingang, auf dem der hängende Marsyas dargestellt ist, der nach seinem Musik-Wettstreit mit dem Gott Apollon auf seine Bestrafung wartet; es handelt sich um eine Kopie nach einem bekannten Werk des 2. Jhs. v.Chr. Das zweitwichtigste Werk in diesem Saal ist die Statue des sitzenden Hermes. Er trägt seinen Flügelhut, ein Mäntelchen und geflügelte Sandalen und Hält das Kerykeion; neben ihm steht ein Widder. Die Statue stammt aus dem „Haus mit dem Europa-Mosaik“ in Kos und wird ins 2. Jh. n.Chr. datiert.
Von diesem Saal aus betritt man den Innenhof des Museums, in dessen Mitte man ein Mosaik aus einem römischen Haus von Kos aus dem 2. Oder 3. Jh. n.Chr. sieht; dargestellt sind links der sitzende Hippokrates und ein weiterer Koer, die Asklepios bei seiner Ankunft auf der Insel begrüßen.
Um das Mosaik sind Skulpturen aufgestellt, darunter eine Gruppe mit Dionysos, Pan und einem Satyr. Der Gott ist trunken dargestellt und stützt sich auf den jugendlichen Satyr; auf dem Tyrsos neben ihm sitzt der kleine Pan und spielt auf seiner Flöte. Zu Füßen des Gottes spielt ein kleiner Erot mit einem Panther. Die Gruppe stammt ebenfalls aus dem „Haus mit dem Europa-Mosaik“ und wird ins 2. Jh. n.Chr. datiert.

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