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LAVRION - Archäologisches Museum

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2017-01-27 2017-04-24 27.01.2017 1.180 × gelesen

Das 1970 errichtete und danach renovierte Museum mit den Funden aus Lavrion ist im Oktober 1999 wiedereröffnet worden. In der Vorhalle, dem Atrium und den beiden Sälen des Museums sind Zeugnische der Kunst, der Arbeit und des Alltagslebens der Einwohner der Umgebung ausgestellt, die aus der Zeit vom jüngeren Neolithikum (um 5.000 v. Chr.) bis zur frühchristlichen Zeit stammen (um 500 n. Chr.).
Zwar werden zahlreiche Funde aus der Umgebung von Sunion und Lavrion im Archäologischen Nationalmuseum in Athen aufbewahrt, wie z.B. der aus klassischer Zeit stammende sich bekränzende Athlet und die beiden überlebensgroßen Kuroi von Sunion, doch besitzt auch das Museum von Lavrion einige sehr sehenswerte Stücke.
Links des Eingangs sieht man Kapitelle von den Säulen der Stoa der Agora am Limani Pascha, eine Vitrine mit Werkzeugen der Bergwerksarbeiter und darüber eine Schautafel, die die Stadien der Förderung und Verhüttung des Erzes darstellt. Im selben Saal befindet sich eine archäologische Karte der Umgebung, auf der archäologisch interessante Fußwege eingetragen sind.
Hinter einer schönen Herme, wie sie an den Wegkreuzungen und den Eingängen zur Agora standen, liegt das große Atrium mit einem Teil eines Fußbodenmosaiks aus der frühchristlichen Basilika von Lavrion.
Hinter dem Mosaik sind nun erstmals die Reliefplatten vom Fries des Poseidon-Tempels von Sunion aus dem 5. Jh. v. Chr. ausgestellt. Trotz der Beschädigungen kann man noch die Szenen aus der Gigantomachie, der Kentauromachie und der Theseus-Taten erkennen.
Um das Atrium herum sind Fragmente von Weih- und Grabreliefs ausgestellt, die aus dem Marmor der Brüche von Agrileza gearbeitet sind, der auch zum Bau des Poseidon-Tempels verwendet worden ist. Besonders hervorzuheben ist ein Relief mit einer der Taten des Herakles.
Im Saal links des Atriums sind in einer Vitrine Werkzeuge, Schmuckstücke, Statuetten und Tierknochen aus neolithischer Zeit ausgestellt, die aus der Höhle von Kitsou stammen. Drei weitere Vitrinen enthalten spätgeometrische Gefäße aus dem 8. Und 7. Jh. v. Chr. aus Attika und Korinth, die in der Nekropole von Sunion ausgegraben worden sind, außerdem Gefäße aus der frühhelladischen Siedlung von Limani Pascha und Vasen aus der Nekropole und der Siedlung auf dem Velatouri-Hügel in der Nähe des Theaters von Thorikos, das ebenfalls besichtigt werden kann. Unter den Funden sieht man ferner einen tönernen Deckel eines Bienenkorbs mit fünf Löchern aus dem 4. Jh. v. Chr., in den der Name des Besitzers Philokrates eingeritzt ist.

Copyright: Museen Griechenlands
Erevnites Edition
GR.OK.F.B.

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