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NEMEA - Archäologisches Museum

2017-01-27 2017-08-19 27.01.2017 1.145 × gelesen 2 Minuten

Das Archäologische Museum von Nemea ist 1984 mit Hilfe einer Spende des Präsidenten der Bank of Amerika, Rudolph Peterson, errichtet worden. Es beherbergt die wichtigsten Fundstücke der in Nemea und in der Umgebung seit 1924 von der American School of Classical Studies in Athen zunächst mit Unterstützung der Universität von Cincinnati und seit 1974 der Universität von Kalifornien durchgeführten Ausgrabungen.
Das schlichte ziegelgedeckte, weiß gestrichene Museum schließt sich an die lokale Architektur an. Es ist parallel zum Zeus-Tempel errichtet worden und passt sich ausgezeichnet an die Umgebung an.
Im Vorraum dieses schönen kleinen Museums, wo auf Marmortafeln die Namen der Stifter und der Ausgräber verzeichnet sind, sind ein korinthisches Kapitell und eine Säulentrommel aus dem Inneren des Zeus-Tempel aufgestellt.
In vier getrennte chronologische Einheiten gegliedert, sieht man außerdem Stiche, Zeichnungen und Fotografien verschiedener europäischer Besucher Nemeas.
Wenn man den Mittelsaal betritt, fällt der Blick zunächst auf die drei erhaltenen Säulen des Zeus-Tempels, die man durch das Fenster hinter dem Modell des Tempels sehen kann. Das Fenster ist so plaziert, daß man später den gesamten Tempel überblicken kann, an dessen Wiederherstellung die Amerikanische Schule seit 1999 arbeitet.
Das Modell zeigt den Tempel der Jahre um 330 v. Chr., der 12 dorische Säulen an den Lang- und 6 an den Schmalseiten besaß; er war an der Stelle eines ersten, um 600 v. Chr. errichteten, Tempels erbaut worden, der um 410 v. Chr. zerstört worden war.
Der prächtige jüngere Bau, bei dem rötlicher Porosstein verwendet wurde, wies alle drei griechischen Bauordnungen auf: dorische Säulen bei der äußeren Säulenstellung sowie korinthische im oberen und ionische im unteren Bereich des Sekos. Einzigartig in Griechenland ist die Krypta, die im hinteren Bereich des Sekos entdeckt wurde und wohl als kleine lokale Orakelstätte zu deuten ist.
In den Vitrinen 1 bis 3 ist die Münzsammlung des Museums ausgestellt. Die Münzen stammen von den Pilgern, die aus den Städten des östlichen Mittelmeergebiets hierher gebracht wurden. Ihre Namen wurden in die an der Wand hängende Kante eingetragen. In Vitrine 1 sieht man Münzen der Nemea benachbarten Stadtstaaten Sikyon, Argos, Kleonai und Phlious, in Vitrine 2 solche aus entfernteren griechischen Städten, wie Ägina, Athen, Chalkis, Theben und Megara, und in Vitrine 3 Münzen der Makedonenkönige (die nach ihrem Sieg bei Chaironeia im Jahre 338 v. Chr. die lokalen Wettkämpfe neu eingerichtet hatten) sowie solche aus römischer und byzantinischer Zeit.
Auf der Marmorstele sind eine sitzende weibliche und eine stehende männliche Gestalt dargestellt. Die Exponate in Vitrine 4 stehen mit den mythologischen Überlieferungen Nemeas in Zusammenhang. Besonders ist auf die kleine Bronzestatuette des Opheltes hinzuweisen, zu dessen Ehren die Nemeen, die panhellenischen athletischen Spiele von Nemea gegründet wurden.
In den Vitrinen 5 und 6 sind Votivgaben der Pilger und der Athleten ausgestellt, wie Tierstatuetten, kleine Gefäße, Lämpchen, Silbermünzen und eine Kurosstatuette.
Neben dem Tempelmodell steht ein Modell des Stadions, das 400 m südöstlich des Tempels liegt. In der Nachbarvitrine 7 sieht man Funde, die mit den Spielen in Zusammenhang stehen, wie einen eisernen Diskus und ein Weitsprunggewicht, sowie Trinkgefäße, eine kleine Oinochoe und Fragmente von Bronzestatuen.
Die Funde in den folgenden Vitrinen 8 und 9 stammen aus Brunnen innerhalb des Heiligtums und vermitteln wertvolle Informationen zur Geschichte von Nemea. Besonders hervorzuheben ist die Bronzehydria mit dem Mädchenkopf am Henkel.
In den Vitrinen 10 und 11 sind die Funde aus der frühchristlichen Siedlung Nemea ausgestellt, deren Basilika im Jahre 580 von den Slawen zerstört wurde.
Die Eckvitrinen 12 und 13 enthalten prähistorische Funde (Gefäße, Werkzeuge und Waffen), die hauptsächlich vom Tsoungiza-Hügel stammen, auf dem von neolithischer (etwa 6000-5000 v. Chr.) bis in die späthelladische Zeit (um 1200 v. Chr.) eine kleine Siedlung bestand.
Die Vitrinen 14-17 enthalten wichtige Funde aus der Umgebung von Nemea. Die eindrucksvollsten sind die Schmuckgegenstände aus Gold, die aus den Mykenischen Gräbern von Aidonia stammen. Sie gestohlen wurden und sollten in New York versteigert werden.
Im Bereich zwischen dem Durchgang zum Hof und dem Vorraum sind Funde ausgestellt, die mit den Werkstätten von Nemea zu tun haben; einige der Objekte stammen aus der Werkstatt eines Bronzegießers.
Im Museumshof sieht man Inschriften und Architekturglieder des Tempels und anderer Gebäude des Heiligtums, darunter einen Teil der Marmorsima mit Löwenkopfwasserspeiern vom Geison des Tempels.

Copyright: Museen Griechenlands
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GR.OK.F.B.

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Archäologisches Museum vom Nemea. Archaeological Museum of Nemea. Αρχαιολογικ Μουσεο Νεμας. Dimitrios Pergialis
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Keramik - Archäologisches Museum vom Nemea. Archaeological Museum of Nemea. Αρχαιολογικ Μουσεο Νεμας. Dimitrios Pergialis
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Schmuck - Archäologisches Museum vom Nemea. Archaeological Museum of Nemea. Αρχαιολογικ Μουσεο Νεμας. Dimitrios Pergialis
Gold Siegel - Archäologisches Museum vom Nemea. Archaeological Museum of Nemea. Αρχαιολογικ Μουσεο Νεμας. Dimitrios Pergialis
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Archäologisches Museum vom Nemea. Archaeological Museum of Nemea. Αρχαιολογικ Μουσεο Νεμας. Dimitrios Pergialis
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