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MIDEA - Das antike Midea

  266 Wörter 1 Minute
2017-01-08 2017-01-17 08.01.2017 637 × gelesen

Schon von weitem ist der 270 Meter hohe Hügel sichtbar, und man versteht, warum in antiker Zeit gerade hier eine Festung gebaut wurde - schwer einnehmbar und ungehinderte Rundumsicht. Die Festung datiert aus dem 16. Jahrhundert v. Chr. und ist neben Mykene und Tyrins die bedeutendste mykenische Gründung in der Argolis.
Die gewaltige Zyklopenmauer stammt aus dem 13. Jh. v. Chr. Sie hatte eine Länge von 450 Metern, war 5 bis 7 Meter dick, an einigen Stellen bis zu 7 Meter hoch. Sie wurde in der Blütezeit Mideas errichtet, das jedoch alsbald von einem Erdbeben zerstört wurde. Die Ausgrabungen begannen 1907 unter der Federführung deutscher Archäologen, wurden mit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 vom Schwedischen Archäologischen Institut fortgeführt, das auch an anderen Stellen in der Argolis erfolgreich grub, u. a. beim antiken Assini. Fundstücke aus Medea und dem dazu gehörigen antiken Friedhof Dendra sind in den Museen Nafplio (zur Zeit wegen Renovierung geschlossen) und Argos zu sehen. Die Grabungen wurden mehrfach unterbrochen, 1963 wieder aufgenommen, aber erst seit 1983 systematisch fortgesetzt. Die Arbeiten brachten zahlreiche Gebäude zutage, schöne Keramikgefäße und Plastiken, die denen ähnlich sind, die in Mykene und Tyrins gefunden wurden. Auch wenn das antike Midea auf den ersten Blick nichts Spektakuläres bietet, ist es doch ein schöner Ausflug und schon wegen der herrlichen Aussicht sehr zu empfehlen. Die Wege sind recht gut ausgebaut und geschmackvoll in Natur und antike Steine integriert. Der Burgberg ist besonders in der grünen Jahreszeit ein Blumen- und Pflanzenparadies.
Ca. 10 km von Argos entfernt. Die Anlage ist frei zugänglich. Asphaltstraße vom Ort Midea bis hinauf.

www.argolis.de